Archive for the ‘Justiz’ Category

24.05.2013 von Peter Strack
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Cacarica – Kolumbien: Einmal gegen Dario gewinnen

von Peter Strack

Vor wenigen Tagen berichtete die taz ueber Vertreter der Autonomen Gemeinden am Curvaradó-Fluss, die von der Interkirchlichen Kommission Gerechtigkeit und Frieden begleitet werden und zu einer Demonstration  zum gegenwaertigen Friedensprozess nach Bogotá gereist waren. terre des hommes-Mitarbeiter William León berichtet im Folgenden vom Nachbarfluss des Curvaradó, dem Cacarica. Zusaetzliche Anspannung herrscht in der Region, weil demnaechst ein Urteil des Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshofes zu den Vertreibungen erwartet wird.  Und immer wenn es so aussieht, als ob den Menschen Gerechtigkeit widerfahren koennte, nehmen auch die Angriffe auf die Gemeinden zu, die es gewagt haben, die Taeter von damals anzuzeigen. 

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23.05.2013 von Benjamin Kiersch
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Filmtipp: The Bravados – Gregory Pecks Manifest gegen die Todesstrafe

von Benjamin Kiersch

20th Century FoxHeute mal ausnahmsweise ein Filmtipp aus den USA zu einem Thema, das in Lateinamerika offiziell kein Thema mehr ist: die Todesstrafe. Das einzige Land in den Amerikas, in dem nach wie vor fleissig im Namen von Recht und Ordnung gemordet wird, sind die USA – verblüffend, wenn man bedenkt, dass es just das Land ist, in dem „Bravados“ gedreht wurde, ein Film, den allen Latin@rama-LeserInnen aller- aber auch wirklich allerwärmstens ans Herz gelegt sei. Den Text habe ich ursprünglich für meine US-amerikanischen Freundinnen geschrieben – die geneigten LeserInnen mögen die womöglich zuweilen etwas holprige Übertragung aus dem Englischen im voraus entschuldigen.

Also: Gestern nacht sah ich „Bravados“ mit Gregory Peck, ein klassischer Hollywood-Western der alten Schule von 1958. Es war schon verdammt  spät…
aber ich konnte mich nicht von der Glotze losreissen. Peck ist einfach grossartig: sieht gut aus, ist schlagfertig (mit der Zunge… weiter lesen

27.04.2013 von Benjamin Kiersch
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Laurence Golborne, alter Sonnyboy!

von Benjamin Kiersch

Du bist Präsidentschaftskandidat der rechtskonservativen UDI in Chile und warst vorher Superminister für Energie und Bergbau im „Expertenkabinett“ von Präsident Sebastian Piñera. Für dieses Superamt qualifiziert hattest Du Dich u.a. als erfolgreicher Geschäftsführer der Cencosud Holding, des von dem Deutsch-Chilenen Horst Paulmann gegründeten Riesen-Einzelhandelskonglomerats, dem Santiago unter anderem den höchsten Phallus Lateinamerikas, das Costanera Center, verdankt.

Nun hat das Oberste Gericht in Santiago festgestellt, dass Cencosud unter Deiner Leitung sechshunderttausend Kunden betrogen hat, die eine Cencosud-Kreditkarte besitzen und mit dem grossartigen Motto „Du bist Erster“ von Deinem Unternehmen geködert wurden.  Cencusud soll geschätzte 70 Millionen US Dollar an eben diese Kunden zurückzahlen. Und was sagst Du zu dem Urteil? „Als Geschäftsführer musste ich die Entscheidung des Aufsichtsrats ausführen, das war meine Aufgabe“. Und? „Deswegen stand es mir nicht zu, diese Entscheidungen zu bewerten.“

Laurence! Wenn Du schon als Cencosud-Geschäftsführer nicht Dein Gehirnkästel einschalten konntest, wie sollen sich… weiter lesen

24.04.2013 von Knut Henkel
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Pause vom Terror

von Knut Henkel

Morddrohungen per Telefon, bewaffnete Schergen an der eigenen Haustür und schwarze Geländewagen hinter ihrem Kleinwagen – Dina Meza kennt das Instrumentarium der Einschüchterung. Ein paar Monate Pause vom Terror in Honduras hat ihr eine Fortbildung an der Universität York gebracht. Doch bald geht es zurück nach Tegucigalpa. … weiter lesen

16.10.2012 von Knut Henkel
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Vier Jahre für den spanischen Todesfahrer

von Knut Henkel

Kubas Richter haben den spanischen Jungpolitiker Ángel Carromero zu vier Jahren Haft wegen fahrlässigen Totschlags verurteilt. Das relativ milde Urteil könnte trotzdem die kubanisch-spanischen Beziehungen belasten, denn nun hat sich der schwedische Unfallzeuge zu Wort gemeldet. … weiter lesen

