31.01.2008 von Schröder & Kalender
Wir sehen nicht, wie der Bär flattert, wir sind in Stuttgart.
Heute werden wir in Stuttgart mit Jürgen Jankowitsch & Andreas Vogel über den März Verlag, das Desktop-Publishing von ›Schröder erzählt‹ und unser Tazblog ›Schröder & Kalender‹ sprechen (mehr dazu in lift-online). Anschließend wird der mit einem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnete Film ›Die MÄRZ Akte‹ gezeigt.
31. Januar 2008, 20:00 Uhr in der Stadtbücherei im Max-Bense-Saal, Wilhelmspalais, Konrad-Adenauer-Straße 2, Stuttgart/Mitte. Eintrittspreis an der Abendkasse 3 / 4 Euro.
***
Aus diesem Anlaß bringen wir hier einen Text, in dem es um eine Veranstaltung in Stuttgart geht, und zwar im Jahre 1969, kurz nach der Gründung des März Verlags:
2. Teil
Leider wußte ich damals noch nichts von den Schnupf- und Beischlafgewohnheiten aus Schillers Sturm- und Drangzeit, sonst hätte ich Uve Schmidts Lesung aus dem Stellungsbuch mit dieser Fundsache ergänzt. Aber es war auch so… weiter lesen
30.01.2008 von Schröder & Kalender
Der Bär flattert schwach in nordöstlicher Richtung.
Morgen werden wir in Stuttgart mit Jürgen Jankowitsch & Andreas Vogel über den März Verlag, das Desktop-Publishing von ›Schröder erzählt‹ und unser Tazblog ›Schröder & Kalender‹ sprechen (mehr dazu in lift-online). Anschließend wird der mit einem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnete Film ›Die MÄRZ Akte‹ gezeigt.
Wir würden uns über Euer Kommen am Donnerstag, den 31. Januar, um 20:00 Uhr in der Stadtbücherei im Max-Bense-Saal freuen. (Ort der Veranstaltung: Wilhelmspalais, Konrad-Adenauer-Straße 2, Stuttgart/Mitte. Eintrittspreis an der Abendkasse 3 / 4 Euro.
***
Aus diesem Anlaß bringen wir hier einen Text, in dem es um eine Veranstaltung in Stuttgart geht, und zwar im Jahre 1969, kurz nach der Gründung des März Verlags:
1. Teil
›Sexfront‹ war noch nicht erschienen, um die Mauern von Stuttgart erzitterten zu lassen, als mich Wendelin Niedlich zu einer Präsentation des neuen Verlages… weiter lesen
29.01.2008 von Schröder & Kalender
Der Bär flattert in östlicher Richtung.
Gestern abend, als ich vom Einkaufen nach Hause ging, lief eine Weile eine Frau neben mir. Plötzlich sprach sie ziemlich laut: »Du mußt mich ganz doll rubbeln … ich bin ganz naß, du mußt mich ganz doll rubbeln …« Erstaunt nahm ich den Schirm zur Seite und sah, wie diese biedere Fünzigjährige telefonierte: »Ich bin gleich bei dir, dann …«
(BK)
28.01.2008 von Schröder & Kalender
Es ist neblig, wir sehen nicht, wie der Bär flattert.
Vorgestern erhielten wir Post vom Objektkünstler PLG Friesländer. Im Päckchen rappelte es geheimnisvoll. Als wir es öffneten, sahen wir die Bescherung: Da hatte sich etwas von der Hinterwand gelöst.

