vonChristian Ihle 10.05.2022

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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„Everything Everywhere All at Once“ ist der originellste Film seit langer Zeit. Ein Feuerwerk an Ideen, ein Metaverse an Möglichkeiten.

Insbesondere die erste Stunde ist wahnsinnig, irre. So schnell! So viel! Und doch so konkret, dass die Grundlagen dieser Familien-Komödie über die Frage nach den besseren, den anderen, den nie gelebten Leben in anderen Paralleluniversen wirklich verständlich gelegt werden. Dazu gelingt dem Regie-Duo Kwan/Scheinert eine Umsetzung dieses Science-Fiction-Szenarios mit einfachen, aber überzeugenden Mitteln – ist also näher an Michel Gondry (ohne dessen Über-Cuteness) als an „The Matrix“.

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Die Gagdichte ist enorm und spätestens bei der „2001 – Odysee im Weltraum“-Sequenz, in der Affen mit Hot-Dog-Händen in grauer Vorzeit siegen und die Evolution von grundauf ändern, war ich sold.

Dass gegen Ende vielleicht etwas arg die Kernfamilie als Lösung jedes Problem in jedem Universum jederzeit postuliert wird und ich nicht ganz den emotionalen Weg mitgehen konnte wie offensichtlich die meisten Zuschauer (imdb: 8,8 / höchstbewerteter Film in der Geschichte von Letterboxd)?

Geschenkt, weil einfach so viel passiert und Kwan/Scheinert hier ein nie endendes Füllhorn an Ideen über den Zuschauer gießen, wie man es lange nicht mehr im Kino gesehen hat.

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