vonDetlef Berentzen 31.05.2018

Dr. Feelgood

Detlef Berentzen, Ex-tazler, Autor für Funk und Print, verbreitet hier „News“ der anderen Art. Gute zum Beispiel. Macht die Welt hör-und lesbar.

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Wir reden heute über FROHEN Leichnam! (Carolin Kebekus, Twitter)

Lieber Gott, nimm es hin,
dass ich was Besondres bin
und gib ruhig einmal zu,
dass ich klüger bin als Du.
Preise künftig meinen Namen,
denn sonst setzt es etwas,
Amen.
(Robert Gernhard)

 
Bei den Bezahlsendern, da gibt es Sendungen, die möchte man sehen, während bei ARD und ZDF gibt es Serien, die guckt man, um seinem dahin geschiedenen Geld noch einmal zuzuwinken!……Es gibt eben Leistungen für die alle bezahlen, die aber nicht von allen genutzt werden!….So wie öffentliche Toiletten? Oder ist der Rundfunkbeitrag so etwas wie die Müllgebühr? ….Nein, da wird der Müll ja abgeholt und nicht nach Hause gebracht!….Wer so redet, verkennt doch den wichtigen Auftrag, den die Öffentlich-Rechtlichen leisten, für die Demokratie, für die Aufklärung!…..Welche Aufklärung leisten Sie denn bitte mit Volksmusik, Fussball und Schwedenkrimis?….Wir brauchen die populären Programme, weil sonst guckt uns keiner mehr! Wir brauchen die populären Sendungen, um die Leute ins Programm zu ziehen. Somit ist der Beitrag von Florian Silbereisen für die Demokratie unschätzbar! (Horst Evers, Max Uthoff, Claus von Wagner, Hazel Brugger in: „Hart aber leer!“ – Die Anstalt, ZDF)

 

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Die Verworrenheit unserer politischen Zustände hat einen großen Vortheil; sie erleichtert die Beurtheilung der führenden Männer. Unter minder schwierigen Umständen konnte sich ein Minister jahrelang der Feststellung seines Wertes entziehen. Selbst der Geschichte fehlen die Anhaltspunkte zur Beurtheilung einzelner Staatsmänner. Aber dieses historische Dämmerlicht ist vorüber. Heute ist die Beleuchtung so grell, dass man die Umrisse politischer Unfähigkeit weithin erkennt. Unsere Zeit richtet jeden Minister binnen ein paar Tagen — standrechtlich. Auch auf die Abstufungen der Mittelmäßigkeit lässt sie sich nicht mehr ein. (Karl Kraus in: Die Fackel, April 1899)

 

 

Auch nach fast 100 Jahren hat Kafkas «Prozess» das Potenzial, angesichts einer sich bürokratisch verschanzenden Staatsmacht, die das Individuum massiv bedroht, bei der Leserschaft tiefe Existenzängste auszulösen.17 Jahre vor Erscheinen von Kafkas berühmtestem Werk geschah in unserem Land etwas, dessen Bedeutung für die moderne Schweiz gar nicht hoch genug veranschlagt werden kann: 1908 wurde der erste Schweizer Aktenordner produziert und auf den Markt gebracht – veritabler Vorläufer des Bundesordners, ohne den die Eidgenossenschaft schlicht nicht vorstellbar wäre. Mit diesem Rolls-Royce unter den Ordnern wurde schnell klar, dass unser Heimatland, in dem Unordnung zu keiner Zeit und in keinem Lebensbereich geduldet wird, nicht nur über die weltbeste Armee, sondern auch über das denkbar beste Ablagesystem aller Zeiten verfügt. (Nebelspalter, Mai 2018)

 

„Mit den Mitteln des Environmentes und der Montage werden in BILD täglich auf eindrucksvolle Weise im ausschließlich künstlerischen Raum Wahrheiten – freilich völlig frei erfundene Wahrheiten – produziert. Nicht was i n BILD steht ist wahr; BILD selbst ist wahr! Es ist der überdimensionierte Comic-Strip, das phantastisch reale Banalitäten-Surrogat. BILD ist Pop.“ (Peter Knorr in: „Pardon“, 1970)

 

 

Die #MeToo-Debatte ist immer noch aktuell. Inzwischen wissen viele Männer nicht mehr, wie sie sich im Büro gegenüber ihren Kolleginnen verhalten sollen. Wie ihr euch verhalten sollt? Jungs, ganz einfach: beim Kaffeeholen einfach mal den Bademantel zulassen!! (Carolin Kebekus: „Pussy Terror“)

 

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