Das er ein Mann der Superlative ist, wussten wir schon immer. Nun haben wir es aber auch schwarz auf weiß. Nun kommt der Comandante en Jefe ins Buch der Rekorde. Fidel Castro hält nämlich nicht nur den Rekord der längsten Rede aller Zeiten, sondern auch der meisten gescheiterten Attentate – 638 sollen es sein. Doch ein bißchen Recherche wäre schon schön.
Archive for the ‘Justiz’ Category
„Mama, wo geht es jetzt hin?“, fragte ein Junge heute morgen auf der Fahrt in das Stadtzentrum von Cochabamba besorgt seine Mutter, als der Bus ploetzlich in eine Seitenstrasse abbog. „Da wird wohl irgendjemand wieder die Strasse blockieren“, lautete die lakonische Antwort. Doch der Grenzkonflikt zwischen den Provinzen Oruro und Potosí wird derzeit ebenso verhandelt wie der zwischen den Munizipien Colcapirhua und Tiquipaya im „Herz der Mutter Erde“ selbst. Und die Kokabauern aus dem Chapare, die derzeit gegen den Baustopp der Strasse durch das indigene und Naturschutzgebiet TIPNIS mobilisieren, haben sich erst einmal zu Beratungen zurueckgezogen. … weiter lesen
Begleiten und informieren heißt die Mission der Peace Brigades International (PBI). Seit dreißig Jahren begleiten Freiwillige der Organisation Menschenrechtsaktivisten bei ihrer schwierigen Arbeit. Das stärkt ihnen nicht nur den Rücken, sondern sorgt für internationale Aufmerksamkeit und Schutz. Eine Stippvisite in Mexiko.
Unscheinbar ist die einfache, weiß gekalkte Lehmkate. Nur das helle Holzschild mit dem Schriftzug „Kambaxo Xuaji Guini Me’pha“ weist darauf hin, das sich hier das Büro der Opim befindet. Neben dem Schriftzug ist das Emblem der indigenen Organisation zu sehen: ein praller Maiskolben, unter dem sich eine Hacke und eine Machete kreuzen.
Aus dem Inneren des Hauses sind gedämpfte Worte zu hören, dann erklingt eine volle, warme Stimme aus dem Halbschatten der Türfassung: „Mais ist unser wichtigstes Anbauprodukt“. Die Stimme gehört Obtilia Eugenio Manuel. Direkt neben der Eingangstür hatte sie gesessen, die Neuankömmlinge gehört und das Treffen im Inneren der Kate unterbrochen. Nun deutet die kleingewachsene Frau auf die… weiter lesen
Hollman Morris (42) ist über die Fernsehsendung „Contravía“ mit gut recherchierten Reportagen über das andere Kolumbien bekannt geworden. So bekannt, dass er derzeit mit einem Stipendium der Harvard University in Washington arbeitet. In Kolumbien ist es zu gefährlich für ihn. Ende September erhielt er den Menschenrechtspreis der Stadt Nürnberg für seine Arbeit.
In Washington ist wieder mal die Liste der des Terrors verdächtigen Staaten veröffentlicht worden. Kuba steht wie gewohnt drauf. Für die Regierung in Havanna ist das eine der typischen Provokationen aus Washington, und dahinter steckt eine alte Bekannte. … weiter lesen
Am 26. Mai ist der aus dem Amt geputschte Ex-Präsident von Honduras zurück in sein Heimatland gekommen. Ein Erfolg des anhaltenden Widerstands der Opposition in Honduras. Der währt seit dem Putsch vom 28. Juni 2009 und die Rückkehr von “Mel” ist für die amtierende Regierung ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite wird das internationale Medieninteresse abnehmen, aber Zelaya könnte auch für gehörige Unruhe sorgen.
