von 28.10.2013

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bewerbung-henkerTausende Menschen starben während der nationalsozialistischen Diktatur durch das Fallbeil. Einige wenige Scharfrichter töteten damals im Auftrag einer skrupellosen Justiz unterschiedslos Widerstandskämpfer, Diebe und Gewaltverbrecher. Berichte über diese Henker verlockten viele Deutsche dazu, sich selbst um das einträgliche Amt des Scharfrichters zu bewerben. Hunderte Schreiben gingen bei den Behörden ein; doch nur den wenigsten gelang es, tatsächlich zum „staatlich bestallten Mörder“ zu werden. Die Bewerber waren teils überzeugte Nationalsozialisten, teils Arbeitslose in großer persönlicher Not. Unter ihnen fanden sich Frontsoldaten ebenso wie Metzger, Polizisten und Krankenpfleger.

 

074125038-berufswunsch-henkertaz-Redakteur Klaus Hillenbrand hat darüber ein Buch verfasst: „Berufswunsch Henker – Warum Männer im Nationalsozialismus Scharfrichter werden wollten“ (294 Seiten, 24,90 Euro). Am heutigen Montag diskutiert Hillenbrand ab 19 Uhr im taz-Café mit Dr. Bernward Dörner, Professor für Neuere Geschichte an der TU Berlin.

 

taz-Redakteur Lukas Wallraff liest aus Bewerbungsschreiben für das Amt des Scharfrichters.

 

28. Oktober, 19 Uhr, Rudi-Dutschke-Straße 23, Berlin-Kreuzberg. Der Eintritt ist frei.

 

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kommentare

  • Hallo,
    immer wieder werden hier teils auch für mich interessante Veranstaltungen wie z.B. diese Buchvorstellung inkl. Podiumsgespräch angekündigt, die in Berlin stattfinden – für mich recht weit entfernt. Besteht die Möglichkeit die Talkrunden etc. live zu streamen oder nach der Veranstaltung als Podcast bereitzustellen?
    VG

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