01.02.2012 von Achmed Khammas
Ich habe mich die ganze Zeit zurückgehalten, aber was zuviel ist ist zu viel.
Nachdem heute ein weiterer Hetzartikel auf Spiegel-Online erschienen ist, habe ich dort folgenden Kommentar gepostet, den ich hier veröffentliche, weil er dort höchstwahrscheinlich zensiert wird (wie schon alle anderen – höflichen und sachlichen! – Kommentare, die ich zuvor geschrieben habe). Der Satz in Anführungszeichen ist ein Zitat:
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“…ihr eigener Schwiegervater gewesen, der 1982 in der Stadt Hama ein Massaker an bis zu 20.000 Sunniten befohlen habe…”
Ich spreche offen, da Ihr diesen Eintrag sowieso nicht veröffentlichen werdet (wie schon alle vorangegangenen nicht).
Es ist einfach zum kotzen, wie IHR (der Spiegel) Euch habt korrumpieren lassen.
Hafez al-Assad hat damals einen militanten, bewaffneten Aufstand der Moslembrüder niedergeschlagen, die eine islamistisch-theokratische Herrschaft anstrebten – die möglicherweise schlimmer gewesen wäre, als alles was in Persien passiert ist.
Die allererste Bombe in Damaskus ist direkt neben unsererm… weiter lesen
22.01.2012 von Achmed Khammas
In Berlin wird ein Araber in seiner Wohnung erschossen. In Serbien treffen sich die Anhänger eines vergessenen Erfinders. In Sibirien verschwindet ein Ort von der Landkarte. Nur einer weiß, wie die Ereignisse zusammenhängen: Jack Wilson, Elite-Ingenieur mit indianischen Wurzeln. Zur Sonnenwende wird er die Zivilisation an ihr Ende bringen. Am Tag des Todestänzers …
So lautet jedenfalls der Klappentext des merk-, denk- und lesewürdigen Romans Der Todestänzer von John F. Case, erschienen im Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 2008. Wobei ich stark hoffe, daß solche Realitätsmodelle schön brav in ihren Buchdeckeln verbleiben. Denn sonst würde ich mir wirklich in die Hosen machen…

Es ist ein etwas seltsamer Roman, besonders am Schluß, wenn der Protagonist Jack Wilson seine lange geplante und aufwendige Rache-Aktion (mit einem Resonanz-EPM) deshalb nicht durchführt, weil seine frisch angetraute Liebe – wie er erst im allerletzten Moment erfährt – einen Herzschrittmacher hat. Statt dessen opfert… weiter lesen
02.01.2012 von Achmed Khammas
Diesmal ein kleiner Link in eigener Sache.
Pünktlich zum Jahresanfang ist dort die SF-Kurzgeschichte Michaela wacht veröffentlicht worden.
Eine Empfehlung!
Um die Kommentare zu sehen bitte Artikeltitel anklicken…
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(Mit Dank an Florian Rötzer)
28.12.2011 von Achmed Khammas
Habe ich eigentlich schon mal gesagt, daß ich Andreas Eschbach sehr mag?! Er ist meines Erachtens der beste zeitgenössische deutsche SF-Autor, dessen Oeuvre glücklicherweise auch beharrlich und äußerst anregend wächst und wächst.
Neben seinen Jugendromanen, die ich ebenfalls mit viel Spaß gelesen habe (wie beispielsweise die Pentalogie Das Marsprojekt), hat mich schon sein Erstlingswerk Die Haarteppichknüpfer so beeindruckt, daß ich die Bilder, die sich beim lesen aufdrängten, nie wieder vergessen habe. Und schon hier erwies sich Eschbach als Meister eines subtilen Grauens, das dabei so sanft daherkommt, wie das freundliche Lächeln, das Eschbachs Gesicht auf den meisten Fotos ziert.

Aus dem Roman Eine Billion Dollar habe ich mehr über die globalen Wirtschafts- und Finanzkreisläufe gelernt, als zehn Banker in ihren Samsonite-Köfferchen verstauen können, und in dem wunderbar aktuellen Ausgebrannt habe ich mich gar selbst wiederentdeckt – in der Figur des Bruders, der jahrzehntelang mit seiner kleiner Firma… weiter lesen
25.12.2011 von Achmed Khammas
Im Laufe des Jahres wurde nachgewiesen (was alle SF-Leser natürlich schon längst wußten), daß die Lichtgeschwindigkeit mitnichten nicht überschritten werden kann. An der theoretischen Widerlegung Einsteins hatten Aberhunderte Wissenschaftler und Hobbyforscher Jahrzehntelang gearbeitet, ohne daß sie jemals besonders wahrgenommen worden sind.
Um so hübscher, daß die Überlichtgeschwindigkeit nun – so wie es sich gehört – aus dem Labor kommt, und dort auch mehrfach verifiziert wurde.
Diese Meldung hier bedeutet mir aber eine noch größere Freude: es geht um Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von 114 % – was natürlich erklärungsbedürftig ist.
Aber alleine schon die ‚offizielle Akzeptanz’ einer Überschreitung der bislang ebenso festbetonierten Meinung, daß ein Wirkungsgrad über 100 % physikalisch (oder sonstwie) unmöglich sei, sollte die Sektkorken zum ploppen bringen..!
Im März dieses Jahres erschien eine Studie amerikanischer Physiker der Colorado School of Mines um Mark Lusk, in der berechnet wurde, inwieweit die Größe von Quantenpunkten Einfluß auf… weiter lesen
12.12.2011 von Achmed Khammas
Sorry für die Pause … ein selbstverschuldeter Rechnercrash hatte mich etwas aus der Bahn geworfen. Inzwischen ist aber alles wieder in Ordnung!
Sicherlich stellt sich auch bei vielen von Euch die Frage nach einem sinnvollen Weihnachtsgeschenk für die Schwiegermutter, den Patenonkel oder die Nachtschwester. Oder für die beste Freundin bzw. den besten Freund
Meine Empfehlung lautet:

