Archive for September, 2011

30.09.2011 von Gerhard Dilger
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Tu, was du sagst, Evo!

von Gerhard Dilger

“Bolivien hat in den größten Herausforderungen unserer Zeit Führungsstärke gezeigt”, schreibt Pablo Solón, der bis Ende Juni Boliviens UN-Botschafter war, in einem offenen Brief an Evo Morales.

Morales und Solón auf dem Alternativen Klimagipfel von Cochabamba

“Wir dürfen nicht die Rezepte des gescheiterten Entwicklungsdenkens wiederholen, das das Verhältnis der Menschheit zur Mutter Erde bis an eine Bruchstelle gebracht hat”, so Solón weiter. Um die derzeitige Krise zu überwinden, wünscht er sich, dass Morales die Fernstraße um das TIPNIS-Schutzgebiet herum bauen lässt. Die Verantwortlichen für den Polizeieinsatz am letzten Sonntag sollten bestraft werden.

Der Brief schließt mit dem Appell:  “Wir müssen einen breiten partizipativen Prozess einleiten, eine landesweite Debatte  um eine neue Agenda im Rahmen des Guten Lebens”.

Hier die englische Übersetzung:

President and

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29.09.2011 von Gerhard Dilger
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Neue Hindernisse für Belo Monte

von Gerhard Dilger
Ein brasilianisches Bundesgericht hat einen Baustopp für das Megaprojekt im Amazonasgebiet angeordnet. Übertriebene Hoffnungen sind allerdings fehl am Platz.

Die Verfügung lässt keine Zweifel offen: Bei dem geplanten Bau des Wasserkraftwerks Belo Monte am Amazonas-Nebenfluss Xingu sei der Lebensunterhalt von 1000 Fischerfamilien gefährdet, urteilte ein brasilianischer Bundesrichter. Dem Baukonsortium Norte Energia wird daher “die Errichtung von Häfen, Explosionen, der Bau von Dämmen, der Aushub von Kanälen” untersagt, also “jeglicher Eingriff in den natürlichen Lauf des Xingu mit daraus resultierenden Störungen der Fischpopulationen”.

Seit Jahrzehnten wehren sich die indigene Bevölkerung und Umweltschützer gegen das Megaprojekt, für das Zehntausende umgesiedelt werden müssten. Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff argumentiert dagegen, Belo Monte sei unverzichtbar für die Entwicklung des Landes. In der Justiz sind über zehn weitere Verfahren anhängig, darunter eines wegen der “Verletzung der Naturrechte”. Aller juristischen Einwände zum Trotz hat das Umweltministerium stets die erforderlichen Baugenehmigungen… weiter lesen

28.09.2011 von Gerhard Dilger
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Yasuní-ITT: Der Eiertanz der Union

von Gerhard Dilger

Anlässlich der heutigen Sitzung des Bundestagsausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zum Thema Yasuní-ITT-Initiative hat die SPD-Bundestagsfraktion folgende Erklärung (pdf) verbreitet:

Naturschutz statt Öleinnahmen: Die Bundesregierung lässt Ecuador im Stich

In der heutigen Sitzung des Umweltausschusses des Deutschen Bundestags zur “ITT-Yasuní-Initiative” hat die Opposition einstimmig die Beschlusslage zum Projekt “Yasuní-Nationalpark” von 2008 bekräftigt. Damals hatte sich der Bundestag einstimmig fuer den Erhalt des Nationalparks ausgesprochen und Ecuador Unterstützung bei dem Erhalt der Biodiversität und der Armutsbekämpfung zugesichert, wenn sich die Regierung Ecuadors verpflichtet, die Ölvorkommen unter dem Nationalpark nicht zu fördern.

Bei der erneuten Abstimmung zum Beschluss verließen heute die Abgeordneten der Union fluchtartig den Ausschusssaal, während die Koalitionskollegen der FDP gegen den Beschluss stimmten.

Die Lage ist verfahren: Die Bundesregierung weigert sich derzeit, ihre international gemachte Zusage zu erfüllen und das Projekt zur Erhaltung des Yasuní-Nationalparks mit 40 Millionen Euro zu unterstützen. Im Parlament

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28.09.2011 von Gerhard Dilger
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Vox populi

von Gerhard Dilger

Ausriss aus dem heutigen Estado de São Paulo, der brasilianischen FAZ:

“Papa Lula”, haben die Demonstranten in La Paz Evo Morales in den Mund gelegt, “solange ich an der Regierung bin, gewinnt Brasilien”.

Und hier eine Analyse des Democracy Center aus Cochabamba.

27.09.2011 von Gerhard Dilger
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Dyls Doppelpack (7): Shakira

von Gerhard Dilger

Shakira ist Mensch des Jahres (!) 2011. Diese Stücke zeigen: Sie hätte das Zeug zu einer wirklich großen Künstlerin gehabt.

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Nachtrag für alle im Einflussbereich der GEMA: Auf Shakiras Website die frühen Videos aus den Jahren 1996/97. Und hier Hay amores vom Soundtrack der García-Márquez-Verfilmung “Die Liebe in den Zeiten der Cholera” (2007).

