vonChristian Ihle 15.10.2020

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Ok, nicht *ganz* neu: „This Is Our Generation“ stammt vom Soundtrack des Films „Yung“, eine Art Berliner Beitrag zum Larry-Clark-Genre, also ein Streifen über junge Menschen, die viel Sex haben, noch mehr Drogen nehmen und sich damit an den Rand der Gesellschaft bugsieren (siehe auch: Kids, Bully, Marfa Girl – und was sonst Larry Clark in seinem Leben noch gedreht hat).
Der Film – derzeit auf amazon prime – hat durchaus seine Wucht, die sich aus dem Quasi-Authentischen speist, was aber auch seine Probleme mit sich bringt (ausführlich zum Film: gerne hier weiterlesen).

Die allermeisten Songs auf dem Soundtrack von „Yung“ sind von MCNZI geschrieben, der aus dem Live From Earth – Umfeld stammt, dessen bekanntester Protagonist wohl Yung Hurn gewesen sein dürfte.

Das Spannende an MCNZI ist die Bandbreite seiner Einflüsse, die weit über Hip-Hop hinausgehen und eine eigentümliche Mischung aus Trap, Electroclash, DAF und Rap zeigen. „This Is Our Generation“, einer der besten Songs aus „Yung“, erinnert mich an A.R.E. Weapons, die Electroclash-Post-Punks aus dem New York der frühen Nuller Jahre:

Ebenfalls letztes Jahr ist bereits „Mietspiegel“ erschienen, ein Anti-Gentrifizierungs-Kampfsong mit angemessenem Video, das alte Berlin-Riots aneinanderschneidet:

Genauso geht aber auch eine Atzen-Schlager-Parodie unter dem Ingo Zapperoni – Pseudonym:

Hier sprechen wirklich mal Youtube-Kommentare die Wahrheit:

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