Gemeinhin gilt die Grenze zwischen den USA und Mexiko als eine der am besten gesischerten der Welt. Abertausende von Migranten scheitern alljährlich an den rigiden Kontrollen in Richtung USA. In die entgegengesetzte Richtung wird es mit den Kontrollen aber nicht so eng genommen – zumindest in Ciudad Juárez. … weiter lesen
Archive for the ‘Mexiko’ Category
Ein Heiliger der ganz besonderen Art: Marcial Maciel (Foto: dpa)
Um eine besonders unappetitliche Mischung aus Katholizismus, Personenkult und Kindesmissbrauch ging es gestern Abend im chilenischen Fernsehen: Der staatliche Sender TVN brachte eine Reportage über die Opfer von Marcial Maciel, dem Gründer der “Legionäre Christi”. Der Mexikaner Maciel (1920-2008) hatte den streng konservativen Orden im Jahr 1941 in Mexiko-Stadt gegründet, heute ist er in über 20 Ländern vetreten, über 600 katholische Priester gehören ihm an. Untrennbar mit der Kongregation verbunden ist die Laienbewegung “Regnum Christi” mit mehr als 60.000 Mitgliedern.
Der charismatische und ausgesprochen papsttreue Maciel führte indes ein Doppelleben. Seit den 60er-Jahren kursierten Gerüchte über sexuellen Missbrauch an Minderjährigen in den Schulen des Ordens – Gerüchte, die sich viel später bestätigen sollten. Da der Mexikaner hohes Ansehen bei Johannes Paul II. genoss – die Legionäre galten als die neue, schlagkräftige Truppe des Vatikans -,… weiter lesen
Die Initiative “Acentos Perdidos” hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem schleichenden Trend zur Akzentauslassung tapfer entgegenzutreten. Insbesondere die grassierende Unsitte der reinen Großschreibung, so die Tildenritter, führe zum Verlust der kleinen, aber feinen Strichlein. Und deswegen kleben sie den obenrum kastrierten Wörtern die Akzente einfach wieder an – inklusive Erläuterung (Esta palabra se acentúa porque es esdrújula, Esta palabra se acentúa porque es aguda y acaba en vocal, -n o -s usw.). Jeder, in Mexiko oder anderswo, kann mitmachen und sich die keilförmigen Wortpflaster auf klebbares Material ausdrucken.
Am meisten ärgern sich die “Acentos Perdidos” über Unternehmen, globale zumal, die in ihren… weiter lesen
Zum zweiten Mal seit Ausbruch der Influenza-A-Epidemie ist jetzt eine ganze Reihe Schweine vom A/H1N1-Erreger befallen – und zwar in der Provinz Buenos Aires.
Zuerst diskriminiert, jetzt auch noch gefährdet: südamerikanische Schweine (hier in Südbrasilien)
Trotz eines frühzeitigen Hinweises der mexikanischen Behörden auf den irreführenden Begriff “Schweinegrippe” hält der sich hartnäckig in den Medien.
Wegen des Winters im südlichen Südmerika breitet sich die A/H1N1-Grippe dort besonders rasch aus. In Argentinien sind bisher 22 Menschen daran gestorben, mehr als in den Nachbarländern. Am schnellsten weltweit schreitet die Epidemie in Chile voran, wo bereits 5.136 Fälle nachgewiesen wurden.
Zur ersten Infektion von Schweinen durch einen Menschen war es Anfang Mai in Kanada gekommen.
Beten mit Mundschutz – In Mexiko ist auch das jüdische religiöse Leben von den Sicherheitsmaßnahmen gegen den Grippevirus betroffen
von Hans-Ulrich DillmannUngewohnte Bilder beim morgendlichen Dawnen in der Bet El-Synagoge in Polanco los Morales. Rabbiner Marcelo Rittner, sein Rabbinerkollege Leonel Levi und weitere zehn Männer haben an diesem Morgen in Mexiko Stadt nicht nur ihre Tefelin an- und den Talit umgelegt. Zur Vorsicht gegen die in Mexiko grassierend Grippewelle „Influencia A H1N1Ihr” hat die Mehrzahl der Beter ihren Mund mit einer weißen Mundmaske geschützt. … weiter lesen
Olympische Spiele in Mexiko-Stadt, 16. Oktober 1968.
Tommie Smith (M.) und John Carlos (r.) nach dem 200-Meter-Lauf. Noch am selben Tag wurden die zwei Sportler auf Druck des IOC von der Olympiade ausgeschlossen.
Im Juli 2008 bekamen Smith und Carlos den Arthur Ashe Courage Award:
Die Finanzkrise könnte zu ganz neuen Konstellationen in der Weltwirtschaft führen.
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Mehr dazu hier.
P. S. Der ver.di-Bundesvorstand hat ein hübsches Dokument zum Absturz der Finanzmärkte herausgegeben.
Das Kapitel Mitverantwortung deutscher Finanzmarktpolitik verdient es, in voller Länge zitiert zu werden:
Auch wenn Finanzminister Steinbrück sich nun als Opfer der Finanzkrise hinstellt, haben er und sein Vorgänger kräftig an der Deregulierung der Finanzmärkte mitgearbeitet. Die wichtigsten Maßnahmen waren:
2001: Die rot-grüne Bundesregierung gibt die lebensstandardsicherende gesetzliche Rente auf und fordert mehr private Absicherung. Die Finanzbranche jubelt. Für Banken, Versicherungen und Investmentgesellschaften bringt die Privatisierung der Rente gigantische Mittelzuflüsse.
2002: Die Bundesregierung beschließt das vierte Finanzmarktförderungsgesetz und setzt damit die Tradition zur Deregulierung der schwarzgelben Koalition fort: Sie lockert die Anforderungen für den börslichen Handel, erweitert die Anlagemöglichkeiten von Fonds und… weiter lesen



