30.03.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
“Fucking twat!”
(…)
“He’s a fucking horrible man. Not my cup of tea at all. Fucking rubbish. No edge, no attitude, no nothing.”
(Paul Weller (The Jam, Style Council))
…und das in diesem Kontext:
According to the report, Weller “marched straight up to it [the photo], coughed-up as much phlegm as he could muster and planted it plum in the middle of The Police frontman’s head… as he walked away, Weller then snarled: ‘Fucking twat!’”.
29.03.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
Vor einigen Jahren veröffentlichte James Murphy aka LCD Soundsystem seine Debütsingle „Losing My Edge“. Es war eine Offenbarung: in tiefstem Nerdland watete Murphy, warf mit Referenzen um sich und konnte zugleich die eigene Begeisterung für obskure Musik und des Immer-alles-vor-den-anderen-wissen-wollens wie eben auch die Belustigung über das eigene Verhalten in diesen acht Minuten spiegeln.
Im Gegensatz zu vielen anderen Acts, die sich an der Schnittstelle von Punk, Indie, Electro und Techno abarbeiten, gelang es Murphy gut zwei Jahre später mit der selbstbetitelten Debütplatte ein ganzes Album zu schreiben, das in sich funktionierte und durch den klugen Zug, alle vorherigen Singles wegzulassen, eben gerade nicht wie eine Singles-Collection mit Füllermaterial klang. Ein Fehler, den in diesem Monat beispielsweise die Klaxons begingen.
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28.03.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
Soso! „Think before you speak” also… 10 der 14 Songs auf dem Debütalbum der vier Engländer namens Good Shoes erreichen nicht einmal die Dreiminutenmarke und doch werden diese Lieder keineswegs hardcore-esque durchgeholzt, da die Kürze der Songs an der Reduktion, dem Streben nach Minimalismus und nicht an der Geschwindigkeit liegt. Schwer vorstellbar, dass Sänger Rhys Jones kein hyperaktives Kind war, denn allein das brillante („I’m a talented artist but my hearts not in it / I’m a good shag but i find nobody fit / And I play in a band but I’ve got no talent / And I spit and I drawl but I just don’t change a thing”), mehr gestotterte denn gesungene „All In My Head” lässt starke Nerven bei Rhys’ Mutter vermuten.
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27.03.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
“But his (Anm. d. Red.: McClaren, Trainer der englischen Fußballnationalmannschaft) stance on Rooney may have softened after a missile of a shot in training from the Manchester United man left Frank Lampard with an injured wrist.
If that forces McClaren to leave Lampard on the sidelines, it could amount to the most useful thing Rooney has done for England since those two goals against Croatia in Euro 2004.”
(Matt Lawton, Daily Mirror)
26.03.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
“Der Schriftsteller Rainald Goetz schreibt nicht mehr, er bloggt als Gesinnungsprüfer und verteilt dabei Zensuren an Gott und die Welt. Ein-Mann-TÜV. In seinem Tagebuch streift er von Berlin-Mitte nach Berlin-Mitte.
(…)
Wer das lesen will, muss es unter dem Logo von Vanity Fair tun, der Blog wird hier zu Schminktipps und Society gereicht. So geht Goetz dahin und vertreibt seine Zeit, statt was Vernünftiges zu tun. Es ist eine Tragödie: ein denkender Mensch als Beipackzettel.”
(Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung)
25.03.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
“(…) was umso stilvoller aussieht, wenn man bedenkt, dass die Kollegen von Mia. gerne mal den Eindruck erwecken, als befände sich das Erstsemester der Design-FH auf großer Überlandfahrt.”
(Eric Pfeil, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
23.03.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
Ach ja, die Musikindustrie! Das ist wenigstens noch eine Business-Sparte, die richtige Probleme hat und sich nicht mit Kinkerlitzchen wie der Erderwärmung, der Gesundheitsreform oder dem Rauchverbot herumschlagen muss. Gestern geriet sie in Wallung, weil einer der Hauptsponsoren ihrer Idiotenpreisverleihung „Echo“ auf Eco-Betrieb schalten wollte. Dachte sich doch der freche Volkswagenkonzern, der wie die gesamte deutsche Autoindustrie dieser Tage ob der Umweltfeindlichkeit seiner Produktpalette unter Beschuss geraten war, „da setzen wir mal ein Zeichen“ und entschied sich, den VIP- und Superstarshuttleservice nicht mit diesen endcoolen, heißbegehrten und credibilityträchtigen VW Phaetons (wie? was?) zu bestücken, sondern mit dem kleinen Umweltfreund VW Polo. … weiter lesen
21.03.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
Ein Vierteljahr ist nun ins Land gezogen, seit das Popblog einen ersten Ausblick auf die wichtigsten Bands der kommenden Monate warf. Einige der damals viel gerühmten Debütanten haben ihre ersten Erfolge gefeiert und auch beide Alben des Monats – Auszeichnungen des Popblog waren heiß getippte Neulinge: Jamie T und The Good, The Bad & The Queen.
Ein guter Grund, noch etwas tiefer zu graben: weitere Bands, die bis dato noch kein Debütalbum veröffentlicht haben, von denen aber Großes erhofft wird.
New Rave.
Er ist da, zumindest in England. Die Klaxons sind mit ihrem Debütalbum bereits auf Platz zwei geschossen, während Deutschland wie immer die erste Welle bereits verschlafen hat, so dass erst Ende März endlich „Myths Of The Near Future“ hierzulande erscheinen wird. Nachdem die Speerspitzen der Szene bereits im Januar abgefeiert wurden, wird hier nun ein Auge auf das Fußvolk gerichtet.
Shitdisco… weiter lesen
20.03.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
“Man könnte Christian Kracht fast dafür bewundern, wie es ihm immer wieder gelingt, mit minimalem Einsatz maximale Aufmerksamkeit zu erregen. Obwohl er bislang zwei recht schmale Romane veröffentlicht hat, von denen auch nur das Debüt “Faserland” (1995) gut war, hält sich das Gerücht, er sei ein großer Schriftsteller.
(…)
Mit “Metan”, seinem neuesten gemeinsamen Werk, das er gemeinsam mit Ingo Niermann verfasste, hat Krachts Schaffen nun seinen vorläufigen Tiefpunkt erreicht. Wenn das Buch überhaupt zu irgendetwas taugt, dann als Beispiel, wie man mit Hilfe von Google und Wikipedia im “Copy & Paste”-Verfahren in Windeseile einen Text zusammenschustern kann, den man der Öffentlichkeit als großen Wurf verkauft.
(…)
Wenigstens ist der Name des Buches stimmig gewählt. Wie das Gas, das dem Rind entweicht, verbreitet es einen unangenehmen Geruch. Doch immerhin ist der flüchtig.”
(Harald Peters über “Metan” von Christian Kracht/Ingo Niermann, Welt am Sonntag)
17.03.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
Die britischen Punk-Epigonen Dustin’s Bar Mitzvah, deren “Get Your Mood On” im Februar zu einem unserer Alben des Monats gewählt wurden, schreiben in Person des Sängers Dave Lazer einen 9-Schritte-Guide “Hot to not die when on tour” exklusiv für das Popblog bevor sie ab dem 22. März auf deutschen Bühnen stehen werden.
Aber nun Dustin’s Bar Mitzvah über grünen Tee, grünen Tee mit Saki und Dinge, die man in des Drummers Mund stecken kann:
How To Not Die When On Tour
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