Von der Leyen, Merz, Rutte, Metsola, Selenskyj: Die Liste der Beileidsbekundungen nach dem Tod des US-Senators Lindsey Graham liest sich wie das “Who is who” der europäischen Politik.
Graham war ein “wahrer Freund und ein Partner Deutschlands im transatlantischen Bündnis” schrieb Merz auf X.
“Senator Graham hat bis zum Schluss gekämpft, um den Kampf der Ukraine für Freiheit zu unterstützen und die Kosten von Russlands Angriffskrieg in die Höhe zu treiben”, meint von der Leyen.
Das ist in jeder Hinsicht bemerkenswert. Schließlich ist es selten, daß EUropäer einen US-Senator derart ehren. Bemerkenswert ist auch, daß Graham nicht für seine Verdienste um die EU, sondern für die Ukraine gewürdigt wird.
Sanktionen auch gegen die EU
Demgegenüber scheint sein Wirken gegen die EU – etwa bei den US-Sanktionen im Streit um das iranische Atomprogramm – völlig verdrängt zu werden. Man müsse Europa in Grund und Boden sanktionieren, so Graham vor zehn Jahren.
Zuvor hatte er zum Abwurf der Atombombe auf Gaza und zum Krieg gegen Irak aufgerufen, wo er natürlich Massenvernichtungswaffen ortete. Graham war der amerikanische Kriegstreiber Nr. 1 – bis zuletzt.
Am Freitag erzielte Graham gemeinsam mit demokratischen Senatoren eine parteiübergreifende Einigung mit der Regierung von US-Präsident Trump, um verschärfte Sanktionen gegen Russland auf den Weg zu bringen…
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