28.12.2009
von Hans-Ulrich Dillmann
Ein Gespräch mit dem dominikanischen Umweltminister Jaime David Mirabal
Der dominikanische Umweltminister Jaime David Mirabal findet, dass das Pflanzen von Bäumen die Umwelt genauso heilen kann, wie die Akupunktur in der Medizin ein Heilmittel gegen Krankheiten ist. Wichtig ist ihm, dass die Menschen aktiv ihre Umwelt schützen. Der 53-Jährige war von 1996 bis 2000 Vizepräsident der Dominikanischen Republik und initiierte damals das Wiederaufforstungsprogramm »Quisqueya Verde«.
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24.11.2009
von Hans-Ulrich Dillmann
Am 25. November 1960 wurden in der Dominikanischen Republik die drei Schwestern Patria (36), Minerva (34) und Maria Teresa (25) Mirabal durch Schergen des Diktators Rafael Leónides Trujillo Molina ermordet. Der Tag wurde später von der feministischen Bewegung Lateinamerikas zum Aktionstag erklärt und 1999 durch die Vereinten Nationen zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen erklärt. Bélgica Adela „Dedé“ Mirabal (84) ist die Überlebende der „Mariposas“ (Schmetterlinge), so lautet der Deckname der Schwestern. Sie zog die Kinder von Patria, Minerva und Maria Teresa auf und hat ein Museum zur Erinnerung an ihre ermordeten Schwestern im Elternhaus in Salcedo gegründet. Dem Leben der „Schmetterlinge“ haben die Schriftstellerin Julia Alvarez mit ihrem Buch „Die Zeit der Schmetterlinge“ und Mariano Barroso mit seinem gleichnamigen Film ein Denkmal gesetzt. Das Interview mit Dedé Mirabal aus Anlass der Veröffentlichung ihrer Lebenserinnerungen wurde im Oktober 2009 im Mirabal-Museum in Salcedo geführt. …>
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26.07.2009
von Hans-Ulrich Dillmann
„Ich nannte mich
Ich selbst rief mich
Mit dem Namen einer Insel.“1
Hilde Domin schrieb diese Zeilen 1954. Die damals noch unbekannte Lyrikerin leitete ihren Künstlernamen von Santo Domingo ab. Am 6. August 1940 war die gebürtige Kölnerin gemeinsam mit ihrem Mann, dem Archäologen Erwin-Walter Palm, mit einem Wasserflugzeug der Pan American Airways aus Puerto Rico kommend in der dominikanischen Hafenstadt San Pedro de Macoris gelandet. Aus Angst vor den deutschen Bombenangriffen und einer möglichen Invasion hatten die beiden ihr englisches Exil gegen die weit entfernte Insel eingetauscht. Am 27. Juli wäre Hilde Domin, die am 22. Februar 2006 in Heidelberg gestorben ist, 100 Jahre alt geworden. Hans-Ulrich Dillmann sprach mit der Domin-Biografin Marion Tauschwitz, die während der letzten fünf Lebensjahre Domins engste Mitarbeiterin war, über die Lyrikerin, deren Ängste und Verhältnis zu Judentum, Religion und Tradition.
Warum kommt in der Lyrik von Hilde Domin das Judentum nicht vor?
Tauschwitz: Judentum, erklärte sie immer wieder, habe in ihrem Leben keine Rolle gespielt; dennoch war Hilde Domin ein religiöser Mensch. In den Briefen, die ich ausgewertet habe, ist sehr oft die Rede von Gott, seiner Existenz, dem Leben nach dem Tod und ihrer Angst, die sie als theologische Furcht bezeichnete. Doch ist der bedingunslose Optimismus, der aus ihren Gedichten spricht und der unzerstörbare Glaube an das Gute im Menschen nicht doch Ausdruck des Judentums?
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