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vonChristian Ihle 17.11.2011

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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1. Der Film in einem Satz:

Harold & Maude meets Hallam Foe unter der Regie von Wes Anderson.

2. Darum geht‘s:

Der 15jährige Oliver Tate ist ein Sonderling, der selbst in seiner an Neurosen reichen Familie noch hervorsticht. Er führt Buch über das Sexualleben der Eltern, entwirft Schlachtpläne, um seine Unschuld zu verlieren, schleppt sein dazu erwähltes Opfer in Carl-Dreyer-Filme und schenkt ihr Nietzsche-Bücher. Die Eltern sind derweil beinah der Katatonie verfallen und dass im Nebenhaus die Jugendaffäre (Paddy Considine) der Mutter einzieht, führt zu weiterer Beunruhigung…

Regisseur Richard Ayoade wurde durch seine Rolle als Computer-Geek in IT Crowd bekannt und präsentiert mit „Submarine“ seinen ersten eigenen Kinofilm – der ihm fabelhaft gelungen ist. Ein wunderbares Drehbuch, eine hervorragende Besetzung sowie ein eigens dafür geschriebener Soundtrack von Alex Turner (Arctic Monkeys) tun ihr Übriges. Viel besser war Wes Anderson damals bei „Rushmore“ auch nicht!

3. Der beste Moment:

Wenn Oliver in der Schulklasse tagträumt und sich seinen eigenen Tod vorstellt – die Reaktionen der Mitschüler, die brüchige Stimme des Direktors beim Verkünden seines Dahinscheidens, die Lichterketten durch ganz Wales… oder das Aufklärungsgespräch zwischen Mutter und Sohn, bei dem Sohn Oliver mehrere Anläufe benötigt, um die Mutter davon zu überzeugen dass er tatsächlich eine Freundin hat!

4. Diese Menschen mögen diesen Film:

Wer die schrägen Außenseiter-Komödien schätzt, mit denen Wes Anderson seit Jahren das Publikum verzaubert und dabei auch morbide Szenen akzeptieren kann.

* Regie: Richard Ayoade
* imdb

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