vonChristian Ihle 18.11.2019

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

Mehr über diesen Blog

Bonbonbunter Neo-Noir, der so wirr durch seine Geschichte rhabarbert, dass wirklich kein Sinn und Verstand mehr übrig bleibt.

Was mich doch verwundert, beruht „London Fields“ ja auf einem Roman von Martin Amis, dessen Erzählungen „Pfeil der Zeit“ und die „Rachel Tagebücher“ ich sehr gut fand und mir beinah nicht vorstellen kann, dass schon seine Vorlage so selten dämlich ist.

Zieht man auch noch das gnadenlose Overacting der kompletten Besetzung mit in Betracht – als Haupt-Knallchargen unter vielen Groß-Knallchargen erweisen sich übrigens Johnny Depp und Jim Sturgess – schiebe ich den schwarzen Peter dem Regiedebütanten (und bisherigen Katy Perry-Videoclip-Macher) Mathew Cullen zu, der sich allerdings auch mit dem Filmstudio beim Streit um den Endschnitt überwarf.
Offen bleibt, ob der Cullen-Cut nun NOCH schlimmer gewesen wäre oder ob das Studio dachte, diese Version hier wäre in irgendeiner Art schaubar.

Jedenfalls: bestes Beispiel eines Films, der weniger unterhaltsam als sein eigener Wikipedia-Eintrag ist.

(auf Amazon Prime Video)

Anzeige

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn über Facebook oder Twitter. Falls du was zu sagen hast, freuen wir uns über Kommentare

https://blogs.taz.de/popblog/2019/11/18/london-fields-ein-bonbonbunter-neo-noir-nach-martin-amis/

aktuell auf taz.de

kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.