Archive for März, 2012

25.03.2012 von Knut Henkel
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Der Traum vom Meer

von Knut Henkel

Am 23. März sind in Bolivien alle Freizeitkapitäne auf den Beinen. Dann ist der „Tag des Meeres“ und wie jedes Jahr hat Präsident Evo Morales auch diesmal versprochen, dass Bolivien in absehbarer Zeit seinen Zugang zum Meer erhalten werde.

„Die Chilenen wären verrückt, wenn sie uns auch nur einen Zipfel zurückgeben würden. Sie verdienen doch gut damit“, erklärt Richard Udler und lässt eine Blaskapelle der Marine an sich vorbeiziehen. Am 23. März ist Marschmusik angesagt rund um das Verteidigungsministerium, das heute mit zwei riesigen Transparenten dekoriert ist. Ein großes Frachtschiff ist auf dem einen zu sehen, auf dem anderen ein Kriegschiff. Der Tenor auf den beiden bunten Bannern ist der Gleiche. „Wir wollen unseren souveränen Zugang zum Meer wiederhaben“, lautet er und glaubt man Präsident Evo Morales, dann stehen die Chancen dafür gar nicht schlecht.

Evo Morales grüßt die Militärkapellen
Evo Morales grüßt die Militärkapellen zum Tag des Meeres
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15.03.2012 von Gaby Küppers
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Auf immer, Ernesto!

von Gaby Küppers

Ernst-Ernesto ist nicht mehr da. Das ist nur schwer zu ertragen. Ganz heimlich haben wir alle, die ihn kannten, auf die eine Ausnahme gehofft. Wenigstens er sollte unsterblich sein. Weil er der alte Widerstandskämpfer war, der nie aufgegeben hat. Weil er der Lehrer war, der nie belehrt hat. Weil er bis zum Schluss vorwärts gedacht hat. Weil er uns alle fasziniert hat. Weil er unendlich solidarisch war. Weil er Humor hatte.

 

Doch Ernst-Ernesto Kroch ist am 11.März 2012 mit 95 Jahren in Frankfurt/Main gestorben. Das war just am Jahrestag der Katastrophe von Fukushima. Ein Tag, der mich noch einmal sehr mit Ernst Kroch verbunden hat. Denn der GAU war vor einem Jahr noch der Anlass für eine der letzten der unzähligen Aktionen gewesen, die er in seinem langen Leben angestoßen und vorangetrieben hat. Ich habe ihn dabei in Uruguay erlebt.

Ernst Kroch wurde 1917 in Breslau… weiter lesen

13.03.2012 von Peter Strack
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Abschied von Domitila Chungara

von Peter Strack
 

 Am 13. Maerz, kurz nach Mitternacht ist die legendaere Bergarbeitersprecherin  Domitila Chungara im Alter von 75 Jahren gestorben. “Fuer alles musst Du kaempfen” war der Titel des Buches ueber die terre des hommes Frauenkonferenz in Mauloff, auf der die Kinderhilfsorganisation wichtige Impulse bekam fuer die Projektarbeit mit Frauen und Maedchen. Und sich derer zentralen Rolle bei der Durchsetzung von Rechten klar wurde. Eine der prominentesten Teilnehmerinnen damals: Domitila Chungara. Das ganze Leben von Domitila Chungara war ein Kampf. Angefangen mit dem Ueberlebenskampf in den Bergwerken von Lllalagua/Siglo XX, wo sie Sprecherin der Hausfrauenkomitees war (hier eine Radio-Reportage “Fuer eine Handvoll Zinn” ueber die “Stadt der Revolutionaere” auf deutsch mit O-Toenen, in der Domitila erzaehlt) .

An der Seite von Luis Espinal und anderer Gewerkschafter gehoerte sie zu den mutigen Menschenrechtlern, die Ende 1978 mit ihrem unbefristeten Hungerstreik nicht unwesentlich zum Ende der Banzer-Diktatur, zur Rueckkehr der Exilierten und zur Ausschreibung von Neuwahlen… weiter lesen

12.03.2012 von Gerhard Dilger
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Teixeira ist weg

von Gerhard Dilger

Endlich ist Ricardo Teixeira als brasilianischer Fußballverbandspräsident und vor allem als Chef des lokalen Organisationskomitees für die Fußball-WM 2014 zurückgetreten.

“Es ist ein Sieg der Bürger”, meint Kolumnist Juca Kfouri, “die Chancen auf eine transparentere WM steigen”.

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Zu bunt getrieben: Teixeira (l.) mit Fifa-Boss Sepp Blatter (Foto: dpa)

 Und in Brasilien wird gefeiert:

 

 

 

09.03.2012 von Gerhard Dilger
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Neymar 3, Inter 1

von Gerhard Dilger

Das Fernduell Messi-Neymar geht weiter.

Vorgestern, kurz nachdem der Argentinier quasi im Alleingang Bayer Leverkusen ausgetanzt hatte, kam es in Santos zum Libertadores-Klassiker FC  Santos (Cupsieger 2011) gegen Internacional Porto Alegre (2010). Und die Gaúchos hatten nichts zu lachen.

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Der Hattrick mit argentinischem Kommentar.

Am kommenden Dienstag empfängt Inter den Gruppenersten The Strongest aus La Paz.

06.03.2012 von Gerhard Dilger
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Happy Birthday, Gabo!

von Gerhard Dilger

Von Graham Greene habe er gelernt, die Karibik in eine “poetische Synthese” zu bringen, verriet Gabriel García Márquez einmal: “Mit einigen verstreuten Elementen, die in einen sehr feinen und realen subjektiven Zusammenhang gebracht werden – mit dieser Methode kann man das ganze Rätsel der Tropen auf den Duft einer verrotteten Guave reduzieren”.

Geboren wurde “Gabo”, wie sie ihn in Kolumbien nennen, vor genau 85 Jahren im Karibikdorf  Aracataca, dem erklärten Vorbild für den mythischen Ort Macondo in “Hundert Jahre Einsamkeit” (1967). Das melancholische Epos um die Buendía-Sippe, von Mario Vargas Llosa als “totaler Roman” bezeichnet, wurde auf Anhieb zum Bestseller.

Doch García Márquez war immer mehr als ein begnadeter Literat. Wie viele lateinamerikanische Autoren pflegte er lange Jahre den Journalismus, den “besten Beruf der Welt”, wie er oft erklärte. Für die Tageszeitung El Espectador, in der seine ersten Kurzgeschichten erschienen waren, berichtete er als Korrespondent aus Europa, darunter illusionslose… weiter lesen