vonChristian Ihle 17.06.2020

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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„Verdammte Scheiße, der Nachtwächter!“ –
„Kontrolliert der?“ –
„Nein, er legt Eier!“

So schreibt man flippige Dialoge! Diese Kuriosität aus den späten 60ern ist ein astreiner deutscher Exploitation-Film. Bei dem Filmtitel „Das Rasthaus der grausamen Puppen“ hatte ich eigentlich einen Horrorfilm mit, nun ja, grausamen Puppen erwartet, aber die hier in Rede stehenden „Puppen“ sind lediglich flapsig so benannte Girls, die aus dem Knast ausgebrochen* sind und nun in einem englischen Pub (oder wie wir in den 60ern sagen: Rasthaus) für ordentlich Mayhem sorgen, absichtlicher- wie unabsichtlicherweise.

Ein doch überraschend hoher Bodycount und eine sich ständig selbst überschlagende Story mit etlichen absurden Subplots machen das ganze wie die knorke Beatmusik im Soundtrack doch zu einem überraschend duften Erlebnis.

Angesichts dessen, dass ich Rolf Olsens „Blutiger Freitag“ schon ziemlich fantastisch fand, muss ich mich vielleicht doch ein wenig mehr mit der Olsenschen Filmographie befassen. Ist der Typ ein unbesungener Held des deutschen Bahnhofkinos?

*herrlich absurd, wie die 5 Mädels aus dem Frauengefängnis aus- und wirklich SOFORT in ein Kaufhaus einbrechen!
Da wird dann erstmal die Damenbekleidungsabteilung und der Lippenstiftschrank geplündert.
Klar, wer täte das nicht!

(auf Amazon Prime Video)

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