vonChristian Ihle 28.01.2020

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Die Mutter aller Heist-Filme.
Und zwar zu recht. Ich habe „Rififi“ tatsächlich jetzt zum ersten Mal gesehen und bin komplett weggeblasen von Jules Dassins in Echtzeit erzählter Inszenierung des Diamantenraubs. Gut 35 Minuten des Films ist nur dieses Meisterwerk / Kunststück des Verbrechens zu sehen – ohne eine einzige gesprochene Dialogzeile! Dassin dreht diesen Einbruch so packend und mitreissend, dass einem weder die 35 Minuten noch die Stille auffällt. Phänomenal. Allein dafür hat „Rififi“ seinen Platz im ewigen Kanon der Filmgeschichte verdient – zudem ist natürlich praktisch jeder Heist-Film, von Kubricks „The Killing“ (1 Jahr später) bis zu De Palmas „Mission: Impossible“ (41 Jahre später), in so tiefer Schuld zu „Rififi“ dass alle froh sein können, dass jemand das Wort „Hommage“ erfunden hat.

Die Szenen vor und nach dem Einbruch können zwar mit dieser Dringlichkeit nicht mithalten, aber Dassin (der selbst auch einen der vier Einbrecher spielt) gelingt vor allem im letzten Drittel ähnlich wie in seinem 1948er Film Noir „Naked City“ eine erstaunliche Echtheit in seinen Straßenszenen, die mich ebenfalls beeindruckt.
Mehr Jules Dassin – Filme schauen steht als Ziel auf dem Plan!

P.S.: Regisseur Jules Dassin ist übrigens der Vater von Joe „Champs-Elysees“ Dassin!

(auf Amazon Prime)

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