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Beiträge getaggt mit ‘Tomte’

05.11.2009

Alben des Jahrzehnts – 2000: “Sonnige Nacht” von Tomte

von Christian Ihle

Wahrscheinlich lernten viele andere Thees Uhlmann wie ich kennen: über sein Tocotronic-Tourtagebuch, das lakonisch den RocknRoll abfeierte und in dieser Hinsicht, wie Uhlmann wohl sagen würde, ordentlich deliverte. Das Büchlein mag lange vergessen sein, aber Uhlmanns eigene Band Tomte sollte in den folgenden Jahren zu einer der größten des Landes heranwachsen. Eine Tatsache, die man sich im Jahr 2000 bei “Sonnige Nacht” noch nicht einmal hätte erträumen können!

tomte sonnige nacht

Während Tomte in den Folgejahren immer weiter aus der Garage in die neue Bürgerlichkeit schritten, war “Sonnige Nacht” im Vergleich zum wilden Schrammelindiepunk des Debüts “Du weißt was ich meine” vielleicht der Moment, an dem die verschiedenen Tomte-Elemente am vollkommendsten zueinander fanden. Thees mag 2000 noch eher versuchen zu singen und der für die Instrumentierung Verantwortliche würde wohl nur darüber lachen, wenn jemand von “Geigen wie bei Wonderful World” spräche, aber einen unschätzbaren Vorteil hatte diese Herangehensweise gerade für Thees Uhlmanns Texte, die schon immer bevorzugt mit ordentlich Pathos oder der in die Luft gestreckten Faust uns an die Wand drücken wollten: durch die noch schroffe musikalische Untermalung wird eben jener Pathos nie zuviel, sondern baut im Gegenteil ein Spannungsfeld auf, das diese Songs auch nach zehn Jahren noch so verdammt lebendig macht.

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17.01.2009

Schmähkritik (151): Tomte

von Christian Ihle

“Die dümmste Band Deutschlands, und das ist jetzt offiziell, ist natürlich Tomte. Nur kriegt das schon gar niemand mehr mit. In der Berliner Stadtzeitschrift Zitty wird mit dem Sänger der Band, dem ultranervigen Thees Uhlmann, über die Kunst des Textens und die Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache philosophiert. Hallo? Hat sich mal jemand das Gesülz auf Tomte-Platten angehört? Unerträglichere Pennälerlyrik gab es im deutschen Pop selten, »Dein ist mein ganzes Herz« ist dagegen große Kunst. Und dann dieses Thees-Uhlmann-Gehabe in der letzten Zeit, dieses schrecklich Campinohafte, diese Bereitwilligkeit, den Deppen aus der Rockbranche zu machen, der so ist wie du und ich und mit dem du gut zwei Bier trinken kannst und der aber trotzdem in unsinnigen Talkshows herumhocken darf. Kann nicht mal jemand Tomte wieder abstellen, die Band des Landes verweisen, ihr ewiges Auftrittsverbot erteilen, ihre Platten verbrennen, Thees Uhlmann das Singen und Reden verbieten?”
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26.12.2008

Alben des Jahres 2008: Juli – November

von Christian Ihle

Was das Popblog im Laufe der Monate empfehlenswert fand, Teil 2…

Juli 2008

Platz 1: Yeti – The Legend Of Yeti Gonzales

“Mehr oder minder unerwartet bläst einen nun aber das Debütalbum mit dem albernen Titel „The Legend Of Yeti Gonzales“ aus den Schuhen: nicht nur dass der Mod-Rock eingemottet wurde und die Byrds wieder als Hauptinspiration gelten dürfen, nein, dazu kommt auch noch feingeistiges Gitarrenspiel und Arrangements die gar an das legendäre „Forever Changes“ von Love erinnern.”
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26.11.2008

