23.05.2013 von Benjamin Kiersch
Heute mal ausnahmsweise ein Filmtipp aus den USA zu einem Thema, das in Lateinamerika offiziell kein Thema mehr ist: die Todesstrafe. Das einzige Land in den Amerikas, in dem nach wie vor fleissig im Namen von Recht und Ordnung gemordet wird, sind die USA – verblüffend, wenn man bedenkt, dass es just das Land ist, in dem „Bravados“ gedreht wurde, ein Film, den allen Latin@rama-LeserInnen aller- aber auch wirklich allerwärmstens ans Herz gelegt sei. Den Text habe ich ursprünglich für meine US-amerikanischen Freundinnen geschrieben – die geneigten LeserInnen mögen die womöglich zuweilen etwas holprige Übertragung aus dem Englischen im voraus entschuldigen.
Also: Gestern nacht sah ich „Bravados“ mit Gregory Peck, ein klassischer Hollywood-Western der alten Schule von 1958. Es war schon verdammt spät…
aber ich konnte mich nicht von der Glotze losreissen. Peck ist einfach grossartig: sieht gut aus, ist schlagfertig (mit der Zunge… weiter lesen
04.08.2012 von Gerhard Dilger
Nach den Olympischen Spielen will Präsident Rafael Correa seine Entscheidung bekanntgeben, ob Wikileaks-Gründer Julian Assange Asyl in Ecuador erhält. Hier ein früherer Moment der Annäherung:
Und der spanische Exrichter Baltasar Garzón hat angeboten, Assange kostenlos zu vertreten.
15.06.2012 von Knut Henkel
Der Grandseigneur des kubanischen Boxports ist tot. Am Montag, den 11. Juni, erlag Schwergewichtschamp Teófilo Stevenson einem Herzinfarkt. Drei Olympiatitel hatte Stevenson vorzuweisen und er galt als Ausnahmeerscheiung im Amteuerboxen – ähnlich wie sein Freund Muhammad Ali bei den Profis. … weiter lesen
15.06.2012 von Gerhard Dilger
Barack Obama wird nicht kommen, um den beliebten NGO-Preis “Fossil des Tages” entgegenzunehmen.

Wegen der derzeitigen, auch wahlkampfbedingten “Lähmung des Weißen Hauses” ging er gestern an die USA. Sie geben im Jahr 151 Milliarden Dollar für fossile Brennstoffe aus, rechnete Aktivist Michael Sand vor.
Heute startet der Völkergipfel, zu dem Zehntausende erwartet werden.
Ausschnitt: O Globo, 15.06.12
03.06.2012 von Knut Henkel
Groß sind die kubanischen Hoffnungen mit dem großen Erdölfund vor der eigenen Küste die latente Wirtschaftslkrise endlich zu beenden. Doch letzte Woche hat die Hoffnung einen ersten Dämpfer erhalten. Mit Repsol wirft ein Ölkonzern das Handtuch und zieht sich aus Kuba zurück. … weiter lesen
05.05.2012 von Knut Henkel
Jung, erfolgreich und zielstrebig sind Attribute, die man gern mit der Jugend eines Landes in Verbindung bringt. Auf zwei kubanische Schauspieler, die gerade einen Film zur Flucht von der Insel abgedreht haben, trifft all das zu. Nun sind sie selbst geflüchtet – wegen der fehlenden Perspektiven. … weiter lesen
16.04.2012 von Knut Henkel

Die Hütte von La Oroya verfügt über den höchsten Schornstein Lateinamerikas und produzierte bis zum Juni 2009 Emissionen, die eine ganze Stadt vergifteten.
Für den in Peru wohl unbeliebtesten Investor könnte es bald vorbei sein. Doe Run Perú, eine hundertprozentige Tochter des US-Bleiproduzenten Doe Run, hat vergangenen Donnerstag die Rote Karte von den Gläubigern gezeigt bekommen. Die lehnten einen Plan zur Neustrukturierung ab, wodurch der Weg für einen neuen Betreiber der Schmelze von La Oroya frei werden könnte. Doch eine Chance hat Doe Run Perú noch.
Sechs Monate bleiben dem Management, um das Aus zu vermeiden. Ein neues Betriebskonzept für die Hütte in La Oroya, wo Kupfer, Blei, Gold, Silber und ein halbes Dutzend weitere Metalle aus Erzen raffiniert werden, muss her – ein Konzept, welchem die Gläubiger zustimmen können und mit welchem man ihnen nicht auf der Nase herumtanzen will.
Das war beim letzten Konzept der Fall,… weiter lesen
22.02.2012 von Gerhard Dilger
Ein bedauerlicher Irrtum? Eine Ironie der Geschichte? Oder doch mehr als ein Zufall? Noch immer streiten sich manche Gelehrte, ob der amerikanische Kontinent seinen Namen zu Recht nach Amerigo Vespucci (1451-1512) trägt – jenem Kaufmann und Seefahrer, der heute vor 500 Jahren gestorben ist.
Fest steht: Wie sich die Europäer in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts die “Neue Welt” vorstellten, geht maßgeblich auf die in vielen Variationen erschienenen Reiseberichte Vespuccis zurück.
1507 veröffentlichte der Freiburger Kartograf Martin Waldseemüller seine Weltkarte, auf der sich zum ersten Mal die Bezeichnung “America” findet – dort, wo heute Brasilien liegt. Begleitet wurde die kunstvoll gestaltete Weltkarte von 2,28 mal 1,25 Metern Größe von einer Einführung in die neue Weltkunde des Entdeckungszeitalters und einer kleinen Globus-Segmentkarte. Die gedruckten Einzelteile ergaben – ausgeschnitten und auf eine Holzkugel geklebt – einen Globus.

Waldseemüller und sein Kollege Matthias Ringmann begründen in dieser… weiter lesen
09.10.2011 von Gerhard Dilger
Von der diesjährigen Bienal do Mercosul in Porto Alegre:
.
Mit diesem Stück hat der ecuadorianische Künstler Jonathan Harker zusammen mit den Panameños Iñaki Iriberri und Rodrigo Sánchez de Señor Loop folgenden Klassiker aus dem Jahr 1946 aufs Wunderbarste kannibalisiert: