vonSigrid Deitelhoff 24.05.2020

Prinzenbad-Blog

Freibad-Wetter, gefühlte Wassertemperatur, Gespräche und Gedanken unter der Dusche – der Blog über Deutschlands berühmteste Badeanstalt.

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Für den  25. Mai bekommen nicht nur die ersten Sommerbäder  in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, sondern auch einige Berliner Freibäder den Startschuss für die Saison. Darunter das Sommerbad Wilmersdorf, das Kombibad Spandau-Süd, das Olympiastadion und das Strandbad Wannsee, Jungfernheide, Lübars und Friedrichshagen.

Das Prinzenbad gehört nicht zu den ersten Freibädern in Berlin, die ihre Türen öffnen.Viele der Stammgäste sind natürlich schon ganz ungeduldig und hoffen, dass die Sommer-Saison auch hier bald beginnt.

Hier mal ein Überblick, wann welches Bundesland die Freibäder öffnet oder auch schon geöffnet hat:

Für  die SchwimmerInnen in Baden-Würtemberg, Schleswig-Holstein sieht es schlecht aus. In diesen Bundesländern ist eine Freibad-Öffnung noch nicht absehbar. Ab dem 2. Juni dürfen jedoch in Baden-Würtemberg in den Bädern wieder Schwimmkurse angeboten werden. In Bayern öffnen die Freibäder und Schwimmbadanlagen im Freien am 8. Juni.

Unklar ist auch noch der Zeitpunkt einer Öffnung der Sommerbäder in Hessen und im Saarland. In Hamburg beginnt die Saison am 2. Juni.

In Nordrhein-Westfalen hingegen baden die Menschen schon seit dem 20. Mai und in Sachsen seit dem 15. Mai.

In Sachsen-Anhalt und Brandenburg beginnt die Sommersaison am 28. Mai, in Rheinland-Pfalz am 27.Mai.

In Bremen und Thüringen können die Freibäder ab dem 1. Juni öffnen. Ab dem 15. Juni bei Vorlage eines Hygiene-Konzepts sollen die Bremer Sommerbäder generell geöffnet werden.

Die Pandemie-Regeln sind je nach Bundesland etwas unterschiedlich. Jedoch gilt für jedes geöffnete Frei- bzw. Sommerbad, die Einhaltung der Abstandsregeln.  Und eine Begrenzung der Gästezahl (auch im Wasser) ist vorgesehen, die sich nach der Größe der Bäder und der Becken bemisst. Die meisten Bäder können nur für ein bestimmtes Zeitfenster  gebucht werden.

Für das Prinzenbad (wenn es dann mal öffnet) gilt ebenso wie für die anderen Berliner Frei-  und Sommerbäder: Zeitfenster sind nur online zu buchen, um kontaktloses Zahlen zu ermöglichen. Innenduschen und Umkleideschränke sind gesperrt. Es wird nur eine begrenzte Gästezahl (auch im Wasser) zugelassen. Anstelle des bislang gültigen Tarifsystems wird es einen Einheitstarif geben, der 3,80 € pro Besuch und Zeitfenster beträgt. Ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Rücksicht jedes einzelnen Badegastes ist erforderlich – so heißt es auf der Website der Berliner Bäderbetriebe.

Wir fragen uns natürlich: Was ist nun mit Menschen, die keine Möglichkeit haben ein Online-Ticket zu erwerben? Werden diese Personen vom Schwimmen ausgeschlossen? Bisher haben die Berliner Bäderbetriebe diese Fragen noch nicht beantwortet.

Foto oben: ©Mathias (Matze) Kutscha

 

 

 

 

 

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https://blogs.taz.de/prinzenbad/2020/05/24/welche-sommerbaeder-oeffnen-wann-und-wo/

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kommentare

  • In einem Bericht des Tagesspiegel wird Bädersprecher Matthias Oloew mit der Bitte kolportiert, Menschen ohne Internetzugang nachbarschaftlich bei der Ticketbestellung zu unterstützen. Vielleicht spendieren die Nachbarn ja auch gleich noch den Drucker für das Ticket, das Smartphone für den Quellquode oder die Kreditkarte für die Bezahlung. Zur Erinnerung: die Bäderbetriebe sind eine Anstalt des öffentlichen Rechts, die öffentlichen Zwecken zu dienen hat.

  • Warum die Bäderbetriebe keine Information auf die Website bringen , warum das Prinzenbad nicht öffnet ist ärgerlich.
    Vom Kundenservice kommt auch keine Antwort.
    Schlechter Stil .
    Die Geheimnistuerei ist nicht nachzuvollziehen.

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