vonChristian Ihle 08.04.2019

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Auf der Fünfjahresfeier des Labels Duchess Box Records am Freitag wieder bestätigt worden: „Wanderratte“ von Sofia Portanet hat durchaus das Potential ein Hit zu werden, denkt man an die dem Deutschen eigene Vorliebe für Musik mit leichtem Goth-Anstrich. Eine Mischung aus Nina Hagen oder Siouxsie & The Banshees mit einem Drangsal-ähnlichen Früh-80er-Popvibe – das mir mit seiner nach vorne treibender Keyboardlinie doch deutlich mehr zusagt als das recht mäandernde zweite Drangsal-Album, zu dem ich überhaupt keinen Zugang finden konnte.

Die Theatralik Sofia Portanets muss man allerdings abkönnen – aber gut, wer auf die drei Drama Queen red flags „Nina Hagen“, „Siouxsie“ und „Drangsal“ noch mit einem Klick aufs Video reagiert, der wird sich daran sicher nicht stören. Problematischer waren auf dem Konzert mehr ihre langsamen Lieder, waren die doch der Unheilig-Goth-Schublade näher als dem Siouxsie-Geraune.
Neben dem – soweit ich weiß noch unveröffentlichten – französischen Schlußsong, der mit seiner operettenhaften Vokalakrobatik auf einem schmalen Grat wandelt, aber auf der richtigen Seite landet, ist mit Sicherheit „Wanderratte“ der große Hit von Sofia Portanet:

P.S.: „Wanderratte“ ist übrigens eine GoetheHeine-Referenz:

„Es gibt zwei Sorten Ratten: die hungrigen und satten.
Die satten bleiben vergnügt zu Haus, die hungrigen aber wandern aus“.

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