Unfähigkeit oder Manipulation? Sämtliche Umfrageinstitute in Kolumbien lagen voll daneben. Uribe-Kronprinz Juan Manuel Santos hat die erste Runde der Präsidentenwahl klar für sich entschieden. Matador sieht das Ergebnis so:
Archive for Mai, 2010
Krieg oder Frieden, Sicherheit, Korruption und Menschenrechte – es steht viel auf dem Spiel bei der Präsidentenwahl in Kolumbien. Nach den Umfragen läuft am Sonntag alles auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Regierungskandidaten Juan Manuel Santos und dem Grünen Antanas Mockus hinaus. Die endgültige Entscheidung dürfte aber erst in einer Stichwahl am 20. Juni fallen.
Ex-Verteidigungsminister Santos gibt sich als Garant der Kontinuität. Die umstrittene Politik der “demokratischen Sicherheit” des Staatschefs Álvaro Uribe, einer harten Linie gegen die Guerilla und eines weniger dezidierten Kampfs gegen Todesschwadronen, will er fortsetzen. Bogotás Ex-Bürgermeister Mockus hingegen betont die Menschenrechte: Um rasche Erfolge im Kampf gegen die Farc-Rebellen zu erreichen, hätten Regierung, Großgrundbesitzer und Unternehmer immer wieder auf die rechtsextremen Paramilitärs gesetzt. Solche “Abkürzungen” dürfe es künftig nicht mehr geben, sagt Mockus. Er werde sich auf legale Mittel beschränken.
Nachdem das Verfassungsgericht im Februar einer dritten Amtszeit… weiter lesen
Bei den Parlaments- und Kommunalwahlen in der Dominikanischen Republik hat die Junta Central Electoral das vorläufig amtliche Endergebnis bekannt gegeben. Danach hat die Partei der Dominikanischen Befreiung (Partido de la Liberaci¢n Dominicana - PLD) 31 der insgesamt 32 Sitze im Senat errungen, bisher waren es 22. … weiter lesen
Bei den Parlamentswahlen in der Dominikanischen Republik hat der amtierende Staatspräsident Leonel Fernández seine Macht weiter ausgebaut. Seine Partei der dominikanischen Befreiung (PLD) hat die Mehrheit im Senat und in der Deputiertenkammer erringen können. Auch die große Mehrzahl der Kommunen wird künftig von Gefolgsleuten der PLD regiert. … weiter lesen
Der Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) wird die Dominikanische Republik vor dem Menschengerichtshof in San José, Costa Rica, anklagen. Die Kommission will dadurch die dominikanische Regierung zwingen, Auskunft über das Schicksal des am 26. Mai 1994 verschwunden Universitätsprofesoren und Journalisten Narciso „Narcisazo“ González, ein politischer Gegner des damaligen Staatspräsidenten Joaquín Balaguer, zu geben. Gemeinsam mit der dominikanischen Wahrheitskommission, die das Verschwinden des Oppositionellen untersucht, hat das Zentrum für Gerechtigkeit und Internationales Recht (CEJIL) den Fall vor die Menschenrechtskommission gebracht. González war wenige Tage nach den Präsidentschaftswahlen vor 16 Jahren verschwunden. Wegen Wahlfälschungen war es damals zu schweren Unruhen gekommen.
Im Jahre 2002 habe ich dazu Artikel veröffentlicht, die versucht haben, dem Schicksal des Verschwundenen nachzugehen: … weiter lesen
Zum guten Schluss bekamen die Organisatoren der “Feria de Libro 2010″ in der dominikanischen Hauptsatadt Santo Domingo kalte Füsse. Der “Triumph des Willen”, der NS-Propagandafilm von Leni Riefenstahl, den sie als einen der “zehn besten Dokumentarfilme der Welt” angekündigt hatten, wurde Donnerstagabend kurzfristig abgesetzt. Tagelange Proteste einzelner dominikanischen Intellektuellen, die sich gegen die unkommentierte Veröffentlichung des Films über den NSDAP-Parteitag 1934 in Nürnberg wandten, und Presseberichte blieben vergeblich. “Der Film wird gezeigt”, wurde inoffiziell mitgeteilt. Offizielle Stellungnahmen gab es weder von der Leitung der Buchmesse noch vom zuständigen Kulturministerium. Auch schriftliche Anfragen des Autors an die Pressestelle blieben unbeantwortet.
Am Donnerstag kam dann die Wende. Wenige Stunden vor der Vorführung wurde “Der Triumph des Willens” ohne Kommentar vom Programm gestrichen. Wie auf der Buchmesse bekannt wurde, hat eine Anfrage der israelischen Botschaft, warum ein ausgewiesener NS-Propagandafilm gezeigt werde, die Verantwortlichen “zum Umdenken” bewegt. Anstelle von Leni Riefenstahls Auftragsarbeit für Adolf… weiter lesen
Erotische Darstellungen möchte die Leitung der diesjährigen Buchmesse in der dominikanischen Hauptstadt Santo Domingo den Besuchern nicht “zumuten”. Deshalb verboten die Verantwortlichen der Feria del Libro 2010 den Verkauf und die Ausstellung des Buches “El Kama Sutra Dominicano” des dominikanischen Arztes und Leiters der Dominikanischen Vereinigung der Buchverleger, Dr. Dennis Pe¤a. Obwohl er seinen Band dezent gestaltet und nur Erwachsenen zugänglich machen wollte, blieben die Verantwortlichen der wohl wichtigsten Buchmesse der Karibik unerbittlich. Auch Erwachsene durften keinen Blick zwischen die Umschlagdeckel werfen. … weiter lesen
In Chile war Barrios, der in den 60er-Jahren mit Boleros wie “Mi niña bonita” berühmt wurde, mindestens so populär wie in seiner Heimat – vermutlich handelte es sich um den beliebtesten Peruaner südlich von Tacna (und insbesondere in der chilenischen Grenzstadt Arica). “La joya del Pacífico”, die von ihm im Stil eines vals peruano gesungene Liebeserklärung an Valparaíso sicherte ihm ewigen Ruhm in der chilenischen Hafenstadt, seine Verbundenheit mit dem Nachbarland bescherte ihm 2002 einen Verdienstorden aus den Händen des damaligen Staatspräsidenten Ricardo Lagos.
Als rey de la canción cebolla wurde Barrios in den chilenischen Medien apostrophiert – als König der Tränendrüse, wenn man so will. Das war in seinem Fall gar… weiter lesen





