vonChristian Ihle 15.10.2019

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

Mehr über diesen Blog

Deutschlandfunk Kultur hat anlässlich der alljährlichen Nominierung der schönsten Fußballersprüche durch die deutsche Fußballakademie mit dem Autor Arno Orzessek gesprochen. Der ganze Beitrag ist hörenswert, Höhepunkt ist allerdings ohne Frage die Textanalyse zu Jan Lohmannsröbens jetzt schon legendärem Cornflakes-Interview:

Hier wurde ein eingebetteter Medieninhalt blockiert. Beim Laden oder Abspielen wird eine Verbindung zu den Servern des Anbieters hergestellt. Dabei können dem Anbieter personenbezogene Daten mitgeteilt werden.

„Wenn das ein Schiri, ich weiß nicht, Digga, soll der Cornflakes zählen gehen.“
– Jan Löhmannsröben, ehemaliger Spieler des 1. FC Kaiserslautern beklagt sich über ein nicht gegebenes Foulspiel.

Orzessek: „Löhmannsröbens Spruch erfüllt die klassische Forderung nach Übereinstimmung von Inhalt und Form. Der Inhalt ist Wut und Verzweiflung, und die bietet Löhmannsröben in rhetorischen Doppelfigur von Aposiopese und Anakolut, also von Satzabbruch und Störung der grammatikalischen Bezüge. In dieser Kopplung ist das selbst bei Goethe kaum je nachgewiesen. Und dann die stilsichere Wahl der Slangvokabel Digga, dazu der herrliche Nonsens, Cornflakes zählen. Kein Wunder übrigens, dass sich Aldi Süd diesen Spruch in der Cornflakeswerbung zu eigen gemacht und gepostet hat. Löhmannsröben ist mein persönlicher Favorit.“

(Quelle: Beitrag bei Deutschlankfunk Kultur)

Anzeige

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn über Facebook oder Twitter. Falls du was zu sagen hast, freuen wir uns über Kommentare

https://blogs.taz.de/popblog/2019/10/15/deutschlandfunk-kultur-zu-den-schoensten-fussballerspruechen/

aktuell auf taz.de

kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.