30.01.2013 von Gerhard Dilger
Heute wird Kathrin Buhl, langjährige Aktivistin der Berliner Nord-Süd-Szene und zuletzt Büroleiterin der Rosa-Luxemburg-Stiftung für Brasilien und den Cono Sur, in Berlin beigesetzt. Völlig überraschend war sie kurz vor Weihnachten in São Paulo gestorben.
Besser als ihre PartnerInnen aus Südamerika kann man den Abschied kaum formulieren:
Wir kommen von weit her, um uns von Kathrin zu verabschieden. Wir fragen uns: Was ist aus ihr geworden? Wo war sie? Wo ist sie? In Brasilien? In Deutschland? Irgendwo in Lateinamerika?
Heute wollen wir sie wieder herholen, in dieses grenzenlose Land unseres kollektiven Gedächtnisses. Wir wollen unsere Worte aufschreiben, um sie mit ihren Töchtern Kati und Lisa zu teilen, damit sie eines Tages ihre Enkelin Sarita lesen kann, damit Ihr, Compañeros und Compañeras, Freundinnen und Freunde aus anderen Teilen der Welt wisst, was wir fühlen, die wir in den letzten Jahren mit ihr zusammengearbeitet haben, in einem Kontinent, der… weiter lesen
10.07.2012 von Gerhard Dilger
Bei den Aufräumarbeiten zum Rio+20-Gipfel bin ich gerade auf dieses hübsche Video von Attac-Österreich gestoßen:
Ein Schwerpunktthema des Völkergipfels waren die Bestrebungen der Finanzmärkte, weitere “grüne” Geschäftsfelder zu erschließen, etwa durch den Emissionshandel. So hässlich wie die Sache selbst ist das neue Wort dafür: “Finanzialisierung”. Wie drückte es der peruanische Indígena Edwin Vásquez aus: “Wir lehnen die Grüne Wirtschaft der Dollarscheine ab!” Und die IPS-Zeitung TerraViva berichtete über die Großdemonstration in Rio unter den Titeln “Green Economy, the New Enemy” und “A War Cry Against the Merchants of Nature”.
06.07.2012 von Gerhard Dilger
Nach viel Mist – etwa einer erratischen Trainer-Politik oder dem unwürdigen Schauspiel um den Umbau des WM-Stadions Beira-Rio – ist der Vereinsführung von Internacional Porto Alegre nun ein echter Coup gelungen: Diego Forlán spielt demnächst für die Colorados, die Roten.

Natürlich geht es auch dabei um Geld, um viel Geld: Mit dem Superstar der WM 2010 will man die Marke Inter vor allem in Uruguay und Argentinien positionieren. Vom Vereinsportal, dem ich auch dieses Foto verdanke: “Zum Stolz der Colorados zog Forlán den heiligen Mantel schon in Mailand an”.
Nachtrag: Angekommen!
Von 7 zu 7: Inter-Idol Valdomiro und Diego Forlán
Die Vier aus Montevideo: “Jetzt ist ganz Uruguay für Inter”

02.07.2012 von Gerhard Dilger
Von Jürgen Vogt, Buenos Aires
Es sind zielgerichtete und maßvolle Entscheidungen: Die Mitgliedschaft Paraguays in der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercsour und der Union Südamerikanischer Nationen (Unasur) wird vorübergehend ausgesetzt, doch Wirtschaftssanktionen werden nicht verhängt. Darauf einigten sich die Präsidenten der Mercosur-Mitgliedstaaten, Cristina Fernández de Kirchner aus Argentinien, Dilma Rousseff aus Brasilien und José “Pepe” Mujica aus Uruguay, bei ihrem Gipfeltreffen am Freitag in der argentinischen Stadt Mendoza.