PLG schrieb: »Hallo Barbara und Jörg, zum Koks nun noch den Shit! Kastenweise! Vor einiger Zeit bekam ich ein kleines Buch von Harry G. Frankfurt: ›On Bullshit‹. Die deutsche Entsprechung ist wohl: »Über Verarschung«?
Ich habe als Antwort eine kleine Serie von sechs Kästen gebaut. Mit »No Bullshit« darin, Äppel vom Pferd unserer Tochter. Kasten 5 / 6 enthält einen Doppelappel. Er geht an Euch. Als Dank für viele Stunden Lese- und Lebensfreuden. Und sowieso. Ein Kasten ist für Harry G. bestimmt, den schick ich an die Suhrkamp-Leute mit der Bitte um Weiterleitung.
Dies ist nicht der erste Scheisskasten, den ich baute. Einen habe ich für Werner Pieper… weiter lesen
25.01.2008 von Schröder & Kalender
Der Bär flattert munter in nordöstlicher Richtung.
***
Das burleske Hippie-Bilderbuch ›LOVE LOVE‹ aus dem Jahr 1971 werden wir jetzt in Fortsetzungen bringen. Die Hardcore-Fotos im soften Jasmin-Stil machte Rosa Camerada. Ebenso wie ›Lucys Lustbuch‹ sorgte dieser Titel für Abmahnungen, Verbote und andere juristische Querelen. Die näheren Einzelheiten stehen in der 2. Folge von ›Schröder erzählt‹ mit dem Titel ›Eine Million und fuffzig‹.
***

*** … weiter lesen
24.01.2008 von Schröder & Kalender
Der Bär flattert schwach in nordöstlicher Richtung.
Gestern war ein Exemplar von ›Und ich lebe wieder an der Isar. Exil und Rückkehr des Münchner Juden Hans Lamm‹ in der Post. Ich blätterte, da stand er wieder vor mir der geniale, ungeduldige Hans Lamm, den ich Anfang der 60er in Düsseldorf kennengelernt hatte. Damals war er Kulturdezernent des Zentralrats der Juden und Verleger des Ner-Tamid-Verlags. Die Autorin Andrea Sinn hatte mich zu diesem Lebensabschnitt von Lamm befragt und nahm auch einige Passagen von ›Schröder erzählt‹ in ihr Werk auf.
»Warum kehrten manche deutschen Juden, die vor den Nationalsozialisten ins Exil geflohen waren, nach 1945 wieder nach Deutschland zurück? Wie wurden sie in der deutschen Nachkriegsgesellschaft aufgenommen und inwieweit konnten sie diese mitgestalten? Am Beispiel von Hans Lamm (1913 – 1985), von 1970 bis zu seinem Tod Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde in München, geht die Autorin diesen Fragen nach. Lamms Weg ins… weiter lesen
23.01.2008 von Schröder & Kalender
Der Bär flattert in südöstlicher Richtung.
Die Buchhandlung Müller & Böhm im Düsseldorfer Heinrich-Heine-Haus zeigt vom 22. Januar bis 16. Februar den ›MÄRZ-Raum‹. Diese Ausstellung präsentiert Erstausgaben, Dokumente, Filmausschnitte und Fotos aus der bewegten Verlagsgeschichte des MÄRZ Verlages.
Der MÄRZ Verleger Jörg Schröder begann 1957 seine Karriere im Buchgewerbe in Düsseldorf als Lehrling der Schrobsdorff’schen Buchhandlung auf der Königsallee. Wie wird man Buchhändler?
2. Teil
Schräg gegenüber von Schrobsdorff war eine Telefonzelle, im Telefonbuch fand ich: Buchhändlerverband — siehe Rheinisch-Westfälischer Buchhändler- und Verlegerverband, rief dort an. In der Oststraße begrüßte mich Frau Hausherr in ihrem Einzimmerbüro, eine Dame in mittleren Jahren mit Dutt und Hornbrille. »Was wissen Sie über den Buchhhandel?« »Ich weiß nicht viel darüber.« Und schon floß es aus ihr heraus, wie sich einem Adepten dieses Standes Türen zu ungeahnten Welten des Wissens und der Literatur öffnen, daß der Beruf allerdings nicht nur mit Lesen zu… weiter lesen
22.01.2008 von Schröder & Kalender
Der Bär flattert in südöstlicher Richtung.
Die Buchhandlung Müller & Böhm im Düsseldorfer Heinrich-Heine-Haus zeigt ab heute den ›MÄRZ-Raum‹. Diese Ausstellung präsentiert Erstausgaben, Dokumente, Filmausschnitte und Fotos aus der bewegten Verlagsgeschichte des MÄRZ Verlages.
Eröffnet wird die Ausstellung von Uwe Husslein, dem Kurator des ›POP am Rhein‹-Festivals. Anschließend wird der mit einem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnete Film ›Die MÄRZ-Akte‹ gezeigt.
Der MÄRZ Verleger Jörg Schröder begann 1957 seine Karriere im Buchgewerbe in Düsseldorf als Lehrling der Schrobsdorff’schen Buchhandlung auf der Königsallee. Wie wird man Buchhändler?
1. Teil
Ich schlenderte die Schadowstraße hinunter bis zur Ecke Königsallee, ein paar Häuser weiter sah ich eine Buchhandlung. Das heißt, ich sah eben nicht die Buchhandlung Schrobsdorff, sondern Brigitte Bardot im ›Goldpfeil‹ Schaufenster daneben herumturnen. Sie zelebrierte exhibitionistisch ein Dekorateusenballett zwischen den Krokotaschen und Schweinslederkoffern mit Schmollmund und Pferdeschwanz in schwarzen Keilstretchhosen, dem knallengen Ringelpullover, den flachen Ballerinaschuhen. Sie sah nicht aus wie die Bardot,… weiter lesen
21.01.2008 von Schröder & Kalender
Der Bär flattert in östlicher Richtung.
Marina Kern ist eine der drei Figuren aus den digitalen Arealen, die Peter Glaser in seinem Beitrag zu der Anthologie ›Schicht!‹ vorstellt. Während der langen Lesenacht im November vorigen Jahres lernten wir Marina und Peter kennen. Seine Geschichte von einer Künstlerin, die eine Hightech-Firma gründete, die einen Kommunikationsprozessor sowie einen Chip entwickelte, mit ihrer Firma zweimal in Konkurs ging und schließlich in Charlottenburg als Künstlerin Lampen und Hüte macht, lest bitte selber. Daß ›Marina im Glück‹ keine Märchenfigur ist, sondern eine reale Person, erlebten wir am zweiten Weihnachtstag beim »Wendegänseessen« in ihrer Werkstattwohnung in der Knobelsdorffstraße 39.

