vonChristian Ihle 11.09.2021

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Was „9/11: Im Krisenstab des US-Präsidenten“ ausnehmend gut gelingt: die Uhren wieder auf den 10. September 2001 zu stellen.

Dank der Idee, 9/11 minutiös zu erzählen und mit seinem Tagesbeginn inklusive unschuldigem Radiogeplapper und Sonnenschein zu starten, schlagen die schon tausendmal gesehenen Bilder tatsächlich wieder wie von neuem ein und wird das Weltenlaufverändernde, das vor 9/11 nach 9/11, dieses Tages wieder ins Bewusstsein gerückt.

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Dazu nimmt Regisseur Adam Wishart Abstand davon, die Szenen xfach zu wiederholen, sondern zeigt sie genau eben zu dem einen Punkt im Verlauf des Tages, an dem sie jeweils stattfinden und setzt dann die Beobachtung der Entwicklung weiter fort.

Bush & Cheney – Hasser werden allerdings sicher nicht glücklich werden mit „9/11: Inside the President’s War Room“ (so der Originaltitel), denn eine kritische Einschätzung des Umgangs der USA mit diesem Angriff findet überhaupt nicht statt, was ich aber im Rahmen der Konzeptidee, genau diesen einen Tag zu beleuchten und die Überforderung durch den Moment zu zeigen, auch akzeptabel finde.

Die Stärken überwiegen, aber „Inside the President’s War Room“ ist mehr ein real life „24“ als eine Podiumsdiskussion um seine geopolitischen Konsequenzen.

Der Dokumentarfilm wird am 11. September zum 20. Jahrestag der Anschläge kostenlos auf Apple+ zu sehen sein

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