vonAchmed Khammas 13.04.2022

Der Datenscheich

Erneuerbare Energie, Science Fiction, Technikarchäologie und Naher Osten – verifiziert, subversiv, authentisch.

Mehr über diesen Blog

Dies ist ein Video von Truthstream Media über den Informationsschwund, wenn man über eine Google- oder Bing-Suche Zugang sucht.

Mit 47:12 ist es vielleicht etwas lang – lohnt sich aber für jede und jeden, die oder der Recherchen durchführt, zu welchem Zweck auch immer.

Hier klicken, Werbung überspringen: Where Did the Rest of the Internet Go?

Ich denke, das die meisten von uns noch wissen, was das Internet eigentlich sein sollte: Ein offener Raum für Informationen. Offen im Sinne des Zugangs – offen im Sinne ideologischer oder sonstiger Grenzen – und Ergebnisoffen, denn der Sinn sollte ja gerade sein, aus der Vielfalt schöpfen zu können. Und sich ein eigenes Bild machen.

Orwell ist entsetzt

Irgendwo 2017 war es jedoch nicht mehr zu übersehen: Eine Webseite nach der anderen, die ein breites Spektrum an Informationen in bestimmten Schwerpunktbereichen lieferten, froren ein oder verschwanden ganz. Andere, die sich über Jahre hinweg als exzellente Multiplikatoren erwiesen hatten, schrumpften zu Flugblattversionen ihrer selbst oder ertranken in Werbung. Es dürfte nicht mehr lange dauern, bis auch der Rest verkümmert. Denn selbst wenn er noch existiert – erreichbar wird er nur durch Direktwahl sein.

Zur Verifikation habe ich gemäß der Darstellung in den Video selbst einen Suchlauf komplett durchgeklickt – und siehe da, Orwell fällt die Kippe aus dem Mund.

Dabei ist es doch ganz harmlos: Die Stichwortsuche nach Synergie beispielsweise erbringt „ungefähr 19.200.000 Ergebnisse“ … WOW! Und das Buch der Synergie erscheint auf der 12. Seite an 4. Stelle, fein. Doch wenn man weiterklickt, gibt es real nur 20 Seiten mit 199 Ergebnissen.

Auch eine ‚Suche mit übersprungenen Ergebnissen‘, die ebenfalls „Ungefähr 19.200.000 Ergebnisse“ liefert, erweist sich tatsächlich als Liste aus 44 Seiten mit 440 Ergebnissen (und das Buch der Synergie ist völlig verschwunden).

Neben dem offensichtlichen quantitativen Betrug ist der qualitative aber weitaus schlimmer.

Lassen wir doch Truthstream selber zu Worte kommen…

 

Anzeige

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn über Facebook oder Twitter. Falls du was zu sagen hast, freuen wir uns über Kommentare

https://blogs.taz.de/datenscheich/2022/04/13/where-did-the-rest-of-the-internet-go/

aktuell auf taz.de

kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.