Archive for the ‘Amazonien’ Category

09.05.2013 von Christian Russau
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Aktionärsversammlungen (4): Allianz wegen Staudamm Belo Monte in der Kritik

von Christian Russau

Während am Xingu-Fluss im brasilianischen Amazonas-Gebiet über 150 Indigene eine der zentralen Baustellen für das umstrittene Staudammprojekt Belo Monte besetzt halten und die brasilianische Regierung sich weigert, mit den protestierenden Indigenen in Dialog zu treten und zu verhandeln, geriet in der bayerischen Landeshauptstadt München der Versicherungskonzern Allianz in die Kritik wegen seiner Beteiligung am Staudammprojekt von Belo Monte.

Kayapó im Fluss Xingu (Aufnahme von Mai 2008). Photo: Verena Glass

Mehrere Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen aus Brasilien und Deutschland protestierten auf der Jahreshauptversammlung der Aktionärinnen und Aktionäre der Allianz SE gegen die Beteiligung Deutschlands größten Versicherungskonzerns am Staudamm Belo Monte. Die Allianz hat Ende 2011 fünf Prozent der Versicherungssumme der Baukostensumme von rund acht Milliarden Euro übernommen und diese gegen Risiken versichert. Damit deckt die Allianz laut Berechnung der im Belo Monte Netzwerk zusammengeschlossenen Organisationen Baurisiken im Wert von umgerechnet 400 Millionen Euro ab. Die Organisationen… weiter lesen

02.05.2013 von Christian Russau
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Indigene Munduruku: “Wir sind empört über die brasilianische Regierung”

von Christian Russau

Das indigene Volk der Munduruku vom Oberen, Mittleren und Unteren Tapajós-Fluss im brasilianischen Amazonasgebiet setzt sich gegen die Staudammpläne Brasílias in der Tapajós-Region zur Wehr.

Munduruku

Munduruku. Photo © Rebecca Sommer for Earth Peoples

“Wir sind äußerst empört über die Respektlosigkeit der brasilianischen Regierung”, so die Munduruku in einem am Montag, 29.4.2013, veröffentlichten Offenen Brief an die brasilianische Regierung und an die Gesellschaft.
Am Fluss Tapajós plant Brasília mehrere Großstaudämme – doch die betroffenen Munduruku lehnen diese vehement ab, werfen der Regierung vor, vollendete Tatsachen zu schaffen, brasilianisches und internationales Recht zu brechen, da sie, die betroffenen Indigenen, nicht wie von der ILO-Konvention 169 (die Brasilien unterzeichnet hat) gefordert, um ihre freie, vorherige und informierte Zustimmung befragt wurden: Die Munduruku fordern, “dass die Regierung die vorherige Konsultation indigener Völker, gemäß dem ILO-Übereinkommen 169,  vor jeglicher Entscheidung, Untersuchung oder Bau von Staudämmen einhält.” Vor Kurzem erst hatte… weiter lesen

24.12.2012 von Peter Strack
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Der TIPNIS hat gesprochen?

von Peter Strack
Quelle: El Dia

Quelle: El Dia

“Der TIPNIS hat gesprochen”, titelt die Beilage der bolivianischen Regierung zu den grossen bolivianischen Tageszeitungen am vorweihnachtlichen Sonntag. Und 80% der Gemeinden haetten  „Ja“ zum Bau der heftig umstrittenen Ueberlandstrasse mitten durch das indigene und Naturschutzgebiet gesagt. 11 der 69 Gemeinden haetten sich geweigert, an der Befragung teilzunehmen, nur 3 haetten „Nein“ zum Strassenbau gesagt. Eine oekologische Strasse sei vereinbart worden, hatte der fuer oeffentliche Bauten zustaendige Minister Sanchez kurz zuvor mitgeteilt. Ueber das entscheidende, bislang weitgehend erhaltene Stueck Natur hinweg sollte die Strasse als Bruecke ueber die Baumwipfel hinweg gefuehrt werden, damit die Tiere sich ungestoert bewegen koennten. Doch ob das alles so einfach ist und die von der Regierung angegebenen Zahlen stimmen, wird in Bolivien diskutiert. … weiter lesen

11.10.2012 von Gerhard Dilger
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Belo Monte: Indigene und Fischer besetzen Baustelle

von Gerhard Dilger
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Mehr als 150 Indígenas und Fischer haben am Dienstag eine Baustelle des Belo-Monte-Staudamms besetzt. Sie protestieren dagegen, dass das Baukonsortium Norte Energia seine im Juni gegebenen Versprechen noch immer nicht eingelöst hat. Mehr auf der Plattform Belo Monte, der besten deutschsprachigen Website zum Thema, sowie bei der Bewegung Xingu Vivo para sempre.

 

16.06.2012 von Gerhard Dilger
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Xingu+23: Belo Monte besetzt

von Gerhard Dilger

Amazon Watch, International Rivers, Xingu vivo para sempre

Amazonian Communities Occupy the Belo Monte Dam Site To Free the Xingu River: On the Eve of the Rio+20 UN Conference, Community Resistance Calls Attention to Brazilian Government’s Unsustainable Energy Policy

Altamira, Brazil – While the Brazilian Government prepares to host the Rio+20 United Nations Earth Summit, 3,000 kilometers north in the country’s Amazon region indigenous peoples, farmers, fisherfolk, activists and local residents affected by the construction of the massive Belo Monte Dam project began a symbolic peaceful occupation of the dam site to “free the Xingu River.”

