Archive for November, 2009

28.11.2009 von Schröder & Kalender
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Weihnachtsbeleuchtung (12)

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Vorgestern kamen wir von einer Veranstaltung im Museum der Dinge mit anschließender Runde im ›Bierhimmel‹ und fuhren mit dem Taxi am Weihnachtsmann auf der Tauentzien vorbei. Wir sammeln ja vor Weihnachten komische Beleuchtungen und weil das böse Ding repariert wurde und nur halb leuchtete, bat ich den Taxifahrer anzuhalten. Kaum hatte ich die Kamera aus dem Futteral gezogen, gingen die Lichter aus, und die Männer am Montagewagen lachten hämisch. Verdutzt ließ ich die Kamera sinken und sah zu ihnen rüber. Da machten die Spaßvögel die Lämpchen wieder an, konnten sich noch mal auf die Schenkel schlagen und über diese Provinztante amüsieren, die ihren tollen Hauptstadt-Weihnachtsmann fotografiert.

(BK / JS)

26.11.2009 von Schröder & Kalender
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Dinge, die keiner braucht

von Schröder & Kalender

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Es ist dunkel, wir sehen nicht, wie der Bär flattert.
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Gestern waren wir im Museum der Dinge in Kreuzberg, dort haben wir gelesen und den Buchhändlerknoten vorgeführt. Hier kann man noch bis zum 11. Januar 2010 die Ausstellung ›Böse Dinge‹ sehen.

Um Kessel, an denen man sich die Finger verbrennt, einen Wein mit Namen ›Toter Arm‹, große Gläser, Knöpfe aus Wasserbüffelhorn und Teekannen, die sich auflösen, geht es in unserer heutigen Kolumne in der jungen Welt.

(BK / JS)

24.11.2009 von Schröder & Kalender
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Morgen im Museum der Dinge

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert heftig in östlicher Richtung.
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Unsere Folgen von ›Schröder erzählt‹ handeln von realen Figuren, Autobiographisches wird mit öffentlichen Ereignissen verknüpft. Im Museum der Dinge wollen wir nun erklären, wie unsere Erzählungen entstehen, wie wir die Folgen in unserer Desktop-Werkstatt drucken, binden und schließlich an die Subskribenten versenden – und zwar verschnürt mit einem Buchhändlerknoten, den wir morgen im Museum der Dinge vorführen werden.

Büchersendung mit Buchhändlerknoten (Foto Barbara Kalender)

25. November 2009 um 20 Uhr
Einlass ab 19.30 Uhr
Eintritt 5,00 / erm. 2,50 Euro
Werkbundarchiv – Museum der Dinge
Oranienstrasse 25 (über der NGBK)
10999 Berlin

(BK / JS)

22.11.2009 von Schröder & Kalender
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Die MÄRZ-Tapete

von Schröder & Kalender

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Es ist dunkel, wir sehen nicht, wie der Bär flattert.
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Am Freitag wurde der März-Showroom im Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) eröffnet. Wir haben ja mit den Titeln und Materialien des Verlages schon die eine oder andere Vitrine gefüllt, im Deutschen Literaturarchiv Marbach und anderswo. Aber dieser Raum in der n.b.k. gefällt uns besonders, weil er das Konzept der literarischen Postmoderne, mit dem wir 1969 antraten, visuell und konzeptionell auf den Punkt bringt.

Drei Tage vor der Eröffnung waren wir mit Marius Babias verabredet, er ist Direktor des n.b.k. und kuratierte den MÄRZ-Showroom, der war nun fertig tapeziert.

