vonAnn-Kathrin Liedtke 07.06.2022

taz Hausblog

Wie tickt die taz? Das Blog aus der und über die taz mit Einblicken, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.

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Wer zahlt schon für etwas, das es auch umsonst gibt? Niemand, würde man auf diese Frage wohl im ersten Moment entgegnen. Doch bei der taz ist vieles anders – auch das Prinzip des Gebens und Nehmens.

Seit 2011 setzt unsere Zeitung auf freiwilliges Bezahlen für die Online-Inhalte auf taz.de, statt sie hinter eine Paywall zu stellen und nur gegen Bezahlung zugänglich zu machen. taz zahl ich heißt dieses Solidarmodell – und dass es funktioniert, zeigt der Erfolg der letzten Jahre.

Erst kürzlich ist unsere Community auf 33.333 Frei­zah­le­r:in­nen angewachsen – nun haben wir den nächsten Meilenstein erreicht. 34.000 Menschen zahlen einen freiwilligen Beitrag und ermöglichen damit, dass alle taz.de lesen können – auch die, die sich einen Beitrag nicht leisten können.

In Krisenzeiten hält unsere Community zusammen

Besonders in den vergangenen zwei Jahren war die Solidarität sehr hoch, was uns zeigt: Auch in Krisenzeiten hält unsere Community zusammen. Allein im April 2020 – zu Beginn der Coronapandemie – meldeten sich 1.777 Menschen für eine regelmäßige Unterstützung an. Bis heute ein Rekord. Und auch der März dieses Jahres schafft es aufs Treppchen. Mit 1.142 Anmeldungen pro Monat ist er der drittstärkste in der Geschichte des Modells.

Nach diesen Hochs müssen wir seit April 2022 jedoch auch eine leichte Anmeldeflaute verschmerzen: 444 Menschen haben sich im April und 322 im März neu bei taz zahl ich angemeldet. Bedeutend weniger also als noch zu Beginn des Jahres. Aus den Rückmeldungen unserer Community lässt sich hierfür vor allem ein Grund herauslesen: Wer den Beitrag kündigt, pausiert oder verringert, begründet dies oft mit finanziellen Engpässen.

Externe Faktoren wie der Ukrainekrieg, die noch andauernde Pandemie und der Lockdown in Shanghai lassen die Inflation in Europa immer weiter steigen (im Mai liegt sie im Euroraum bei 8,1 Prozent) und treiben die Preise für Ver­brau­che­r:in­nen in die Höhe. Der Gürtel muss enger geschnallt werden.

Teil unserer Solidargemeinschaft werden

Doch auch und gerade dafür ist unser Solidarmodell da: Dass diejenigen, die können und wollen, mit ihren freiwilligen Beiträgen konzernunabhängigen taz-Journalismus auch für die zugänglich halten, die sich eine Unterstützung gerade nicht leisten können.

Machen Sie mit! Möchten auch Sie Teil unserer Solidargemeinschaft werden und den Journalismus der taz in diesen herausfordernden Zeiten stärken? Hier können Sie sich bei taz zahl ich anmelden.

Sie möchten über unser Projekt auf dem Laufenden gehalten werden? Dann abonnieren Sie hier unseren Newsletter.

Von Ann-Kathrin Liedtke, seit 2020 Team- und Projektleiterin von taz zahl ich.

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