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vonChristian Ihle & Horst Motor 04.03.2008

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Im Booklet der neuen CD der Punkband Pascow steht in großen Lettern „Meine Macht für Niemand“ geschrieben und so weiß man gleich, wohin der Hase läuft: hier wird einerseits die Faust stolz gen Revolutionshimmel gereckt und gleichzeitig mit der anderen Hand ganz tief im Referenzkasten der Popkultur gewühlt. Und kann man etwas Besseres mit seinen zwei Händen machen als Revolution anpacken und Popkultur verwursten?
Mit „Nächster Halt gefliester Boden“ haben die Saarländer dabei eines der besten Punkalben der letzten Jahre geschrieben – und das trotz Turbostaat, Captain Planet oder Muff Potter.

Pascow

Pascow gelingt es, auf dem schmalen Grat zwischen Pathos und Wurstigkeit, Nerdtum und Gossenschlag fehlerlos zu wandeln. Ihre große Stärke liegt darin, den 1-2-3-4-auf-die-Fresse-Punk mit den nötigen Melodien zu verbinden (ohne sich dabei jedoch wirklich einem wie auch immer gearteteten Pop-Punk anzubiedern) und über diese aggressiven, aber eingängigen Lieder clevere Texte zu singen. Aber letzteres kann man wohl auch von einer Band erwarten, die vor einigen Jahren mit einem Songtitel wie „Thom York? Das hat uns die Intro eingebrockt!“ für Aufsehen sorgte.
Am Ende des Albums drosseln Pascow dann doch einmal das Tempo und liefern mit dem Midtempo-Stück „Zuviel für Berlin“ noch eine Hymne für den einsamen, aber stolzen Heimweg ab. Das mag zwar durchaus etwas emo sein, aber dank der Wildheit, die voran ging, nie zu viel.

Anhören!
* Zuviel für Berlin
* Toulousi (mp3)
* Joe Strummers Gewissen

Im Netz:
* MySpace
* Homepage

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