Sieht nicht sehr glücklich aus: “Pepe” Mujica (2. v. r.) beim Arbeitsfrühstück mit Dilma und CFK (Foto: Präsidentschaft Brasilien)
“Wirtschaftssanktionen bezahlen immer die Völker, niemals die Regierungen”, begründete Kirchner das differenzierte Vorgehen. “Unser Ziel ist es, eine bessere Lebensqualität der Menschen in diesem Land zu erreichen”, sagte die Gastgeberin. Paraguay kann auch weiterhin die finanziellen Mittel aus dem Strukturanpassungsfonds Focem abrufen. Aus dem Fonds werden in erster Linie Infrastrukturmaßnahmen wie der Ausbau von… weiter lesen
15.03.2012 von Gaby Küppers
Ernst-Ernesto ist nicht mehr da. Das ist nur schwer zu ertragen. Ganz heimlich haben wir alle, die ihn kannten, auf die eine Ausnahme gehofft. Wenigstens er sollte unsterblich sein. Weil er der alte Widerstandskämpfer war, der nie aufgegeben hat. Weil er der Lehrer war, der nie belehrt hat. Weil er bis zum Schluss vorwärts gedacht hat. Weil er uns alle fasziniert hat. Weil er unendlich solidarisch war. Weil er Humor hatte.

Doch Ernst-Ernesto Kroch ist am 11.März 2012 mit 95 Jahren in Frankfurt/Main gestorben. Das war just am Jahrestag der Katastrophe von Fukushima. Ein Tag, der mich noch einmal sehr mit Ernst Kroch verbunden hat. Denn der GAU war vor einem Jahr noch der Anlass für eine der letzten der unzähligen Aktionen gewesen, die er in seinem langen Leben angestoßen und vorangetrieben hat. Ich habe ihn dabei in Uruguay erlebt.
Ernst Kroch wurde 1917 in Breslau… weiter lesen
02.08.2011 von Gerhard Dilger
Das Gesundheitssystem Kubas ist eines der Aushängeschilder der Revolution von 1959. Die auf der Insel praktizierte Medizin genießt bis heute international einen guten Ruf. Ein Beweis ist die niedrige Kindersterblichkeit, die es mit den höchst entwickelten Staaten aufnehmen kann. Kubanische Ärzte halfen 1998 in Honduras, als der Hurrikan “Mitch” das Land verwüstete und Tausende Menschen medizinische Versorgung benötigten. Gleichzeitig hatte der damalige kubanische Präsident Fidel Castro eine Idee: Statt Ärzte ins Ausland zu schicken, sollten künftig junge Menschen in Havanna Medizin studieren, um später in ihren zumeist armen Heimatländern zu praktizieren. An der Lateinamerikanischen Schule für Medizin erhalten heute alljährlich über 2000 angehende Ärzte ihr Diplom;

die Kosten des Studiums trägt die kubanische Regierung. Die Studierenden kommen aus fast allen Ländern Lateinamerikas und der Karibik, aber auch aus Afrika – und sogar aus den USA…
… heißt es in der Vorankündigung zur halbstündigen SWR-Radiosendung Ärzte made in… weiter lesen
24.07.2011 von Benjamin Kiersch
zum soeben gewonnenen Pokal!
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Grande Diego Forlán… gleich zwei mit links!
10.07.2010 von Benjamin Kiersch
… aber bevor sich die geneigten Latin@rama-LeserInnen zur wirklich sehr empfehlenswerten Lektüre zur WM-Nachlese des Kollegen Gerhard Dilger zurückziehen oder hellseherischen Kraken beim Essen zuschauen, hier zur Einstimmung auf heute abend ein musikalischer Kommentar des verehrten und überaus hörenswerten Jaime Roos…
¡vamo’ arriba la Celeste!
09.07.2010 von Gerhard Dilger
Die WM ist bald um, der Lesesommer kann beginnen. Aufs Wärmste kann ich zwei Sammelbände aus dem kleinen, aber feinen Verlag Assoziation A empfehlen:

die ganz hervorragende Neuerscheinung Uruguay – Ein Land in Bewegung und Futbolistas aus dem WM-Jahr 2006.
Uruguay wird am kommenden Donnerstag von den Mitherausgebern und ila-Journalisten Britt Weyde und Gert Eisenbürger in Bonn vorgestellt.
07.07.2010 von Gerhard Dilger
… so macht taz-Cousine la diaria aus Montevideo ihre heutige WM-Beilage auf.

Und am Samstag “werden wir zum dritten Mal in der Geschichte zum Spiel der Trauer antreten”.