Schwarz-Rot sind die dominierenden Farben auf und um den zentralen Platz von San Pedro Sula. Es sind die Farben der Frente Nacional de Resistencia Popular (FNRP) und jeden Tag stellen die Aktivisten am Nachmittag die roten Fahnen an den Ecken der Plaza Central auf. Ein Zeichen des Widerstands und der Hartnäckigkeit der politischen Opposition, die auch 700 Tag nach dem Putsch gegen den Präsidenten José Manuel Zelaya nicht locker lässt und der Regierung jeden Tag demonstriert, dass sie sie nicht anerkennt und dass die Putschisten… weiter lesen
Guillermo Fariñas hat den Hungerstreik zu seinem politischen Instrument erkoren. Vor ein paar Tagen hat der 48-jährige Psychologe seinen 24. Hungerstreik begonnen. Es konnte der letzte des prinzipienfesten Kubaners sein. Dessen Gesundheit hat schwer gelitten.
Vor rund vier Wochen hat Guillermo Fariñas angekündigt in den Hungerstreik zu treten, wenn der Tod seines Freundes Juan Wilfredo Soto García nicht en detail untersucht werden würde. Am vergangenen Freitag, genau vier Wochen nach seiner Ankündigung am Grab des 46-jährigen Dissidenten, der in Santa Claras Dissidentenszene als “El Estudiante” bekannt war, begann Guillermo Fariñas mit dem 24. Hungerstreik. Sechs Tage wärt der nun und in den vergangenen Tagen haben Elizardo Sánchez von der kubanischen Komission für Menschenrechte und nationale Versöhnung und mehrere prominente Oppositionelle aus Havanna Fariñas in Santa Clara besucht, um ihn von seinem Vorhaben abzubringen.
Erfolglos, wie Elizardo Sánchez im Anschluß an den Besuch gegenüber der internationalen Presse zugab. Sánchez und seine… weiter lesen
Die arbeitenden Kinder Boliviens waren froh, dass der 1. Mai in Bolivien ohne die Verkuendung eines neuen Arbeitsgesetzes voruebergegangen war.
Denn noch hatte die Organisation, die sich Union der arbeitenden Kinder und Jugendlichen Boliviens (UNATSBO) nennt, nicht genug Zeit, den Parlamentariern und der Regierung ihren eigenen Gesetzesvorschlag zum Schutz und zur Verteidigung der Rechte arbeitender Kinder zu erklaeren und offene Detaills zu klaeren. Ende vergangenen Jahres hatten sie den ersten Entwurf zusammen mit einer Studie zur Situation arbeitender Kinder in Buchform vorgelegt.
„Ein Novum sowohl in der Geschichte der Kinderrechte, als auch des Arbeits- und Sozialrechts“, urteilt der Kinderrechtsexperte Manfred Liebel, „auch insofern, weil er mit Blick auf das Thema Kinderarbeit die Perspektive arbeitender Kinder und Jugendlicher zum Ausdruck bringt und auf dem Gedanken basiert, dass auch Kinder ein Recht haben zu arbeiten. Mit dem Gesetz soll den arbeitenden Kindern ermöglicht werden, sich (auch)… weiter lesen
Mit ihrer Weigerung, ihre Zoepfe und ihren traditionellen Rock auf dem Abschlussfoto der juristischen Fakultaet der staatlichen Universitaet von Cochabamba retouchieren und durch Toga und Barett ersetzen zu lassen, wurde Amalia Laura Vilca aus einem Quechua-Dorf im Norden von Potosí von einem auf den anderen Tag bekannt. Es sind eher solche kleinen Geschichten, die in Bolivien heute noch Hoffnung machen. … weiter lesen
Dabei ist die nunmehr offizielle Feststellung, dass Frei Montalva 1982 Opfer eines Giftmords wurde, eine mittlere Sensation. Der Christdemokrat war eine wichtige Oppositionsfigur unter Pinochet, als er sich in einer Privatklinik einer harmlosen Leistenbruchoperation unterzog. Mehrere Wochen später war er tot – aufgrund unvorhersehbarer Komplikationen durch eine Bauchfellentzündung mit… weiter lesen


