Von Ulrike Prinz
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Am Lagerfeuer unter einem sternenübersäten Himmel klingt der Abend mit Geschichten von den Amazonen und vom verzauberten Flussdelfin aus, der junge Frauen auf den Grund des Flusses entführt und schwängert. Auch so eine der Erzählungen, die in ganz Amazonien lebendig ist.
In Santarém trifft der blaugrüne Tapajós auf die ockerfarbenen Wassermassen des Amazonas. Mit Edivaldo Rocha da Silva fahren wir hinaus zum „encontro das aguas“. Zwei Flüsse, zwei Farben, die lange nebeneinander herziehen. Da taucht plötzlich ein Rücken auf, dann noch einer: Tucuxis! Eine ganze Horde der kleinen Flussdelfine begleitet unser Boot. Ihre grauen Körper glänzen. Wir zücken die Kameras, lachen und staunen. Dann sind sie wieder verschwunden – so plötzlich, wie sie aufgetaucht sind.
Erst dann sehen wir es. Am Ufer ragen riesige Silos in den Himmel: die gigantischen Getreideterminals von Cargill – einem der größten Agrarunternehmen der USA. Mehr als 5,5 Millionen Tonnen Getreide laufen hier pro Jahr über die Förderbänder. Es ist die Endstation des sogenannten „Soja-Highways“.

Noch vor wenigen Wochen blockierten Indigene diesen Hafen. Sie protestierten gegen Pläne, den Tapajós weiter für den Sojatransport auszubauen – ohne ihre Zustimmung. Für sie ist der Fluss keine Handelsroute, sondern ihre Lebensgrundlage.
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Die Reportage in voller Länge findet sich auf riffreporter.de.