vonDetlef Berentzen 09.01.2019

Dr. Feelgood

Detlef Berentzen, Ex-tazler, Autor für Funk und Print, verbreitet hier „News“ der anderen Art. Gute zum Beispiel. Macht die Welt hör-und lesbar.

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Nicht nur aus den Dingen schwindet die Wärme. Doch wenn man die folgenden Sätze liest, am Grab von Hans Fallada, am ersten Tag des neuen Jahres, dann wird’s wieder ein wenig wärmer im Herzen! Diese Sätze aus „Kleiner Mann- was nun?“ sind wie ne dicke Jacke und wurden einst auf einer „Remington portable“ geschrieben (fr)

 
„Und plötzlich ist die Kälte weg, eine unendlich sanfte, grüne Woge hebt sie auf und ihn mit ihr. Sie gleiten empor, die Sterne funkeln ganz nahe; sie flüstert: »Aber du kannst mich doch ansehen! Immer und immer! Du bist doch bei mir, wir sind doch beisammen!« Die Woge steigt und steigt. Es ist der nächtliche Strand zwischen Lensahn und Wiek, schon einmal waren die Sterne so nah. Es ist das alte Glück, es ist die alte Liebe. Höher und höher, von der befleckten Erde zu den Sternen. Und dann gehen sie beide ins Haus, in dem der Murkel schläft.“  (Hans Fallada, 1932)

 

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