Es wurde ein munteres Gelage an einer großen Tafel, in dem aufgelassenen Metzgerladen, der mit Jugendstilkacheln bis unter die Decke geschmückt ist. Zuweilen tauchten die Gesichter von Passanten hinter der Schaufensterscheibe auf und beäugten ungläubig unsere Runde hinter… weiter lesen
18.01.2008 von Schröder & Kalender
Der Bär flattert schwach in nordöstlicher Richtung.

Für die Zeit, in der die Kölner Leihgaben bei uns in Berlin an den Wänden fehlen, hat uns die Künstlerin Evelin einige Arbeiten ausgeliehen, die wir in diesem Bildertausch zeigen. Wie die Kölner Exit-Gruppe spielt auch Evelin mit banalen Elementen der Trivialkultur, die aber bei aller Naivität der Oberflächen doch fähig sind, differenzierte Töne anzuschlagen. Dies zeigt Evelins melancholisches Bild der brasilianischen Straßenkinder aus dem Jahre 1999.
Hier hängt sonst ›Das Hemd von Rolf Dieter Brinkmann‹ von Henning John von Freyend aus dem Jahre 1966.

Für das gelb-rot-schwarze März-Design, welches Jörg Schröder 1969 für seinen Verlag entwarf, benutzte er auch einige Motive der Kölner Gruppe ›Exit‹ (Berndt Höppner, Thomas Hornemann und Henning John von Freyend). Einige ihrer Arbeiten sind gegenwärtig in Düsseldorf und Köln zu sehen.
Evelin, geboren in der Nähe von Kassel, zog Anfang der Neunziger nach Berlin.… weiter lesen