Archive for August, 2011

31.08.2011 von Christian Ihle
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Jack White produziert Insane Clown Posses Mozart-Cover: “Leck mich im Arsch”

von Christian Ihle

1. April? Oder einfach nur frisch sommersirr?

Jack White, der alte Traditionalist, hat sich ausgerechnet die bizarren Rapper von Insane Clown Posse als neue Kollaboration herausgesucht und wird deren neue Single produzieren sowie sogar auf seinem eigenen Label herausbringen.
Dass der Song dazu noch sozusagen ein Cover eines Mozart-Stückes ist und einen deutschen Titel trägt, lässt kaum noch Steigerungsmöglichkeiten auf der Absurditätsskala offen. Titel der bizarren Zusammenarbeit ist übrigens “Leck mich im Arsch”, was es nicht gerade weniger absurd macht… Ich gebe mich geschlagen. Und da sagt man immer, Jack White wäre ein humorloser Bastard.

Man glaubt es nicht, aber seht – und hört – selbst:

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Insane Clown Posse – Leck Mich Im Arsch by Third Man Records

Dass die Insane Clown Posse immer wieder für haarsträubende Absurditäten gut ist, haben wir übrigens hier schon einmal anhand… weiter lesen

31.08.2011 von Christian Ihle
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Schmähkritik (438): Liam Gallagher über Noel Gallaghers Soloalbum

von Christian Ihle

Ach die Gebrüder Gallagher! Nachdem Noel erst Liam beschuldigt hatte, auf der letzten Oasis-Tour nur Werbung für sein Pretty-Green-Modelabel machen zu wollen, Liam dann Noel Anwälte auf den Hals gehetzt hatte, um letztendlich sich doch noch außergerichtlich zu einigen, könnte sich jetzt wieder alles wieder in ruhigere Gewässer begeben… aber natürlich nicht, ohne dass Liam Noels bald erscheinendes Solodebüt mit einem für seine Verhältnisse beinah subtilem Seitenhieb versieht:

“I have sung on half of them [the tracks], it was a lot better when I was singing on them but I am sure people will like the soft approach.”

(Liam Gallagher in einem Interview mit BBC6)

Das Schöne bei den neuen Gallagher-Songs ist ja: sie klingen wie die alten Gallagher-Songs und so könnten wir theoretisch gleich Liams Aussage auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. Zunächst Noels (sehr ordentliche und beadyeyeüberlege) neue Single “The Death Of You & Me”, danach das, ehm, ähnlich klingende The Importance Of Being Idle aus der Oasis-Spätphase – ausgerechnet aber bei dem Song hatte auch damals schon Noel die Leadvocals übernommen. Der ältere Bruder ist halt doch der Cleverere von beiden…

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30.08.2011 von Christian Ihle
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Haldern Festival 2011: Eine Wand aus Lärm.

von Christian Ihle

Oberhausen, Duisburg, Leverkusen,… die Schreckgespenster entlang der A3 sind zahlreich. Umso größer ist die Freude, wenn man dann nach einigen Stunden Fahrt endlich die Ausfahrt Richtung Haldern nehmen darf. Zumal man ja in so einem Fall nicht nur die Autobahn verlässt, sondern auch den dunklen Alltagstrott.

Haldern-Greenhorns, die wir sind, lassen wir dann erst mal den Container mit den Presseakkreditierungen rechts liegen. Auch am Bierstand outen wir uns wenig später als Festival-Neulinge: Unser Geld will man nicht, wir sollen es in Pop-Taler umtauschen. Kurzzeitig hatten wir schon gedacht, der Euro sei gar nichts mehr wert. Apokalypse an den Börsen und in der Eurozone, während wir gemütlich auf der A3 im Stau standen und zur aktuellen David Hasselhoff in die Hände klatschten. Dies ist nicht der Fall, das Haldern hat einfach nur seine eigenen Gesetze, wie wir mit einem Blick auf die Schlange vor dem Spiegelzelt feststellen. Da ist ordentlich Frust-Potential in der ca. 300 Meter langen Menschenkette. Weil wir dekadente Presseheinis sind, dürfen wir uns an der Schlange vorbeimogeln und flüchten somit vor den ersten Regentropfen. Genug der Anekdoten, erzählen wir lieber von den musikalischen Höhen und Tiefen des Haldern Pop Festivals 2011.

