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vonChristian Ihle 16.03.2009

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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„Eins vorneweg: Christian Petzold ist ein herausragender Regisseur – wenn er Filme dreht. Für „Die innere Sicherheit“, „Wolfsburg“ oder „Yella“ ist er zu Recht viel gelobt und ausgezeichnet worden. Aber irgendwann wollte er trotzdem eine Pause vom Kino machen. Und irgendjemand hat das am Deutschen Theater Berlin gehört und sich gedacht, das wäre jetzt eine gute Gelegenheit, Petzolds Erfolge von der Leinwand auf die Bühne zu holen. Wie sie sich das eben manchmal in den Führungsetagen austüfteln, wenn der allzu starre Blick auf Kasse und mediale Aufmerksamkeit jede seriöse Programmplanung über den Haufen wirft.

(..)

Das gesamte Ensemble kämpft unverdrossen mit der ausgeprägten Nicht-Regie von Christian Petzold, der das Stück lediglich arrangiert, nicht inszeniert – und selbst das ziemlich stümperhaft. Man hätte ihm wie den Darstellern und dem Publikum eine solche Blamage ersparen können. Und auch Schnitzler hat es nicht verdient, dermaßen verödet und verflacht zu werden, obwohl er einst bereits Schlimmstes ahnte: „Die Nachwelt ist nicht besser als die Mitwelt. Sie ist nur später.“

(Irene Bazinger in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über Christian Petzolds Debüt als Theaterregisseur)

Inhaltsverzeichnis:
* Die ersten 150 Folgen Schmähkritik

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