In the early morning hours, three hundred women and children arrived in the hamlet of Belo Monte on the Transamazon Highway, and marched onto a temporary earthen dam recently built to impede the flow of the Xingu River. Using pick axes and shovels, local… weiter lesen

09.06.2012 von Gerhard Dilger
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Gilberto Gil gegen Belo Monte

von Gerhard Dilger

Gilberto Gil unterstützt das Protesttreffen Xingu+23, das kommende Woche in Amazonien gegen das Megaprojekt Belo Monte stattfindet -

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parallel zum Beginn der Aktivitäten um den Umweltgipfel Rio+20.

25.05.2012 von Gerhard Dilger
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Belo Monte oder die Zerstörung der Commons

von Gerhard Dilger

Für Glenn Switkes

Wir Menschen vom Rio Xingu möchten, dass unsere Wälder stehenbleiben, wir wollen, dass unsere Fische und anderen Tiere leben. Wir wollen unsere Felder und unsere traditionellen Medikamente behalten. Wir brauchen einen sauberen Fluss, um darin baden zu können, und wir wollen Wasser trinken, ohne krank zu werden. Wir wollen in Frieden leben. Wir wollen glücklich auf unserem Land bleiben und auch künftig mit unseren Kindern und Enkeln feiern.
Sheyla Juruna, Altamira, 23. Mai 2008

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Wachstumswahn statt »Gutes Leben«, Autoritarismus und Vetternwirtschaft statt Partizipation, Privatisierung der Natur statt faire Nutzung der Gemeingüter – die Entscheidung der brasilianischen Regierung für den Bau des riesigen Wasserkraftwerks Belo Monte im Amazonasgebiet ist in vielerlei Hinsicht exemplarisch dafür, wie auch in den progressiv regierten Ländern Südamerikas immer noch Ressourcenkonflikte gelöst werden.

Arg dünn ist das Argument von Präsidentin Dilma Rousseff,… weiter lesen

10.04.2012 von Gerhard Dilger
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Belo Monte: Das Unheil nimmt seinen Lauf

von Gerhard Dilger

Beim Bau des riesigen Wasserkraftwerks Belo Monte am Amazonas-Nebenfluss Xingu herrschen statt Partizipation Autoritarismus und Vetternwirtschaft. Bischof Erwin Kräutler aus Altamira fühlt sich an die Diktatur erinnert. Letztes Jahr begannen die Bauarbeiten für das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt.

Nach dem ersten bestätigten tödlichen Arbeitsunfall kam es jetzt zu Streikmaßnahmen und Straßensperren, die über über die Ostertage unterbrochen wurden.

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Ausschnitte aus “Countdown am Xingu II”, dem neuen Dokumentarfilm von Martin Keßler

 

Präsidentin Dilma Rousseff zufolge ist das Megaprojekt für die “Entwicklung” Brasiliens und speziell Amazoniens erforderlich. Dennoch dürfte ein Großteil des hoch subventionierten Stroms privaten Stahl- und Aluminiumwerken zugutekommen, womit die Rolle Amazoniens als Rohstofflieferant für Europa, Nordamerika und Asien fortgeschrieben wird. Gerade diese internationale Dimension, die in der öffentlichen Debatte meist ausgeklammert wird, ist ein entscheidender Schlüssel zum Verständnis des Megaprojekts.

In den letzten Jahrzehnten haben die Länder des… weiter lesen

10.02.2012 von Gerhard Dilger
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Xingu

von Gerhard Dilger

Wer sich dieser Tage in Berlin näher mit Geschichte und Gegenwart des brasilianischen Amazonasgebiets beschäftigen möchte, hat gleich mehrere Möglichkeiten.

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Äußerst sehenswert ist Cao Hamburgers neuer Spielfilm “Xingu”, der ab morgen mehrfach im Berlinale-Panorama gezeigt wird.

Und am kommenden Donnerstag lädt der Frankfurter Dokumentarfilmer Martin Keßler zu Werkstattpräsentation seiner Produktion “Count–Down am Xingu II” über den Megastaudamm Belo Monte ins Kino Babylon, Berlin–Mitte. Hierzu hat uns Keßler, der gerade wieder vor Ort war,  folgende Ankündigung zugesandt:

Für die Indigenen des brasilianischen Amazonasgebietes ist der Xingu ein heiliger Fluss. Doch dieser Tage wird ihr Fluss geschändet. Der bislang völlig unberührte Riesenstrom wird umgeleitet und zu einer gewaltigen Talsperre aufgestaut – zum drittgrößten Wasserkraftwerk der Welt: „Belo Monte“. Damit das aufstrebende Schwellenland Brasilien und internationale Aluminiumkonzerne mit „billigem“ Strom aus Wasserkraft versorgt werden können. Dafür werden rund 600 qkm Urwald geflutet,

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22.11.2011 von Gerhard Dilger
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Eine Million gegen Belo Monte

von Gerhard Dilger

Mit einem peppigen Video haben brasilianische SchauspielerInnen die bislang dynamischste Onlinepetition gegen den Monsterstaudamm Belo Monte in Gang gebracht.

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Nach wenigen Tagen haben auf der Webseite der Kampagne Gota D´Água bereits eine Million Menschen unterschrieben. Aktuelle Informationen bei der Plattform Belo Monte.