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vonChristian Ihle 11.01.2009

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Vor einigen Wochen hatten wir einen grenzwertigen Werbespot vorgestellt, im dem Sex Pistol Johnny Rotten die Qualitäten britischer Butter preist. Immerhin hat jener Werbespot auf eine durchaus clevere Weise die Karriere des Punk als Genre thematisiert: von den verhassten hässlichen Bastardkindern (über die ein britischer Politiker 1976 noch live im Fernsehen sagen durfte, diese Punks gehörten vergast) zu Ikonen der Popkultur, die auf ihre Art „typisch britisch“ erscheinen.

Iggy Pop, Punk vor dem Punk, scheut sich nun ebenfalls nicht, Werbedollars anzunehmen und das Produkt seiner Wahl ist auch nicht geiler als britische Butter: Autoversicherungen. Im Vergleich zur Johnny-Rotten-Werbung, die wenigstens noch augenzwinkernd und halbwegs originell war, setzt Swiftcover aber ganz gezielt Iggys Punk-Kredibilität ein und versucht, sich als Punk unter den Autoversicherungen zu positionieren – was ohne Frage noch peinlicher wirkt.

Es ist wie so oft bei John Lydon aka Johnny Rotten: er mag auch heute noch alle ständig vor den Kopf stoßen, aber am Ende des Tages ist er auf eine perverse Art doch wieder im Recht.

Iggys Sellout:
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und hier John Lydon:
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kommentare

  • […] kann als alternde Punk-Legende sein Geld anscheinend auch noch mit Konzerten verdienen anstatt mit peinlicher Werbung für Autoversicherungen oder Butter (ist auch deutlich besser für die Street Credibility). Der […]

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