vonChristian Ihle 11.10.2018

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Zu Beginn des Films dachte ich noch: was haben die denn alle (imdb 4.9 / rotten tomatoes: 5%), das ist doch deutlich besser als der übliche Bruce-Willis-Direct-To-Video-Schmodder?
Aber da hatte ich die zweite Hälfte des Films ja noch nicht gesehen, der neben seinem idiotischen und völlig konfus erzählten Plot ausschließlich aus Shoot-Outs und Verfolgungsjagden besteht, so dass ich am Ende dermaßen gelangweilt war, dass ich lieber ner hübschen Wand beim Trocknen zugesehen hätte.

Dabei ist das eigentlich schade, weil Regisseur El Mechri etliche ungewöhnliche Kamera/Regie-Einfälle hat, die man sonst in DTV-Produktionen eben nicht bekommt. Andererseits: whatever happened to Mabrouk El Mechri? „JCVD“ war ein so cleverer, smarter Film, dass man doch eine große Karriere vorgezeichnet sah. Seitdem hat er genau diesen einen Film hier gemacht, der wirklich fürchterlich ist. Vielleicht merkt man doch, dass für so einen Stoff von der Stange ein Handwerker wie Jaume Collet-Serra der bessere Regisseur wäre. Der hat zwar keine originiellen Einfälle, aber ihm gelingt es, solche hanebüchenen Stories in einer Art zu erzählen, dass man immer interessiert bleibt, wen Liam Neeson als Nächstes umrennt.

Etwas Gutes hatte „Cold Light Of The Day“ übrigens doch: die hereintelefonierte Performance von Bruce Willis ist bei weitem nicht die schlechteste im Film. Was Henry Superman Cavill hier fabriziert, ist so hölzern, dass sich ein IKEA-Regal schämen würde. Noch schlimmer ist aber Sigourney Weaver. Das ist wirklich die mit Abstand schlechteste Schauspielleistung, die ich von ihr je gesehen habe. Und eigentlich seit langem irgendwo gesehen habe.

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