26.09.2011 von Gerhard Dilger
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So nicht!

von Gerhard Dilger

Aus dem Rücktrittsschreiben der bolivianischen Verteidigungsministerin Cecilia Chacón an Evo Morales:

Ich teile die Interventionsmaßnahme der Regierung gegen den Marsch nicht. Ich kann sie weder verteidigen noch rechtfertigen, solange es Alternativen im Rahmen des Dialogs, des Respekts der Menschenrechte und der Verteidigung von Mutter Erde gibt. Anstatt die Rechte zu isolieren, stärken die ergriffenen Maßnahmen deren Handeln und Manipulation (…) mit dem Ziel, den Prozess des Wandels anzugreifen, der die Bolivianer so viel gekostet hat.

So nicht! Wir haben mit dem Volk vereinbart, die Dinge anders zu machen.

26.09.2011 von Knut Henkel
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Der Fluch der 26.

von Knut Henkel

Die 26. Straße treibt den Menschen in Bogotá tagtäglich den Zorn ins Gesicht, denn eine der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt ist Baustelle. Da sorgt für Staus, Mißmut und Wut. Zurecht, denn der Umbau der Straße war schlecht geplant, kostet Unmengen an Geld und lässt dubiose Politiker und Baufirmen profitieren. Eine kolumbianische Realitätssatire. … weiter lesen

24.09.2011 von Gerhard Dilger
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Über 52 Millionen Dollar im Yasuní-Treuhandfonds

von Gerhard Dilger

Es war eine gute Woche für den Yasuní-Nationalpark im ecuadorianischen Amazonasgebiet – vielleicht die beste seit Beginn des visionären “Dschungel statt Öl”-Projekts vor vier Jahren. Am Rande der UN-Vollversammlung in New York wuchs am Freitag der Optimismus, dass die Ölförderung im Osten des Yasuní-Parks doch noch zu verhindern ist. Die Regierung Ecuadors ist bereit, das Öl in der Erde zu lassen, wenn international die Hälfte der erwarteten Öleinnahmen zusammenkommt.

“Eine Bankerin hat ein Jahresgehalt für das Projekt gespendet”, berichtete Staatschef Rafael Correa. Außerdem zahlt Italien 35 Millionen Euro in den Treuhandfonds ein, der 2010 unter dem Dach der Vereinten Nationen gegründet wurde.

“Das gibt uns neuen Auftrieb”, sagte der Präsident, der bis zum Jahresende 100 Millionen US-Dollar erhofft. Mindestens 52,3  Millionen Dollar seien bisher eingetroffen, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Mit dem Geld aus dem Fonds sollen 45 neue Naturschutzgebiete eingerichtet, Wiederaufforstung und erneuerbare Energien vorangetrieben und Forschungsprogramme… weiter lesen

23.09.2011 von Gerhard Dilger
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Besser spät als nie: CDU/CSU wieder für Yasuní-ITT

von Gerhard Dilger

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Gut drei Jahre nach dem einstimmigen Bundestagsbeschluss zugunsten Ecuadors bahnbrechender “Dschungel-statt-Öl”-Initiative Yasuní-ITT bezieht die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wieder öffentlich Position.

Zur heutigen Sitzung am Rande der UN-Vollversammlung, zu der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und Ecuadors Präsident Rafael Correa auch Kanzlerin Angela Merkel eingeladen hatten, erklären die Bundestagsabgeordneten Christian Ruck (CSU) und Anette Hübinger (CDU):

Bei der Konferenz der Vereinten Nationen am 23. September wird über den Schutz des von einzigartiger Artenvielfalt geprägten Yasuní-Nationalparks in Ecuador gesprochen. Die Bundesregierung sollte hieran mit einer konstruktiven Haltung teilnehmen.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion spricht sich für einen finanziellen Beitrag Deutschlands für den von Ecuador vorgeschlagenen Ansatz (sogenannte Yasuní-ITT-Initiative) aus. Mit einer Zusage Deutschlands für den zu diesem Zweck vom UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) eingerichteten Fonds würde in mehrfacher Hinsicht ein wichtiges politisches Signal ausgesandt:

- Deutschland würde seine Führungsrolle bei der Unterstützung des globalen Schutzes der Wälder und der Biodiversität

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21.09.2011 von Knut Henkel
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Angriff auf den “Held der Umwelt”

von Knut Henkel

In der Grenzregion im Norden Perus befinden sich große Vorkommen an Kupfer und Molybdän. Die sollen in der Erde bleiben, wenn es nach der lokalen Bevölkerungsmehrheit geht. Das sehen allerdings nicht alle so, wie ein Angriff auf Perus bekanntesten Umweltschützer Marco Arana zeigt.

Marco Arana war auf dem Weg zu den Feiern anläßlich des vierten Jahrestags des Referendums in Huancabamba.  Dort hatten am 18. September 2007 mehr als 90 Prozent der Bewohner der Provinzstadt im Norden Perus für die Landwirtschaft und gegen den Bergbau gestimmt. Ein Erfolg für den Erhalt des einzigartigen Ökosysstems in der Region, den Arana, ein ehemaliger Pater, der vor zehn Monaten in die Politik ging, mit den lokalen Umweltaktivisten feiern wollte.

Marco Arana ist Perus bekanntester Umweltschützer und wurde 2009 vom Time Magazine zum "Held der Umwelt" gekürt.

Doch als der Wagen Aranas das Dorf Cajas Capsol passierte, wurde der PKW von Kugeln und… weiter lesen