Barbara Kalender
v.l.n.r.: Marius Babias, Jörg Schröder, Solvej Helweg Ovesen, die Kuratorin der parallel laufenden Ausstellung ›Die Welt als Bühne‹ (Foto: Barbara Kalender)

Barbara Kalender

Die andere Seite des Showrooms: Auf den Monitoren laufen der TV-Film ›Die MÄRZ-Akte‹ (Adolf-Grimme-Preis 1986) und ein Interview, das Mathias Bröckers von der tageszeitung 2007 mit uns führte.  (Foto: Barbara Kalender)

Der erste Besucher, Dieter Beuermann, ehemaliger Verleger der Nicolaischen Verlagsbuchhandlung und Vorsitzender der Stiftung Buchkunst, erzählte uns, dass er eine Premiere im Deutschen Theater versäumt habe, weil er bei der Eröffnung des MÄRZ-Showrooms dabeisein wollte. By the way: … weiter lesen

19.11.2009 von Schröder & Kalender
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Die Doktormacher (4)

von Schröder & Kalender

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Es ist dunkel, wir sehen nicht, wie der Bär flattert.
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Doktormacher, Schröder & Kalender

Aus der Kriminalakte: Das Bruderhaus im Westend. Im Untergeschoß befand sich Frankfurts berüchtigtste K.-o.-Tropfen-Bar mit dem treffenden  Namen ›Love Story‹.
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Die Karriere der Frankfurter Doktormacher begann im Knast von Butzbach, dort druckten sie auf den Maschinen der Gefängnisdruckerei die ersten Verleihungsurkunden. Wo wir die beiden kennenlernten, fast ein Buch und einen Film über sie machten, und wie es weiterging, das ist eine verwickelte Geschichte, die in der ›Hochstapler # II‹-Ausgabe von Kultur & Gespenster steht. Und weil sie so irre ist, jetzt auch in Fortsetzungen in unserer Kolumne in der jungen Welt.

(Das Material über die ›Doktormacher‹ befindet sich im März-Archiv des Deutschen Literaturarchivs Marbach.)

(Foto: NN / BK / JS)

17.11.2009 von Schröder & Kalender
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März im Showroom

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert in nördlicher Richtung.
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Der Neue Berliner Kunstverein zeigt vom 24. November 2009 bis 8. Januar 2010 den MÄRZ-Showroom. Kuratiert von Marius Babias, hier sieht man ihn in der n.b.k.-Artothek.

Marius trägt ein Objekt (Pullover) von Silke Wagner. Sie hat Rudi Dutschkes gestreiften Pullover als Auflage nachstricken lassen. Das Original des Kultobjekts liegt heute im Museum für Heimatgeschichte in Luckenwalde.

Im Showroom werden sämtliche MÄRZ-Cover als visuelle Bibliothek  gezeigt.

März-Showroom, n.b.k. Berlin
Noch liegt die Tapete auf dem Boden.

»Ein Zeichen von großer Sicherheit ist es, wenn Verleger alles auf eine Karte setzen, wie Jörg Schröder mit der Ausstattung seines Verlages«, schrieb Hans Peter Willberg von der Stiftung Buchkunst über Schröders unverwechselbare gelb-rot-schwarze März-Cover. Der Buchmarkt schrieb dazu.

Barbara Kalender
Christoph Bannat von der n.b.k. beim Anpassen der März-Tapete.

Am Freitag, den 20. November, um 19 Uhr wird der Showroom eröffnet.… weiter lesen

14.11.2009 von Schröder & Kalender
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Lernen und Freiheit

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert in nordwestlicher Richtung.
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Der Schriftsteller George Dennison war 1964/65 Lehrer an der New Yorker First Street School, in der die Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern von zentraler Bedeutung waren. Die Schule besuchten 23 Kindern (Schwarze, Weiße und Puertorikaner), alle stammten aus einkommensschwachen Familien; etwa die Hälfte kam mit schweren Lern- und Verhaltensproblemen von öffentlichen Schulen in diese Privatschule.

›Lernen und Freiheit‹ ist Dennisons Erfahrungsbericht und schildert die tägliche Praxis und die Schwierigkeiten beim Umdenken und Umlernen der Lehrer, die von Summerhill, Tolstoi’s ›Freier Schule für Bauernkinder‹ und Paul Goodman ausgingen. So entstanden Lernsituationen, in denen die pädagogisch-theoretischen Auseinandersetzung zurücktraten gegenüber unbefangenen, unreglementierten Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern. Es war Lernen und Freiheit. Somit vermittelt das Buch in anschaulicher Weise viele Anregungen für die Erziehungspraxis.