25.05.2012 von Gerhard Dilger
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Belo Monte oder die Zerstörung der Commons

von Gerhard Dilger

Für Glenn Switkes

Wir Menschen vom Rio Xingu möchten, dass unsere Wälder stehenbleiben, wir wollen, dass unsere Fische und anderen Tiere leben. Wir wollen unsere Felder und unsere traditionellen Medikamente behalten. Wir brauchen einen sauberen Fluss, um darin baden zu können, und wir wollen Wasser trinken, ohne krank zu werden. Wir wollen in Frieden leben. Wir wollen glücklich auf unserem Land bleiben und auch künftig mit unseren Kindern und Enkeln feiern.
Sheyla Juruna, Altamira, 23. Mai 2008

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Wachstumswahn statt »Gutes Leben«, Autoritarismus und Vetternwirtschaft statt Partizipation, Privatisierung der Natur statt faire Nutzung der Gemeingüter – die Entscheidung der brasilianischen Regierung für den Bau des riesigen Wasserkraftwerks Belo Monte im Amazonasgebiet ist in vielerlei Hinsicht exemplarisch dafür, wie auch in den progressiv regierten Ländern Südamerikas immer noch Ressourcenkonflikte gelöst werden.

Arg dünn ist das Argument von Präsidentin Dilma Rousseff,… weiter lesen

16.12.2011 von Knut Henkel
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Fidel goes Guinness

von Knut Henkel

Das er ein Mann der Superlative ist, wussten wir schon immer. Nun haben wir es aber auch schwarz auf weiß. Nun kommt der Comandante en Jefe ins Buch der Rekorde. Fidel Castro hält nämlich nicht nur den Rekord der längsten Rede aller Zeiten, sondern auch der meisten gescheiterten Attentate – 638 sollen es sein. Doch ein bißchen Recherche wäre schon schön.

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19.11.2011 von Peter Strack
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Wo geht es jetzt hin?

von Peter Strack
1,3 Mio Dollar fuer jeden KM Zerstoerung: Protest gegen Strassenbau , Quelle: El Dia

1,3 Mio Dollar fuer jeden KM Zerstoerung: Protest gegen Strassenbau, Quelle: El Dia

„Mama, wo geht es jetzt hin?“, fragte ein Junge heute morgen auf der Fahrt  in das Stadtzentrum von Cochabamba besorgt seine Mutter, als der Bus ploetzlich in eine Seitenstrasse abbog. „Da wird wohl irgendjemand wieder die Strasse blockieren“, lautete die lakonische Antwort.  Doch der Grenzkonflikt zwischen den Provinzen Oruro und Potosí wird derzeit ebenso verhandelt wie der zwischen den Munizipien Colcapirhua und Tiquipaya im „Herz der Mutter Erde“ selbst. Und die Kokabauern aus dem Chapare,  die derzeit gegen den Baustopp der Strasse durch das indigene und Naturschutzgebiet TIPNIS mobilisieren, haben sich erst einmal  zu Beratungen zurueckgezogen. … weiter lesen

26.10.2011 von Knut Henkel
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Schutzengel mit Anspruch

von Knut Henkel

Begleiten und informieren heißt die Mission der Peace Brigades International (PBI). Seit dreißig Jahren begleiten Freiwillige der Organisation Menschenrechtsaktivisten bei ihrer schwierigen Arbeit. Das stärkt ihnen nicht nur den Rücken, sondern sorgt für internationale Aufmerksamkeit und Schutz. Eine Stippvisite in Mexiko.

Unscheinbar ist die einfache, weiß gekalkte Lehmkate. Nur das helle Holzschild mit dem Schriftzug „Kambaxo Xuaji Guini Me’pha“ weist darauf hin, das sich hier das Büro der Opim befindet. Neben dem Schriftzug ist das Emblem der indigenen Organisation zu sehen: ein praller Maiskolben, unter dem sich eine Hacke und eine Machete kreuzen.

Aus dem Inneren des Hauses sind gedämpfte Worte zu hören, dann erklingt eine volle, warme Stimme aus dem Halbschatten der Türfassung: „Mais ist unser wichtigstes Anbauprodukt“. Die Stimme gehört Obtilia Eugenio Manuel. Direkt neben der Eingangstür hatte sie gesessen, die Neuankömmlinge gehört und das Treffen im Inneren der Kate unterbrochen. Nun deutet die kleingewachsene Frau auf die… weiter lesen

06.10.2011 von Knut Henkel
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Hollman Morris: Kolumbiens anderer Journalismus

von Knut Henkel

Hollman Morris (42) ist über die Fernsehsendung „Contravía“ mit gut recherchierten Reportagen über das andere Kolumbien bekannt geworden. So bekannt, dass er derzeit mit einem Stipendium der Harvard University in Washington arbeitet. In Kolumbien ist es zu gefährlich für ihn. Ende September erhielt er den Menschenrechtspreis der Stadt Nürnberg für seine Arbeit.

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