vonMarkus Szaszka 20.02.2021

Der Nirgendsmann

Markus Szaszka - polnisch-österreichischer Schriftsteller und Weltenbummler - schreibt über die Herausforderungen unserer Zeit und Romane, die zum Nachdenken anregen. Stets auf der Suche nach dem guten Menschen. #nichtsmussbleibenwieesist

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Heute stelle ich euch das franklsche Wertenetz vor. Damit ist gemeint, dass es gut ist, nicht nur eine Sache zu haben, von der das gesamte Lebensglück abhängt.

Eine Ehe, Kinder, Freunde, Bewegung, sinnvolle Arbeit, Freizeitbeschäftigungen und ähnlich Bedeutungsvolles – das sind großartige Elemente eines privilegierten Lebens. Wenn aber nur eines davon vorhanden ist und man beispielsweise seinen gesamten Fokus auf die Ehe oder die Kinder oder die Arbeit legt, dann läuft man Gefahr, beim Wegfall dieses Wertes in ein dunkles Loch zu fallen.

Und es gehört zum Wesen des Lebens, dass derart zentrale Lebenselemente unvermittelt wegfallen können.

Plötzliche Tode, Unfälle, Krankheiten – das sind dramatische Gründe für den Wegfall eines oder mehrerer sinnstiftender Werte.

Sehr bekannt sind auch weniger dramatische Ursachen für depressive Episoden, welche die Wichtigkeit eines vielseitig gesponnenen Wertenetzes veranschaulichen.

Ein Beispiel ist das Empty-Nest-Syndrom, unter dem Elternteile leiden können, wenn ihr Kind das gemeinsame „Nest“ verlässt und ein selbständiges Leben beginnt.

Ein weiteres Beispiel ist die Altersdepression, die sich im Ruhestand einstellen kann, wenn die Arbeit fehlt.

Ich nehme an, dieses Wissen ist praktisch, vor allem, wenn es ins Unterbewusstsein einsickert, aber natürlich bedeutet dieses Wissen erst den Anfang einer adäquaten Psychohygiene.

Das Wertenetz zu spinnen, sprich viele Dinge zu haben, die man gerne hat und gerne tut, das ist die heilsame Salbe, die es auf ein verstimmtes Gemüt aufzutragen gilt.

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