vonmanuelschubert 09.07.2015

taz Hausblog

Wie tickt die taz? Das Blog aus der und über die taz mit Innenansichten, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.

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Der Vorstand der taz hat Georg Löwisch, 41, zum neuen Chefredakteur berufen. Er wird das Amt Mitte September antreten.

Löwisch, seit 2012 Textchef des Debattenmagazins Cicero, verbindet eine lange Geschichte mit der taz: Er hatte dort schon 1998 volontiert und wurde 2001 nach seinem Studium in Leipzig Redakteur der Reportageseite. Später arbeitete er als Inlandsreporter. Von 2009 an war er Ressortleiter der neu gegründeten sonntaz, mit der die taz ihre erfolgreiche Wochenendstrategie einleitete.

„Es ist schön, nach Hause zu kommen. Die taz ist die Zeitung der Zukunft“, sagte Georg Löwisch. „Und sie ist die stärkste Stimme der demokratischen Gegenöffentlichkeit in Deutschland. Ich will meinen Teil dazu beitragen, dass es so bleibt.“

Die bisherige Doppelspitze in der Chefredaktion der taz wendet sich künftig anderen Aufgaben zu. Ines Pohl wird als Korrespondentin der Deutschen Welle aus Washington berichten.

Andreas Rüttenauer bleibt der Redaktion als Autor und Leiter einer neu zu gründenden Zukunftswerkstatt erhalten. Für ihn „soll das Projekt Impulse setzen. Ein Möglichmacher sein. Eine Ideenschmiede über den Tag hinaus – und eine Werkstatt des taz-Journalimus.“

» Lesen Sie ein Porträt von Jan Feddersen über Georg Löwisch auf taz.de.

(c) Foto: Anja Weber

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kommentare

  • Ich fände es toll, wenn die TAZ-Redaktion Nord (sprich Hamburg) auf Recherche Leads auch mal mindestens reagieren würde…

    Da hat man eine ganze Kiste voll zugespieltem Material über eine große Hamburger NGO (mit jeder Menge Musik drin), und die Redaktion Nord hat noch nicht mal Interesse, sich das anzuschauen…

  • Die Qualität von ungelegten Eier zu bewerten, ist völlig sinnlos. Lasst ihn doch erst mal seinen neuen Job anfangen, dann könnt ihr seine Arbeit immer noch bewerten.

  • Schrecklich!
    Ist es heute eigentlich egal was jemand bisher gemacht hat Cicero – konservativer gehts nicht!
    Peinlich auch, dass es nun auf einmal keine Doppelspitze mehr gibt.
    Ines Pohl hat einen guten Job gemacht!

    • Von Frauen ist ja offenbar nun auch fast gar nicht mehr die Rede:
      Herr Löwisch wird neuer Chefredakteur, Herr Rüttenauer wird Leiter einer Zukunftswerkstatt, Frau Pohl wurde verabschiedet…
      Ein trauriges Bild.

      • Soweit bekannt: „Frau Pohl wurde“ nicht „verabschiedet…“, sondern hat sich kurzfristig(!) selbst verabschiedet, hat ein maßgeblich durch ihr Wirken sinkendes Schiff verlassen, um zwar auf einem bereits Gesunkenen anzuheuern, das aber dank der Zwangsgebühren und politischen Willens am ‚Leben‘ erhalten wird und viele, beamtenähnliche Annehmlichkeiten verspricht. Eben ganz Frau ; )
        Für die, die ‚Frauen-Journalimus‘ lesen wollen, bleibt ja das zu den Zeiten der Frau Pohl von der taz hinterfragenswert redaktionell protegierte, gepamperte Missy Magazine. Ohnehin, die taz hat seit Jahren unter den aktiv Schreibenden ein zunehmend gefühltes Frauenübergewicht unter denen, die den täglichen (auch genderübergreifenden) mind-control (Meinungs-‚Journalismus‘) produzieren.

          • Der Frauenanteil lag nur bei 39%.

            Die Taz war zuletzt ziemlich unpolitisch, von ein paar halbprovokativen
            Schlagzeilen mal abgesehen.
            Anstatt sich zu sehr auf deutschen Parteienkleinkram einzulassen, erwarte ich von

          • Vielen Dank für den hausblog-Link, zu dem dann n.a. bitte auch die Leserkommentare und inhärenten, themenkontextuell weiteren Links zu rezipieren wären, z.B.:

            »
            Brigitte | vor 1 Jahr
            Ich wünsch mir schon länger eine ‘taz der Frau’. Etwas mehr Lifestyle und Boulevard wär echt supi.
            «

            Ein statistisches Erbsenzählen kann nicht widerspiegeln, mit welcher zuweilen Penetranz & Unsachlichkeit seitens einiger taz-Autorinnen auf die vorgeblich konstatierbare, richtiger: subjektiv ‚gefühlte‘ Frauendiskriminierung hingewiesen werden soll, deren Outputs overall immerhin 5% länger sind, als die der taz-Autoren.

            Unter diesen Aspekten von: „völlig falsche Wahrnehmung!“ zu schreiben, erscheint mir zumindest ebenso tendenziös, wie unangemessen, zumal ich mich dezidiert auf den Anteil des täglich produzierten „mind-control (Meinungs-‘Journalismus’)“ bezog.

  • Echt schön, so eine positive Entwicklung hätte nicht für möglich gehalten. Ich dachte letztes Jahr oder wann das war, die taz hätte den super Journalisten endgültig verloren, weil sie ihm zu wenig zahlte und dafür zu viel verlangte. Toll!

    Wenn jemand mit ganzem Herz Journalist ist und sich von allen möglichen Bereichen des Lebens nicht in seinem Journalismus manipulieren und einschüchtern lässt, dann ist Georg Löwisch so ein Journalist. Ich gratuliere!

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