Pet Shop Boys – Relentless (1986)
Ein starkes Remix-Album der Pet Shop Boys, noch im gleichen Jahr wie das Debüt veröffentlicht. „Disco“ besteht aus Dancefloor-Versionen der vier „Please“-Singles plus zwei Non-Album-Songs, die B-Seiten zu „Opportunites“ respektive „Suburbia“ waren. Gerade diese beiden Lieder zeigen aber auch, wie stark damals die Tennant/Lowe-Songwriting-Partnerschaft war, denn „Paninaro“ – über die italienische Jugendkultur, deren Style später von den Football Casuals adaptiert wurde – gehört zum allerbesten, was die Pet Shop Boys je aufgenommen haben und auch „In The Night“ – ein Lied über eine französische Untergrundkultur in der Resistance während der Nazi-Besetzung – hätten das eh schon hervorragende Debütalbum sogar noch bereichert.
Während „Suburbia“ mehr der klassische „extended mix“ ist, der in den späten 80ern & 90ern grassierte, also nur eine längere Version der Single-Variante (mit zusätzlichem Spoken Word – Anteil von Neil), sind die anderen Remixe der Singles tatsächlich recht eigenständig. „Love Comes Quickly“ wird vom Balladenschwof in die Disco gezerrt und „Opportunities“ verliert seinen schiebigen Trademark-Sound über lange Zeit völlig und wird zu einem scharfen Electro-Track. Lediglich bei „West End Girls“ hätte ich mir gewünscht, dass man gleich die fantastische 12inch-Single-Version nimmt, die den Pet Shop Boys – Hit in einem Mashup mit Corey Harts „Sunglasses At Night“ verheiratet. Diese Version wurde übrigens sogar zwei Jahre vor dem Debütalbum auf Grundlage der „West End Girls“-Ur-Produktion von Bobby Orlando veröffentlicht.
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Pet Shop Boys – Relentless (1993)
Die Kompagnon-Platte zur „Very“, quasi das „Disco“-Pendant zur großen 90ies-Chart-Hit-Maschine der Pet Shop Boys. Im Gegensatz zu den „Disco“-Platten sind hier aber sechs neue Songs & gar keine Remixe enthalten, dennoch ist „Relentless“ klar für den Dancefloor gebaut. Allerdings nicht so überzeugend wie „Disco“ damals, auch wenn „The Man Who Has Everything“ & „One Thing Leads To Another“ auf jeden Fall ihre Momente haben. Früher hat mir „Forever in Love“ am besten gefallen, was wahrscheinlich am charakteristischen Schieb-Sound liegt, den beispielsweise auch „It’s A Sin“ auffährt.