Alle, die am Donnerstag frühzeitig angereist sind, können um 17 Uhr mit dem Auftritt von Isbells die Festivaleröffnung in der St. Georg Kirche erleben. Wer es etwas langsamer angeht und dennoch rechtzeitig einen Platz im prachtvollen Spiegelzelt ergattert, kann Ben Howard und jede Menge offene Münder begutachten. Liegt es daran, dass man bei Festivalbeginn noch aufmerksamer ist oder mehr Bock auf Live-Musik? Könnte man soziologische Studien darüber abhalten, Fakt ist, dass man auch am Samstagabend noch Menschen trifft, die ihrer Begeisterung über Ben Howard Ausdruck verleihen können. Den behalten wir im Auge. Yuck wiederum haben wir schon lange auf dem Zettel. Fantastischer amerikanischer 90er-Indierock, der aber überraschenderweise aus Großbritannien kommt. Nach anfänglichen Soundproblemen kämpft sich das Quintett in ein schön kantiges Set, das scheinbar nur aus Hits zu bestehen scheint. „Trying to make it through the wall“, nölen sie in die Mikros und hauen zum Schluss eben eine solche Wand aus Lärm raus. Da stimmt alles. Ganz im Gegensatz zu Julia Marcell. Die Polin, die vor wenigen Wochen ihr zweites Album auf dem Haldern Pop Label veröffentlicht hat, nervt mit einem esoterischen Auftritt, der weder ihrem von Moses Schneider produzierten Sound auf Platte gerecht wird, noch den Vergleichen mit Björk und Konsorten standhalten kann. Dabei klang die Single „Matrioszka“ durchaus vielversprechend. Anna Calvi macht das später an selber Stelle deutlich besser. Markante Stimme, durchdringendes Gitarrenspiel, keine große Show, einfach nur ein Gespür für große Songs und dafür, wie Blues auch im Jahr 2011 noch spannend klingen kann. Schade, dass das Brandt Brauer Frick Ensemble trotz des spannenden Ansatzes, nämlich Techno mit klassischen Instrumenten zu kombinieren, zu sehr in der eigenen Mathematik verhaftet bleibt. Das war in der entschlackten Technoversion auf dem Immergut Festival deutlich unterhaltsamer.

Am Freitag müssen wir leider einige spannende Bands und Künstler an uns vorbeiziehen lassen: Bodi Bill, Golden Kanine, Socalled, selbst bei Dry The River verpassen wir den Anfang. Lediglich The Antlers nehmen wir voll und ganz mit. Passt auch, denn den Herren um Songwriter Peter Silberman geht es ähnlich wie uns: am Abend zuvor etwas zu lange mit den Thekenkräften geplaudert. „Ihr wisst gar nicht, wie beschissen es mir geht“, gibt der sonnenbebrillte Silberman zu Protokoll und fügt mit einem Lachen hinzu: „Aber ich habe es nur für euch getan.“ Macht aber gar nichts, die Antlers holen trotzdem alles aus ihrem etwas frühen Slot um 16:30 Uhr raus. Zeitlupenpop mit ergreifenden Geschichten über den Tod und alles davor und danach. Bekräftigt einen nochmal darin, das aktuelle Album „Burst Apart“ überall abzufeiern. Über das aktuelle Werk von Okkervil River lässt sich dagegen noch streiten. Die waren doch mal mitreißender und warum spielen die denn live alle Hits kaputt? „Aber darin liegt doch gerade der Charme“, erklärt der Kollege. Wir werden uns da nicht einig, müssen wir ja auch nicht. Halten wir lieber fest, dass Nils Frahm und Anne Müller im Rahmen des Erased Tapes Special einen fantastischen Auftritt hinlegen. Feinstes Kopfkino für Fans von Klavier, Streichern und Elektrogefrickel. Zufriedener kann man sich kaum ins Zelt verabschieden, nicht mal die Springerstiefel-tragenden Zeltplatzhooligans, die gerade das benachbarte Auto zerstören wollen, können einem da die Laune verderben.

