vonSigrid Deitelhoff 16.06.2020

Prinzenbad-Blog

Freibad-Wetter, gefühlte Wassertemperatur, Gespräche und Gedanken unter der Dusche – der Blog über Deutschlands berühmteste Badeanstalt.

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Ab morgen können mehr Badegäste die Freibäder besuchen. Nach Genehmigung durch die Senatsverwaltung für Inneres und Sport können die Berliner Bäderbetriebe bereits ab dem morgigen Mittwoch deutlich mehr BesucherInnen in den Bädern zulassen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir zusätzliche Kapazitäten schaffen können“, erklärt Dr. Johannes Kleinsorg, Vorstandsvorsitzender der BBB und dankt allen Kundinnen und Kunden: „Seit der Öffnung der Bäder ab dem 25. Mai haben fast alle die neuen Regeln akzeptiert. Das macht uns optimistisch, dass es auch bei höherer Besuchszahl klappt.“

Die Besuchskontingente der Zeitfenster-Eintrittskarten werden im online-shop nach und nach hinterlegt. Das bedeutet: Es werden z. B. wieder Karten für bereits ausverkaufte Zeitfenster am morgigen Mittwoch erhältlich sein. In einigen Bädern erhöhen sich die Besuchszahlen deutlich. So sind z. B. im Strandbad Wannsee jetzt fast doppelt so viele Sonnenhungrige willkommen.

Trotz der Lockerungen bleiben die Regeln unverändert: Eintrittskarten gibt es nur im online-shop der Berliner Bäder für vorab festgelegte Zeitfenster. Zusätzlich zu den Bezahlmethoden Kreditkarte und paypal ist nun auch die Bezahlung per Girocard (ehem. EC-Karte) eingerichtet.

Zum Kauf der Karte ist es notwendig, Name, Adresse und Telefonnummer zu hinterlegen – auch für die begleitenden Kinder. So können im Bedarfsfall die Kontaktwege durch die Gesundheitsämter nachvollzogen werden. Die Daten werden automatisch nach 28 Tagen gelöscht.

Ausserdem: Ab dem morgigen Mittwoch ist der Besuch der Freibäder für Kinder bis zu 5 Jahren wieder unentgeltlich möglich, wenn Sie von einem Erwachsenen begleitet werden. Aufgrund der Auflagen durch die Corona-Pandemie benötigen jedoch alle Kinder eine separate Eintrittskarte. Das funktioniert im online-shop so: Zunächst bucht ihr eine Eintrittskarte für einen Erwachsenen. Im zweiten Schritt öffnet sich die Option, bis zu zwei weitere Kleinkind-Eintrittskarten zu buchen.

Diese Kleinkind-Karten sind nur in Verbindung mit der Erwachsenen-Eintrittskarte gültig. Die BBB bitten jedoch darum, nur dann diese Eintrittskarten zu buchen, wenn wirklich sicher ist, dass die Kleinkinder die Erwachsenen ins Bad begleiten. Gebuchte und nicht genutzte Kleinkind-Karten blockieren evtl. Zeitfenster für andere Badegäste.

Auch die Spielplätze in den Freibädern werden ab sofort geöffnet. Nach und nach folgen die Planschbecken für kleine Kinder. In den Bädern Humboldthain,Pankow und im Prinzenbad werden die Becken bereits morgen geöffnet.

Wie viel mehr BesucherInnen nach der Lockerung das Prinzenbad gleichzeitig besuchen dürfen, weiß ich nicht. Gehört habe ich (ist aber noch ein Gerücht), das die Zahl für das zweite und das dritte Zeitfenster fast verdoppelt wird.

Na, hoffentlich geht das gut. Schade, wenn das entspannte Schwimmen mit der Erhöhung der Gästezahl vorbei wäre. Ja, ich weiß – dass ist ganz schön egoistisch. Schließlich sollen viele Badegäste die Möglichkeit haben, Schwimmen zu können. Aber ich war in der letzten Woche ein paar mal erst ab 11 Uhr schwimmen. Ich fand es da schon ganz schön voll in den Becken. Aber ein Trost bleibt: Immerhin würden sich so die vielen Security-Personen, denen wir seit der Saisonöffnung überall im Prinzenbad begegnen, lohnen.

Foto oben: ©Mathias Kutscha

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https://blogs.taz.de/prinzenbad/2020/06/16/mehr-badegaeste-im-prinzenbad/

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kommentare

  • Noch nie so schön? Ich fand es noch nie so verkrampft und anstrengend. Diesem Blog würde etwas mehr kritik an den bbb gut tun! Die soziale Mischung im prinzen ist jedenfalls so Monoton wie noch nie.

  • Danke für die Antwort, Sigrid.
    Stimmt schon mit der eigentlich üblichen Regel. Versuche selbst auch immer darauf zu achten und erlebe es auch sonst häufig, dass andere dies so handhaben. Speziell im Prinzenbad mache ich allerdings schon sehr oft die Erfahrung, dass andere Freischwimmer, die vor mir her „zuckeln“, gar nichts davon mitzukriegen scheinen, dass es auch andere Schwimmer*innen geben könnte, die schneller sind…viele kennen ja wahrscheinlich auch das Phänomen des am Beckenrand Wartens und direkt vor einem selbst Losschwimmens. Auf jeden Fall ist es da dann eben schwierig mit der Beckenrandregel.
    LG
    CG

  • Im Prinzenbad-Sportbecken sind die Doppelbahnen so breit, dass das Überholen in der Mitte der Bahn toleriert wird. In anderen Bädern wird das strenger gehandhabt, weil beim Überholen wohl kein genügender Abstand gewährleistet werden kann. Da ist es dann wichtig, dass die langsamen SchwimmerInnen rechts am Beckenrand die Schnelleren vorlassen. Aber es gibt natürlich immer Mitschwimmer, die diese Regel (die übrigens eine ganz übliche ist – egal in welchem Schwimmbad) nicht einhalten. Manche wissen es nicht , einigen ist es auch egal und es gibt auch immer die, die ihre Schwimmgeschwindigkeit nicht einschätzen können bzw. überschätzen.

  • ich hätte mal eine Frage. Kann sich jemand einen Reim auf diese Regel machen: Überholen ist nur möglich am Beckenrand, wenn das Ende der Bahn erreicht ist.?
    Wenn ich die ganze Bahn über hinter der langsameren Person vor mir bleiben muss, wird diese vor mir am Beckenrand ankommen und sich dort abstoßen bzw. wenden. Wie soll so ein Überholvorgang möglich sein?
    Danke
    cg

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