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12.11.2009 von Schröder & Kalender
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Die Doktormacher (3)

von Schröder & Kalender

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Es ist dunkel, wir sehen nicht, wie der Bär flattert.
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Aus der Kriminalakte: Dr. Müller, Leiter des »Hauses der Bruderschaft«

Die Karriere der Frankfurter Doktormacher begann im Knast von Butzbach, dort druckten sie auf den Maschinen der Gefängnisdruckerei die ersten Verleihungsurkunden. Wo wir die beiden kennenlernten, fast ein Buch und einen Film über sie machten, und wie es weiterging, das ist eine verwickelte Geschichte, die in der ›Hochstapler # II‹-Ausgabe von Kultur & Gespenster steht. Und weil sie so irre ist, jetzt auch in Fortsetzungen in unserer Kolumne in der jungen Welt.

(Das Material über die ›Doktormacher‹ befindet sich im März-Archiv des Deutschen Literaturarchivs Marbach.)

(Foto: NN / BK / JS)

07.11.2009 von Schröder & Kalender
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Keine Heimat

von Schröder & Kalender

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Der Bär flattert in nordwestlicher Richtung.
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Auch das gab es bei März: 1980 erschien das Buch des freigekauften DDR-Dissidenten Wolf Deinert, der weder im Osten noch im Westen seine Heimat fand. Und so wurde es bei Zweitausendeins im Merkheft Nr. 54 verkauft: »Wolf Deinert ist ein Freigekaufter aus der DDR. Sein Buch heißt ›Meine Heimat‹. Er meint damit nicht die DDR, die er verlassen wollte / durfte. Nicht die BRD, die ihn sich gekauft hat. Er meint beides. Und mit Ironie. Deinert stellt in seinem Buch den Deutschen vor, der gegen alle Realitäten sein Heimatrecht fordert. Erst versucht er es mit der positiven Utopie einer wahrhaft sozialistischen Gesellschaft. Dann versucht er es mit der optimistischen Utopie, daß der freie Markt in der Bundesrepublik auch freie Beziehungen untereinander möglich macht. Ergebnis: Keine Heimat. Deinert hält es hier wie dort nicht aus. ›Die deutsche Thematik, interessant, weil gut geschrieben‹, Süddeutscher Rundfunk. 166 Seiten, fester Einband, März. 16 DM. Nummer 15866.«
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Heute hat Wolf Deinert offenbar seine Heimat gefunden, er schreibt für die Junge Freiheit – Kommentar überflüssig. Nach David Horowitz der zweite Renegat im März-Programm vor solchen unangenehmen Überraschungen ist man als Verleger nie sicher.

Wolf Deinert, Meine Heimat, März Verlag
Wolf Deinert, ›Meine Heimat‹. Hardcover ohne Schutzumschlag, 168 Seiten. März Verlag, 1980 (nur noch antiquarisch erhältlich).
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05.11.2009 von Schröder & Kalender
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Die Doktormacher (2)

von Schröder & Kalender

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Es ist dunkel, wir sehen nicht, wie der Bär flattert.
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Doktormacher, März-Archiv im DLA
Aus der Kriminalakte: Bruder Paul inmitten von Titel-Adepten

Die Karriere der Frankfurter Doktormacher begann im Knast von Butzbach, dort druckten sie auf den Maschinen der Gefängnisdruckerei die ersten Verleihungsurkunden. Wo wir die beiden kennenlernten, fast ein Buch und einen Film über sie machten, und wie es weiterging, das ist eine verwickelte Geschichte, die in der ›Hochstapler # II‹-Ausgabe von Kultur & Gespenster steht. Und weil sie so irre ist, jetzt auch in Fortsetzungen in unserer Kolumne in der jungen Welt.
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(Das Material über die ›Doktormacher‹ befindet sich im März-Archiv des Deutschen Literaturarchivs Marbach.)

(Foto: NN / BK / JS)