Posts Tagged ‘Fidel Castro’

06.03.2012 von Gerhard Dilger
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Happy Birthday, Gabo!

von Gerhard Dilger

Von Graham Greene habe er gelernt, die Karibik in eine “poetische Synthese” zu bringen, verriet Gabriel García Márquez einmal: “Mit einigen verstreuten Elementen, die in einen sehr feinen und realen subjektiven Zusammenhang gebracht werden – mit dieser Methode kann man das ganze Rätsel der Tropen auf den Duft einer verrotteten Guave reduzieren”.

Geboren wurde “Gabo”, wie sie ihn in Kolumbien nennen, vor genau 85 Jahren im Karibikdorf  Aracataca, dem erklärten Vorbild für den mythischen Ort Macondo in “Hundert Jahre Einsamkeit” (1967). Das melancholische Epos um die Buendía-Sippe, von Mario Vargas Llosa als “totaler Roman” bezeichnet, wurde auf Anhieb zum Bestseller.

Doch García Márquez war immer mehr als ein begnadeter Literat. Wie viele lateinamerikanische Autoren pflegte er lange Jahre den Journalismus, den “besten Beruf der Welt”, wie er oft erklärte. Für die Tageszeitung El Espectador, in der seine ersten Kurzgeschichten erschienen waren, berichtete er als Korrespondent aus Europa, darunter illusionslose… weiter lesen

16.12.2011 von Knut Henkel
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Fidel goes Guinness

von Knut Henkel

Das er ein Mann der Superlative ist, wussten wir schon immer. Nun haben wir es aber auch schwarz auf weiß. Nun kommt der Comandante en Jefe ins Buch der Rekorde. Fidel Castro hält nämlich nicht nur den Rekord der längsten Rede aller Zeiten, sondern auch der meisten gescheiterten Attentate – 638 sollen es sein. Doch ein bißchen Recherche wäre schon schön.

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02.08.2011 von Gerhard Dilger
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Internationalismus auf kubanisch

von Gerhard Dilger

Das Gesundheitssystem Kubas ist eines der Aushängeschilder der Revolution von 1959. Die auf der Insel praktizierte Medizin genießt bis heute international einen guten Ruf. Ein Beweis ist die niedrige Kindersterblichkeit, die es mit den höchst entwickelten Staaten aufnehmen kann. Kubanische Ärzte halfen 1998 in Honduras, als der Hurrikan “Mitch” das Land verwüstete und Tausende Menschen medizinische Versorgung benötigten. Gleichzeitig hatte der damalige kubanische Präsident Fidel Castro eine Idee: Statt Ärzte ins Ausland zu schicken, sollten künftig junge Menschen in Havanna Medizin studieren, um später in ihren zumeist armen Heimatländern zu praktizieren. An der Lateinamerikanischen Schule für Medizin erhalten heute alljährlich über 2000 angehende Ärzte ihr Diplom;

die Kosten des Studiums trägt die kubanische Regierung. Die Studierenden kommen aus fast allen Ländern Lateinamerikas und der Karibik, aber auch aus Afrika – und sogar aus den USA…

… heißt es in der Vorankündigung zur halbstündigen SWR-Radiosendung Ärzte made inweiter lesen

07.07.2011 von Gerhard Dilger
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Kann Chávez die Macht teilen?

von Gerhard Dilger

Hugo Chávez ist wieder in Caracas. Doch seine Krebserkrankung markiert einen Einschnitt im Projekt der »bolivarianischen Revolution«. Darüber können auch die pompösen Feierlichkeiten zum 200. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung Venezuelas nicht hinwegtäuschen.

Zum Auftakt der »zivil-militärischen« Parade am Dienstag, auf der allerhand russische und chinesische Waffen vorgeführt wurden, hielt der Staatschef  nur eine kurze Fernsehrede. »Wir sind keine Kolonie mehr, von wem auch immer, und wir werden es nie wieder sein«, sagte Chávez. Nachmittags empfing er seine Kollegen aus Bolivien, Paraguay und Uruguay.

