vonChristian Ihle 15.07.2020

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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7inch #recordoftheday (12inch edition)
Pet Shop Boys – I Don’t Wanna
2020, x2 Records / Charts: –

Auch wenn ich vom neuesten Pet Shop Boys – Album nicht ganz so begeistert bin wie von den letzten beiden Platten „Electric“ und „Super“, sind doch zwei Hits enthalten: „Monkey Business“, das eine 80er Hip-Hop-Funkyness einbringt, und vor allem „I Don’t Wanna“, das auch gut auf die Pet Shop Boys Alben der Frühzeit gepasst hätte. Eine schöne Hymne auf den Stubenhocker (hallo Morrissey!), der sich nicht raustraut, nicht tanzen will. Bis dann auf einmal Snap! um die Ecke kommt und „nein“ als Antwort nicht akzeptiert:

In a song, he hears that rhythm’s a dancer
And it won’t take no for an answer
Suddenly, he thinks he might reluctantly
Go looking for some company

Stark sind diesmal vor allem auch die Remixe: David Jacksons Remix beginnt in den Beats mit einer „West End Girls“-Referenz und bringt „I Don’t Wanna“ noch ein paar Jahre weiter zurück in Richtung des „Please“-Albums und leichten Kraftwerk-Anleihen. Noch stärker ist die Dekonstruktion durch den Mano Le Tough – Remix, der die Lyrics beinah komplett ausspart, auf „Lonely Boy / Sits at home“ reduziert und musikalisch aus „I Don’t Wanna“ einen wunderbaren Fischerspooner-Schieber, Kuhglocken inklusive, bastelt, als wär schon wieder 2001 und Electroclash der letzte Schrei.

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