Der Samstag beginnt mit der Info, dass wir mit Other Lives … weiter lesen

28.08.2011 von Christian Ihle
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Schmähkritik (437): Parteienforscher Franz Walter über die Fleet Foxes

von Christian Ihle

“Na ja, ich bin tatsächlich sehr konservativ. Sieht man ja an meinen zotteligen Haaren, den ewigen T-Shirts, meinem bockigen Katholizismus. Aber um nichts auf der Welt möchte ich wirklich noch einmal in die Enge eines Milieus zurück. Ich weine auch meiner linken AstA-Zeit in den 1970er Jahren nicht hinterher; dafür war vieles einfach nur verrückt. Und die Ikonenverehrung auf der Linken, ob für Che, Rudi oder Ulrike, war mir immer verächtlich. Doch zugegeben, in der Musik bin ich bei Cream, Hendrix, Steve Winwood stehen geblieben. Kurt Kister, der Chef der „Süddeutschen“ schrieb vor kurzem mal eine Eloge auf die Band „Fleet Foxes“, die gibt es erst seit ein paar Jahren. Ich wollte auch mal für das Neue aufgeschlossen sein, kaufte mir eine CD – und habe furchtbar gelitten. Was für ein trantütiges Musikvalium. Da war ich zugegebenermaßen beim „früher, ach früher“.”

(Parteienforscher Franz Walter in einem Interview mit der Welt über die Fleet Foxes)

Weitere Schmähkritiken über die Fleet Foxes:
* Nr. 428: “…They lull you in with their flawlessly polished music and hey-nonny-nonny you into a hypnagogic state, with the aim of making the world safe for the bland, the dull and the wi-fi enabled….”

My Favourite Records:
* …mit den Fleet Foxes.

Mit Dank an Björn!

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26.08.2011 von Christian Ihle
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My Favourite Records mit K.I.Z.

von Christian Ihle

kiz

Mit ihrem neuen Album “Urlaub fürs Gehirn” haben die Berliner Rapper K.I.Z. nun bereits das dritte Top-10-Album in Folge gelandet – bei stetig besser werdenden Platzierungen, auch wenn noch keine Nummer-1-Platte wie bei Casper bisher herausgesprungen ist.

* Die drei besten Punksongs/-singles?

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.

** Terrorgruppe – Opa,
** Die Kassierer – Das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist…,
** NOFX – Kill All The White Man

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* Ein Song, der Dich immer zum Tanzen bringt?

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- Stevie Wonder – Superstition

* Die interessanteste / beste „neue“ Band ist? … weiter lesen

25.08.2011 von Christian Ihle
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Fantasy Film Fest (4): Kill List, Hell

von Christian Ihle

Kill List

1. Der Film in einem Satz:

Get Carter goes Wicker Man.

2. Darum geht‘s:

Ein Film, drei völlig unterschiedliche Akte. Akt 1: Gemeinsames Abendessen von zwei Pärchen, das im Ehestreit endet. Akt 2: Mann nimmt als Folge des Streits doch seine seit acht Monaten ruhende Arbeit auf und geht wieder seinem Tagesjob als Auftragskiller nach und arbeitet mit seinem Kollegen eine “Kill List” ab. Akt 3: Dass in den beiden bisherigen Akten bereits im Subtext immer noch etwas anderes mitgeschwungen sein könnte, bewahrheitet sich. Der Film nimmt eine Abzweigung, die man so nicht unbedingt erwartet hätte (und die, möglicherweise, auch nicht so ganz schlüssig zum Restfilm passt).
Für sich genommen sind alle drei Akte brillant und durchaus auch so gut ineinander verwoben, dass keiner der Akte nicht aus dem vorherigen entstehen könnte. Der brutal nihilistische Schluß ist auch atmosphärisch gerechtfertigt, wenngleich hier weniger vielleicht sogar mehr gewesen wäre. Ansonsten zeigt Kill List erneut, dass Briten harte Thrillerdramen, die im Alltagsleben verwurzelt sind, drehen können wie niemand sonst. Eine Empfehlung!

3. Der beste Moment:

Die subtil eingewobenen Szenen, dass irgendetwas in diesem Film nicht stimmt. Dass er unter der Oberfläche mehr ist als ein reiner Auftragskillerfilm.

4. Diese Menschen mögen diesen Film:

Wer “Dead Man’s Shoes” (“Blutrache” auf deutsch) oder “London To Brighton” mochte und auch mit einem klassischeren Horrorende als bei den beiden ultrarealistischen Dramen zurecht kommt.

