vonChristian Ihle 04.08.2026

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Rough Trade Chef Geoff Travis vergleicht Tyler Ballgame mit Elvis, Nilsson und Roy Orbison. Große Namen, doch insbesondere der Seitenblick auf Roy Orbison ist völlig verständlich, überrascht Tyler Ballgame doch mit einer faszinierenden, glockenhellen Stimme. Mehr noch, hat man bei einem Livekonzert die Personen vor Augen, könnte Tyler doch stilistisch genauso der Kassenwart deines Bikerclubs nebenan sein!

Doch Ballgame bespielt im Gegenteil ein zärtliches Feld, ein Sehnen nach Zuneigung und Liebe, das er mit seiner feinen Stimme unterstreicht. Musikalisch fußt das Debütalbum auf einem klassischen Sound der frühen 70er, ist reich instrumentiert und versprüht Authentizität im besten Sinne. Verantwortlich dafür ist auch Jonathan Rado von Foxygen, der die Produktion des Albums übernommen hat und hier wie schon in seiner alten, hart vermissten Hauptband auf analoge Aufnahmetechnik setzt und aufs Beste einen Sound der späten 60er, frühen 70er wieder erweckt. Die Foxygen-Nähe kommt in „Down So Bad“ am meisten zum Ausdruck, das im Gegensatz zu den anderen Songs des Albums stärker noch mal eine den Eindruck einer Roy-Orbison-Live-Performance vermittelt.

Als Nachschub zum vor einigen Monaten veröffentlichten Debütalbum ist nun die Stand-Alone-Single “Live It Down“ erschienen, die ebenfalls in Zusammenarbeit mit Jonathan Rado entstand – was man dem Song auch eindeutig anhört, in seinem schön authentischen 70s West-Coast-Feeling:

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