Er konnte und wollte den Feiertag nicht außer Landes verbringen und setzte sich offenbar auch über den Rat seines Freundes und Mentors Fidel Castro hinweg, der für einen längeren Genesungsurlaub in Kuba plädiert hatte. Am Montag, dem Tag seiner Rückkehr, hatte sich Chávez von seinen begeisterten AnhängerInnen feiern lassen. Auf dem »Balkon des Volkes« des Präsidentenpalasts stellte er klar, dass es… weiter lesen

30.09.2010 von Knut Henkel
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Glasnost für Kubas Homosexuelle

von Knut Henkel

Der Name Reinaldo Arenas wurde in Kuba lange Zeit nur hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen. Jetzt ist in Kuba ein Buch über den ungeliebten schwulen Dichterfürsten erschienen, der Anfang der 80er Jahre die Insel verließ. Ein Indiz für den Neuanfang, dem Fidel Castro einen weiteren folgen ließ.

“Messe für einen Engel” heißt das Buch von Tomás Fernández Robaina und das schmale Bändchen, welches dieser Tage in Havanna auf den Buchmarkt kommt, ist so etwas wie eine poetische Entschuldigung. Nicht allein vom Verfasser, dem ehemaligen Freund, Ex-Liebhaber, Ex-Agent und Ex-Feind, sondern auch vom kubanischen Kulturbetrieb und den Verantwortlichen dahinter. Reinaldo Arenas war schließlich nicht irgendjemand sondern ein Kritiker der Revolution, ein Querdenker, der in Kuba zensiert wurde und der sich offen zu seiner Homosexualität bekannte. Auf der revolutionären Insel war kein Platz für einen solchen Mann, der überall aneckte. Schon 1973, sieben Jahre bevor der aus Holguín stammende Schriftsteller die Insel verließ,… weiter lesen

11.01.2010 von Knut Henkel
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Ein Phantom wird sichtbar

von Knut Henkel

Dalia Soto del Valle heißt die Frau Fidel Castros. Das ist immerhin bekannt und das eine oder andere Foto von der Frau an der Seite des bärtigen Revolutionärs gab es auch. Nur gemeinsam mit ihrem Mann hat sich die Mutter von fünf Söhnen, deren Namen allesamt mit A beginnen, nie gezeigt. Mit dem Job der Präsidentengattin hat sich die blonde Frau nie anfreunden wollen oder dürfen. Genaueres ist nicht bekannt und so ist es umso ungewöhnlicher, dass kürzlich Bilder freigegeben wurden, welche das kubanische Ex-Präsidentenpaar mit dem nicaraguanischen Präsidentenpaar in Havanna zeigen.

Aus dem letzten Jahr datieren die Fotos vermutlich. Sie zeigen Daniel Ortega und einen im Rollstuhl sitzenden Fidel Castro sowie deren Frauen beim entspannten Plausch in einer Privatwohnung in Havanna. Auf einem zweiten Bild posieren die vier hingegen stehend für den Fotografen. Ungewöhnliche Bilder, denn penibel hat Fidel Castro immer über sein Privatleben gewacht und… weiter lesen

02.11.2008 von Gerhard Dilger
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Eine muss es sagen

von Gerhard Dilger

Ich sitze in meinem Hotelzimmer in San Salvador, und dank DW-TV erlebe ich taz-Kollegin Adrienne Woltersdorf fast live im heutigen Presseclub. Unsere Frau in Washington zeigt sich als größter Obama-Fan in der Korrespondentenrunde, denn Obama wäre “ein Präsident, der nicht nur dem Kapital dienen wird“.

Das hoffen auch die meisten TeilnehmerInnen des diesjährigen Iberoamerikagipfels, der vorgestern zu Ende gegangen ist. Brasiliens Präsident Lula, der noch während des Gipfels nach Kuba weiterflog, drückt Obama die Daumen: “Ebenso wie Brasilien einen Metallarbeiter gewählt hat, Bolivien einen Indígena, Venezuela Chávez und Paraguay einen Bischof, so außergewöhnlich wäre es, wenn in der größten Volkswirtschaft der Welt ein Schwarzer zum Präsidenten gewählt würde”.

Der greise Revolutionsführer Fidel Castro zeigte sich in seiner Kolumne “Überlegungen des Compañero Fidel” über dieses Statement höchst angetan. Auch Cristina Fernández de Kirchner aus Argentinien und Rafael Correa aus Ecuador haben sich… weiter lesen