vonSigrid Deitelhoff 23.06.2021

Prinzenbad-Blog

Freibad-Wetter, gefühlte Wassertemperatur, Gespräche und Gedanken unter der Dusche – der Blog über Deutschlands berühmteste Badeanstalt.

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Für Berliner Kinder bis einschließlich zwölf Jahren ist der Freibad-Eintritt während der Sommerferien frei. Da jedoch die Pandemie noch immer dazu führt, dass die Bäder mit Zeitfenstern und Besuchs-Kontingenten arbeiten müssen, ist der kostenfreie Zutritt nur mit einem vorab gebuchten Zeitfenster möglich. Die Karten, die im Online-Shop der Berliner Bäder-Betriebe (BBB) erhältlich sind, können dann jeweils vier Tage im Voraus gebucht werden.

Hierfür stellt der Senat den Berliner Bädern etwa 760 000 Euro zur Verfügung. Das Angebot ist als Dankeschön für die Familien gedacht, da diese von den Pandemie-Einschränkungen besonders belastet gewesen sind. Die Mittel würden reichen – so die Berliner Bäderbetriebe – um allen Kindern einen kostenlosen Eintritt zu ermöglichen, vorausgesetzt, sie können eine Eintrittskarte ergattern. Die Kapazität soll in dieser Woche noch einmal angehoben werden. Zusätzlich zu den allgemeinen Kontingenten wollen die Bäderbetriebe ein Extra-Kontigent für Kinder in den Ferien zur Verfügung stellen.

Es gibt darüber hinaus noch eine weitere neue Regelung: BesitzerInnen von BäderCards und Mehrfachkarten müssen kein Online-Ticket mehr buchen. Es reicht, wenn sie ihre Karte am Eingang vorweisen. Da stellt sich natürlich die Frage, was passiert, wenn die Anzahl der Badegäste pro Zeitfenster erreicht wurde? Werden die JahreskartenbesitzerInenn trotz Besucherbeschränkungen dennoch herein gelassen? Gerüchte besagen, dass eventuell zwischen Stammgästen und FremdschwimmerInnen unterschieden werden soll. Dann doch lieber wieder Online-Buchungen…?! Und was ist eigentlich mit der Corona-Nachverfolgung? Online-Buchungen sollten ja auch diesem Zweck dienen. Mit dessen Hilfe sollten Infektionsketten nachvollzogen werden können. Die BäderCard oder Mehrfachkarte wird diesem Aspekt nicht gerecht. Soweit ich weiß, werden Bädercards und Mehrfachkarten beim Eintritt nicht digital eingelesen oder habe ich da was nicht mitbekommen…? Die Kapazitäten-Erweiterung scheint nicht ganz zu Ende gedacht/ausgereift zu sein.

Foto: ©Sigrid Deitelhoff

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https://blogs.taz.de/prinzenbad/2021/06/23/weitere-lockerungen/

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kommentare

  • Ich weiß nicht, ob das stimmt oder nur ein Gerücht ist… Anscheinend sollen demnächst 1400 Menschen pro Zeitfenster zugelassen werden – das Kontingent also rapide erhöht werden. Irgendwas über 300 dürfen aber aufgrund der Pandemieregeln nur in den Innenbereich,wo die Becken sind. Wie das gehen soll, frage ich mich. Wenn dann das Wetter dementsprechend ist und viele kommen, ist Stress vorprogrammiert, wenn viele dann – ohne geschwommen zu sein – am Ende des Zeitfensters das Bad wieder verlassen müssen. Ich hoffe, dass das mit dieser enormen Erhöhung den Kontingents nur ein Gerücht ist.

  • Also für Kinder muss online ein Ticket gebucht werden (somit ist die Kontaktnachverfolgung gesichert). BäderCard-Besitzer sind registriert und könnten alle informiert werden im hoffentlich nicht eintretenden Fall der Fälle. Unklar ist mir, wie das bei Schwimmern mit Mehrfachkarten funktionieren soll, eher gar nicht vielleicht.

    Und ich stimme Uwe zu, dass es damit sehr unübersichtlich wird, wie viele Menschen gerade im Bad sind. Da man die PremiumCard nur vorzeigen muss, wird man/Frau nicht gezählt. (Und wie oben: Wie man mit der Mehrfachkarte Zutritt erhält, weiß ich leider nicht.)

    Heute Morgen war es sehr übersichtlich, es fühlte sich bissel an wie früher: Es regnet also bleibe ich zu Hause und gehe erst Morgen wieder Schwimmen. Aber das kann nicht daran gelegen haben…

  • So sehr ich den Kindern und Bäder Card Nutzern den unkomplizierten Zugang gönne, die Kontaktnachverfolgung hat sich erledigt bei dem freien Zugang .
    Und wenn im Innenbereich nur 350 Badegäste sein dürfen ist das extreme Schlange stehen vor dem Durchlaufbecken vorprogrammiert.
    Ohne Abstand dann und dann kann man sich die online Bucherei und vermeintliche Obergrenzen beim Zugang gleich sparen.
    Da hatten. BBB und der Senat mal wieder keine Sternstunde.
    Wie immer mit der heißen Nadel gestrickt, zum Ende der Wahlperiode das übliche Trauerspiel der letzten fünf Jahre im Senat

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