Album des Monats Oktober / Platz 1: Tomte – Heureka

von Christian Ihle

tomte heureka

„Du nennst es Pathos, ich nenn’ es Leben“ singt Thees Uhlmann auf der neuen Tomte-Platte und prognostiziert damit die wahrscheinlichste aller Tomte-Kritiken der jüngsten Jahre: die Pathosmaschine wurde wieder angeworfen. Dabei ist es aber doch ein Irrtum, Tomte in ein früheres, schnoddriges Leben und ein pathetisch aufgeblasenes, späteres Dasein zu teilen, denn Uhlmanns Texte waren schon auf dem Debütalbum dem großen Sentiment nie abgeneigt – oder wie will man eine Textzeile der Marke „Ich habe den ganzen Tag Tulpen eingepflanzt, doch ich fühle mich als hätte ich die ganze Welt gepflügt“ denn sonst nennen.
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06.11.2008

Schmähkritik (128): Tomte

von Christian Ihle

“Der Posten des popkulturellen Pausenclowns, des Alibi-Rockers, der in Boulevardmagazinen wie am Katzentisch der Bundesregierung den Deppen markieren darf, war über Jahrzehnte von Heinz Rudolf Kunze bestens besetzt. In den letzten Jahren gab es einen eindrucksvollen Nachfolgekampf verschiedenster Bewerber, die bereit stehen wollen, wenn Kunze mal aus dem Sessel kippen sollte. Bedingung: Man muß in möglichst schlechtem Deutsch banale Texte schreiben, die einsame Biologielehrerinnen zum Kauf von CDs verleiten, zum Beispiel. Die das beinhalten, was “Zeit”-Leser für “Rockmusik” halten. Vertont auf eine Art, die mit dem Wörtchen “Musik” zu anspruchsvoll beschrieben sein würde.
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09.10.2008

Mp3-Blog: Tomte

von Christian Ihle

Nachdem wir alle gespannt auf das neue Tomte-Album warten und uns fragen, was glückliche Vaterschaft und heftige Bandumwälzungen für Auswirkungen auf das Tomte-Werk haben, ein Rückblick auf einen Song aus den frühen Momenten der Karriere 1996.

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08.10.2008

Schmähkritik (118): 1000 Robota über die deutsche Musikszene

von Christian Ihle

Feindbilder? “Tomte, Kettcar, Herrenmagazin, die Kilians. Trost suchende Gewohnheitstypen, die sich ab und an dazu entschließen, mit ihrem kleinen Reclam-Heftchen in Bars abzuhängen, St.-Pauli-Fans und Freund von allem und niemandem zu sein.”

(Anton Spielmann, 1000 Robota, in der ZEIT)

1000 Robota im Popblog:
* Album des Monats September: Platz 2
* Schmähkritik Nr. 110 über 1000 Robota

24.12.2007

Songs des Jahres – Heimische Bands erzählen…

von Christian Ihle & Horst Motor

Weihnachten feiert man doch am Liebsten im Kreise seiner Freunde und Liebsten. Grund genug für den popblog in der Welt herumzufragen, was denn 2007 gerockt, geknallt, gescheppert hat, dass es eine wahre Freude war. Die Freunde schrieben eifrig zurück, so dass wir eine kleine Serie zum Song des Jahres starten. Heute: deutsche Künstler über ihre liebsten Lieder. >

07.03.2007

Schmähkritik (2): Thees Uhlmann

von Christian Ihle & Horst Motor

“Thees Uhlmann, Sänger von Tomte und Mitgeschäftsführer von „Grand Hotel van Cleef Musik“ und bekanntermaßen Lautsprecher der Branche, dessen Wortmeldungen leider hinsichtlich Großmäuligkeit versus Intelligenzgrad nicht selten indirekt proportional sind, vergießt Krokodilstränen, als Grand Hotel van Cleef Music der Öffentlichkeit mitteilen, daß man nun eine eigene Booking-Agentur betreibe: „Dass wir creative talent und insbesondere unseren Freund Philipp Styra verlassen mußten, war so schlimm, wie mit zwei Freundinnen gleichzeitig Schluß zu machen – und das am Tag, an dem der Lieblingsverein absteigt.“
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