von 29.07.2011

taz Hausblog

Wie tickt die taz? Das Blog aus der und über die taz mit Innenansichten, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.

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Das Bündnis „Rechtspopulismus stoppen!„, das sich am Donnerstag vorgestellt hat, profitiert von einem Stipendium, das die Internetplattform für soziale Bewegungen bewegung.taz.de zusammen mit dem Co-Workingspace raumstation ausgeschrieben hat.

Ziel des Stipendiums ist es, links-emanzipative Organisationen in Berlin zu unterstützen: mit Arbeitsraum und professioneller Beratung. Sechs Monate lang werden zwei Büroplätze mit allem Drum und Dran bereitgestellt. Dazu gibt es fünf Workshops von Profis, von Fundraising im linksalternativen Bereich über Straßenaktionen bis hin zu Kampagnenplanung und Konsensbildung.

Bei der ersten Vergabe des Stipendiums kamen anders als geplant gleich zwei Initiativen zum Zuge – neben dem Bündnis „Rechtspopulismus stoppen!“ auch das „Netzwerk Mira – Migration, Research and Action„. Als sich die beiden vorstellten, entstand spontan eine Lösung, wie sie alle Angebote gemeinsam nutzen und sich dazu noch gegenseitig unterstützen können. In dem Zuge legte Michael Kloos von der raumstation noch einen Büroplatz obendrauf. Beide Initiativen werden in der taz noch genauer vorgestellt, das Bündnis am kommenden Dienstag.

In einem ersten Anlauf sind nun antirassistische Initiativen gefördert worden, doch auch die nächste Ausschreibung bleibt offen für alle Spektren der Bewegung. Gruppen mit feministischem Schwerpunkt, Umweltthemen oder BewegungsarbeiterInnen im Bereich sozialer Stadtumstrukturierung können das nächste Stipendium bekommen, das Ende 2011 ausgeschrieben wird.

So offen wie diese Unterstützung ist, so schwer ist es, gezielt potenziellen GeldgeberInnen diese spektrenübergreifende Ausrichtung zu vermitteln. Es ist nun mal kein „Produkt“, das sich verkaufen lässt. Wenn Ihnen Finanzierungsmodelle für eine solche Stelle einfallen, die die GewinnerInnen nicht von den GeldgeberInnen abhängig machen, schreiben Sie uns!

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https://blogs.taz.de/hausblog/taz_unterstuetzt_buendnis_gegen_rechtspopulismus/

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kommentare

  • Ich finde es auch peinlich.

    Dabei ist der durchaus zweifelhafte Hintergrund dieses Bündnisses „Rechtspopulismus stoppen“ für mich eher nachrangig.

    Fragwürdig, wenn eine Zeitung, die sich der „wahrheitstreuen Berichterstattung“ verpflichtet fühlt, einzelne politische Gruppierungen unterstützt.

    Die Aufgabe einer Zeitung liegt meiner Meinung nach doch eher im Bereich des Journalismus. Aktivismus halte ich für fehl am Platz.
    Leider ist die taz offenbar nicht in der Lage, hier angemessen zu trennen – was mit dieser Aktion mal wieder ganz deutlich wird.

    Nun erlebe ich, dass die taz mit ihrer Kampagne „taz-zahl-ich“ bei der Leserschaft betteln geht. Guter Journalismus sollte unterstützt werden. Finde ich prinzipiell auch.

    Und dann muss ich lesen, das die taz einen Teil der ihr zu Verfügung stehenden – wie immer knappen – finanziellen Mittel aufbringt, um fragwürdige politische Gruppierungen damit zu unterstützen.

    Mein Fazit: taz-zahl-ich NICHT. Denn ich würde ganz offenkundig eben nicht nur gute journalistische Arbeit unterstützen (was mir wichtig wäre), sondern auch politischen Aktivismus.

    Letzteres lehne ich entschieden ab.
    Ich weigere mich, mit meiner Spende an die taz indirekt politische Gruppierungen zu unterstützen.

  • Das ominöse Bündnis „Rechtspopulismus stoppen“, unterstützt von DKP, Antifa und weiteren Gruppen aus dem Gruselkabinett des Linksextremismus sowie sein Sprecher Stegemann, ein ausgewiesener Antidemokrat, der alles, was nicht seinem ultralinken Weltbild entspricht wahlweise als rassistisch, faschistisch oder rechtsextrem diffamiert, sind alles andere als förderungswürdig. Dieses Bündnis disqualifiziert sich für jede wahre antifaschistische Tätigkeit. Das die taz dieses Bündnis auch noch fördert, ist einfach nur peinlich.

  • Das vermeintliche Bündnis „Rechtspopulismus stoppen“ steht auch in enger Verbindung mit der DKP Berlin. Der Sprecher Dirk Stegemann hat ein interessantes Demokratieverständnis. Es hat allerdings nichts mit dem des Grundgesetzes zu tun. Die TAZ unterstützt also eine Gruppierung die bewusst die vom Grundgesetz verfassten Rechte eines jeden Deutschen unterläuft.

  • „Bündnis gegen Rechtspopulismus“ –
    Nee danke, hatten wir schon.

    „Nichts ist uns verhaßter als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock!“
    – Joseph Goebbels

    „Wir haben die linken Klassenkämpfer liquidiert, aber leider haben wir dabei vergessen, auch den Schlag gegen rechts zu führen. Das ist unsere große Unterlassungssünde.“
    – A. Hitler am 24. Februar 1945 auf einer Tagung der Reichs- und Gauleiter

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