vonChristian Ihle 10.01.2022

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Im letzten Jahr veröffentlichten 1000 Robota eine überraschende Comeback-Single namens „ENDE“, die durchaus Interesse auf neues Material weckte. Danach war nichts mehr zu hören – ob ein neues Album doch noch erscheint, ist mir bisher nicht bekannt.
Aber ein Blick zurück auf die beiden ersten Alben von 2008 und 2010 zeigt, wie gut 1000 Robota eigentlich gealtert sind:

Du Nicht Er Nicht Sie Nicht von 1000 Robota

Das 1000 Robota – Debüt ist immer noch so stark wie damals. Dieser einfache, aber so effektive Kniff, die Vocals immer zu doppeln, gibt in Verbindung mit dem straighten Schlagzeug eine enorme Dringlichkeit. Heimlicher Lieblingssong bleibt „Ich blicke an dir vorbei“ (Lyrics hier von Pascal Finkenauer).

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„Du Nicht Er Nicht Sie Nicht“ ist eine mächtige, auf den Punkt produzierte Platte, die die Live-Energie der Band hervorragend einfängt.
Und dabei haben die drei Hamburger die Songs ihrer Debüt-EP gar nicht mal auf diese erste LP genommen, wodurch ihr vielleicht größter Hit „Hamburg brennt“ fehlt, ein „London Calling“ auf dem Gaspedal (auf der EP ist übrigens auch ein ordentliches Cover von „Wir bauen eine neue Stadt“):

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Ufo von 1000 Robota

„UFO“ fehlt etwas die Dringlichkeit des Debüts, das doch über diesem Zweitwerk thront. Dennoch ein starkes Album, das als Weiterentwicklung vor allem Krautrock-Einflüsse neu in den Bandsound integriert – vor allem in den Singles „Fahr Weg“ und „Er sagt“. Der andere herausragende Track „Alter Mann“ geht mit seinem langsamen, noisigem Aufbau sogar in Richtung Post-Rock. Leider fehlt auf Vinyl der Hidden Track, der ja ein Schmählied gegen Thees Uhlmann war.

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Damals auf #4 meiner Alben des Jahres (das Debüt kurioserweise „nur“ auf #7, aber vielleicht war 2008 einfach auch das stärkere Jahr):

„Es gibt wohl kaum eine Band hierzulande, die derart polarisiert wie Hamburgs 1000 Rotzlöffel. Von den einen als Ansammlung unreifer Soziopathen mit müde zusammengeschustertem Post-Punk (zu Unrecht) abgetan, von den anderen als Deutschlands bemerkenswerteteste junge Band gefeiert, die nicht nur die richtigen Vorbilder hat (DAF, Fehlfarben, Neu!), sondern auch die musikalischen Fähigkeiten, auf deren Niveau zu spielen. „UFO“ verliert wenig von der Dringlichkeit des Debüt-Postpunkwirbels, baut aber geschickt und überraschend Krautrockelemente bei „Fahr Weg“ ein – in England wurden die Horrors für eine derartige Entwicklung auf die Cover, in den Himmel gehoben…“

Höhepunkte:
* Wir reissen uns zusammen
* Alter Mann
* hidden track“

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