* Regie: Ben Wheatley
* imdb

————–

Hell

1. Der Film in einem Satz:

Die Hölle auf Erden: wenn man in einen bayrischen Bauernhof einheiraten muss. … weiter lesen

24.08.2011 von Christian Ihle
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Schmähkritik (436): Steve Albini über Odd Future und Tyler The Creator

von Christian Ihle

“I haven’t mentioned this until now because I expected this shit to collapse into its own emptiness the way Salem and Vanilla Ice did before them, but whatever. I spent about 40 minutes with these little pricks at the end of May and I haven’t wanted to strangle anybody that much in a real long time.

Their music is nothing, but sooner or later these little scrubs are going to get their asses kicked, and I suspect all their bullshit will calm down significantly after that happens.

Unhinged? Nah. Pedestrian eighth-grade shock nonsense fit only to upset grannies. Crazier shit is said at playgrounds every day.
(…)
My band shared an airport shuttle with them in Barcelona. They piled onto the shuttle late, after finally getting corralled by their minder, who was nursing a head wound with an ice bag wrapped in a towel. They piled in, niggering everything in sight, motherfucking the driver, boasting into the air unbidden about getting their dicks sucked and calling everyone in the area a faggot. Then one of them lit a joint (or a pipe, I didn’t look) and told the driver to shut the fuck up nigger and smoked it anyway. A female passenger tried to engage one of them in conversation, but he just stared at her with a dead-to-me stare while his seatmate flipped double birds in her face.

The whole trip they complained about not being at a McDonalds and repeatedly shouted for the motherfucker to pull over so they could get some fucking McDonalds nigger. Interspersed with the McDonalds requests were shouted boasts about how often they masturbated and fucked bitches nigger and got paid like a motherfucker fifty grand like a motherfucker. They continued complaining that the trip was taking too long and insisted they be fed immediately all the way to the airport, where their minder presumably fed them.

I am quite happy none of them engaged me directly, because at least one of us would have regretted it.
(…)
they go out of their way to make it clear that this is not a case of regular people making music about assholes, but … weiter lesen

22.08.2011 von Christian Ihle
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Fantasy Film Fest (3): 22nd Of May, The Revenant

von Christian Ihle

22nd Of May

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1. Der Film in einem Satz:

Ein Kaufhaus. Ein Bombenanschlag. Ein Requiem.

2. Darum geht‘s:

Sam ist Securitymann in einem Kaufhaus. Jeden Tag strömen verschiedene Menschen an ihm vorbei. Heute auch ein Kapuzenträger mit Bombe am Bauch. Das Kaufhaus explodiert, Sam überlebt, alle anderen nicht.

Mehr passiert im zweiten Film des Belgiers Koen Mortier (Ex-Drummer) nicht. Nach der Explosion findet sich Sam in menschenleeren Räumen, U-Bahnen, Straßen wieder, wo ihm die beim Terroranschlag Umgekommenen begegnen und ihre Geschichte erzählen. Warum sie im Kaufhaus waren. Warum sie ihr Leben an diesen Punkt geführt hat. Warum er den Anschlag nicht verhindert hat.

Koen Mortiers “22nd Of May” ist in vielerlei Hinsicht das Gegenteil zu seinem brillanten “Ex-Drummer” (unser Film des Jahres 2009!): wo “Ex-Drummer” laut, krude, brutal, wild und schnell war, ist “22nd Of May” introspektiv, zeitlupenhaft, nachdenklich. Was gleich bleibt: die emotionale Wucht und die wunderbaren Bilder, die Mortier auf die Leinwand bringt.

3. Der beste Moment:

Die Superzeitlupenmontage gegen Ende des Films, wenn noch einmal die Bombe, die Explosion und der Tod gezeigt werden. Schöner wird Terror nimmer.

4. Diese Menschen mögen diesen Film:

Wer sperriges, nachdenkliches Kino bei gleichzeitiger Härte vertragen kann.

* Regie: Koen Mortier (frühere Glanztat: Ex Drummer)
* imdb

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The Revenant

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1. Der Film in einem Satz:

Hey Dude, where is my blood?