Anm.: Ich habe das Buch selbst zwar noch nicht gelesen, kenne aber die hohe Professionalität der Autoren, die mit Albert auch per Du waren.
Näheres hier: AT-Verlag.
Und für die Kenner noch ein nettes Foto der entsprechenden Darreichungsform – mit der Inkonisierung der wohl berühmtesten Fahrradfahrt der Neuzeit. Danke Albert!

Bildquelle: Unbekannt (aufgrund des Handschuhs möglicherweise aus der Asservatenkammer)
06.11.2011 von Achmed Khammas
Endlich!! Es war wirklich höchste Zeit!
Statt mit einer Kamera-Drohne in Nachbars Kamin zu linsen, kann man schon bald selber mit Blüten (oder Farbeiern) von oben werfen: Sobald nämlich das Start-up e-volo aus Karlsruhe seinen Multicopter vermarktet – ein ultraleichtes Fluggerät von rd. 5 x 5 m Größe, dessen vier Ausleger mit jeweils vier Elektropropellern für den senkrechten Aufstieg sorgen:

Das Leergewicht beträgt etwa 80 kg, und die Lithium-Akkus bieten gegenwärtig – je nach Zuladung – eine Flugdauer von bis zu 20 Minuten. Und das ist natürlich erst der Anfang!
Auf einem Video ist zu sehen, wie der Prototyp des Multicopters vor kurzem seinen Jungenflug absolviert hat. Glückwunsch, Jungs!!
15.10.2011 von Achmed Khammas
Klar, China Miéville schreibt verdammt gut. Für sein Buch Der Eiserne Rat hat er berichtigtermaßen den Locus Award bekommen – und für Die Stadt und die Stadt ebenso. Nun bin ich äußerst gespannt, ob er mit Der Krake weiter so abräumt – denn verdient hätte er es wahrlich!
Eine nicht enden wollende Explosion skurriler Ideen, Personen, Dinge und Wesen – die alle um ein gewaltiges Loch kreisen, das der spurlos verschwundene Riesenkrake des Naturhistorischen Museums in London hinterlassen hat.

Ich habe selten einen Roman gelesen, der so gekonnt alte Kulte, Weltverschwörungen, Golems und Kuratoren miteinander verknüpft… und gleichzeitig noch so viel Spaß macht. Selbst dann, wenn die Akteure gerade mitten in der Tinte sitzen. In der Krakentinte natürlich.
Ganz reizend fand ich außerdem Der wilde Planet von John Scalzi (Heyne) – eine freie Nacherzählung der Story Little Fuzzy von H. Beam Pieper, die mich in meiner frühen Jugend stark… weiter lesen
07.10.2011 von Achmed Khammas
Ein herzlicher Glückwunsch geht an die US-Firma Pipistrel, die sich allerdings nicht mit Urologie beschäftigt, wie der Name implizieren könnte, sondern mit Elektroflugzeugen. Mit ihrem Taurus G4 hat sie jüngst den 1,35 Mio. $ schweren NASA-Preis des Green Flight Challenge gewonnen – im Wettbewerb gegen 13 Teams.
Das Konzeptflugzeug für vier Personen, die jeweils zu zweit in getrennten Gondeln sitzen, besteht aus einer leichten Kohlefaser-Kevlar-Konstruktion und wird von Lithium-Polymer-Akkus und einem leistungsstarken Elektroantrieb in die Luft gebracht:

Im Gegensatz zu dem Taurus Electro G2, den es schon zu kaufen gibt, handelt es sich bei dem G4 allerdings um einen Prototyp, der genutzt wird, um den Motor, die Akkus und das Power-Management-System für klimafreundliche Hybrid- und Elektro-Flugzeuge zu optimieren.
Der G4 fliegt die geforderte Strecke von 200 Meilen (360 km) in zwei Stunden – ausschließlich mit Strom, der natürlich auch ‘grün’ sein kann, wenn er z.B. aus Solarzellen… weiter lesen
26.09.2011 von Achmed Khammas
Ein sehr empfehlenswertes Event, auf das ich unbedingt hinweisen will:
Am Freitag, 30. September 2011, veranstaltet das Label Klangwirkstoff Records ab 21:00 einen außergewöhnlichen Abend mit Vorträgen und Konzerten – diesmal im Ritter Butzke (Ritterstraße 24 in Kreuzberg ).
Neben neuer Musik, magischen Klängen und Kosmischen Oktaven gibt es Vorträge von Christian Rätsch und Hans Cousto - sowie die Release Party der aktuellste CD: Cosmic Octave Orchestra – Gaiatron.

Dazu beschreibt Barnim Schultze die Kompositionstechnik auf Basis der Wasserstoffspektren, den damit verbundenen Begriff der „sich selbst komponierender Musik“ sowie Erfahrungen mit diesem Tonmaterial.
Hier gibt es die Details:
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