2. Darum geht‘s:

Der Golfskriegsheld Bart wird begraben – und wacht zwei Wochen später zu seiner eigenen Überraschung wieder auf. Was tut man so, wenn man ein – ja, was eigentlich? – Zombie, ein Vampir, ein Wiedergänger geworden ist? … weiter lesen

20.08.2011 von Christian Ihle
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Fantasy Film Fest (2): Stake Land, Julia X 3D

von Christian Ihle

Julia X 3D

julia x

1. Der Film in einem Satz:

Ein Horrortrashfilm gewordener “Slutwalk”!

2. Darum geht‘s:

Die hübsche Julia trifft sich zu einem Internetdate und landet in den Händen eines Serienmörders – doch eine halbe Stunde später stellt sich heraus, dass Julia selbst eine Serienmörderin ist, die die Welt von potentiellen Date-Vergewaltigern befreien will.

Subtil ist Julia X sicherlich nicht. Kruder Humor, viel Blut und beinah comichafte Gewaltexzesse machen einen Großteil des Films aus und gerade die erste halbe Stunde ist (wohl beabsichtigter) Klischeehorrortrash. Aber als die Rollen nach und nach vertauscht werden, fängt Julia X an, tatsächlich ungewöhnlich und interessant zu werden, wird doch das übliche, horrorfilmimmanente Mann-Frau-Dominanz-Verhältnis auf den Kopf gestellt und ganz explizit ausgesprochen, dass sexy Kleidung eben keine Einladung zu Geschlechtsverkehr bedeutet. So ist Julia X gesellschaftspolitischer als man es in diesem Genre erwarten dürfte.
Hier wird zwar, im wahrsten Sinne des Wortes, mit dem Holzhammer argumentiert, aber eben in einer für das Genre so ungewöhnlichen Schlagrichtung, dass man vor Julia X nur den Hut ziehen kann. Dass vor allem die Mittelphase auch noch unterhaltsam ist, nehmen wir gerne als Bonus um die fürchterliche erste halbe Stunde zu verdrängen.

3. Der beste Moment:

Als Julias kleine Schwester Jessica den unschuldigen KFZ-Mechaniker von nebenan verführt und mit Mordabsichten ins Haus zerrt – dort aber erst einmal ein überaus amüsanter Dialog zwischen unschuldigem KFZ-Mechaniker und dem ebenfalls dort festgehaltenen Date-Vergewaltiger entsteht.

4. Diese Menschen mögen diesen Film:

Die wahrscheinlich recht kleine Schnittmenge aus Slutwalk-FeministInnen und Trashhorrorkomödien-Liebhabern.

* Regie: P.J. Pettiette
* imdb

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Stake Land

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1. Der Film in einem Satz:

28 Days Later on The Road durchs White Trash Hillbilly Gebiet.

2. Darum geht‘s:

Der Bub Martin wird vom geheimnisvollen Einzelkämpfer “Mister” unter seine Fittiche genommen, als ein Vampir Martins Eltern tötet. Martins … weiter lesen

19.08.2011 von Christian Ihle
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My Favourite Records mit Crocodiles

von Christian Ihle




Am morgigen Samstag wird der Festsaal Kreuzberg zur C & C Lofi Factory, treten doch die Indiepop-Könige Crocodiles aus San Diego und die Wahl-Londoner Comanechi auf (die hervorragende yeahyeahyeahs-esque Hauptband von Akiko, die im Nebenjob wiederum bei The Big Pink auf dem Schlagzeugstuhl sitzt)!


Da die Crocodiles letztes Jahr ein tolles Album veröffentlicht haben, mit diesem Video glänzen konnten…


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…und zudem kürzlich ganz hervorragend im Tandem mit Dee Dee Dum Dum von den Dum Dum Girls in der Berliner 8mmBar aufgelegt haben, dürfte ein Lieblingsplattenfragebogen sehr interessant sein:

* Your three favourite Punk singles/songs?


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Brandon:
** Black Flag “Nervous Breakdown”,
** Ivy Green “I’m Sure We’re Gonna Make It” and
** The Saints “This Perfect Day”, I guess.
It’s too hard to narrow down three songs!


Charles:
** Sex Pistols-God Save The Queen,
** Suicide-Ghost Rider,
** Richard Hell-Blank Generation


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* A record that will make you dance? … weiter lesen