vonChristian Ihle 09.10.2019

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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7inch #recordoftheday
The Beatles – Lady Madonna
1968 / Single-Charts: UK #1, US #4, D #2

Als Kind war „Lady Madonna“ immer eine meiner liebsten Beatles-Nummern, während die Dreijährigen mit den Nerdbrillen natürlich damals schon von „Tomorrow Never Knows“ schwärmten. Ausnahmweise ist mir aber hier wirklich mal ein von Paul McCartney geschriebener Song lieber als wie üblicherweise John Lennons Werke (John wiederum ist da eher nicht meiner Meinung: „Good piano lick, but the song never really went anywhere“).
Historisch gesprochen ist „Lady Madonna“ so etwas wie eine Rückbesinnung auf ihre Rocknroll-Roots*, weit entfernt von den verspulten Psych-Tracks und dem Baroque-Pop, den sie kurz zuvor veröffentlichten.
Wahrscheinlich dieses „Rückschritts“ waren die durchaus mauen zeitgenössischen Kritiken geschuldet – so der Melody Maker „Best bit is the piano intro, then you can have fun wondering why Paul sounds like Ringo … then go out and buy another record.“ oder der Rolling Stone: „the Beatles didn’t need to push – they could have hit #1 with a tape of themselves blowing their noses, which would have been catchier“.

P.S.: was genau trägt George da eigentlich auf dem Kopf? War ein Tiroler Hut 1968 in swinging london cutting edge?

* „McCartney recalled: „‚Lady Madonna‘ was me sitting down at the piano trying to write a bluesy boogie-woogie thing … It reminded me of Fats Domino for some reason, so I started singing a Fats Domino impression. It took my other voice to a very odd place.“
Domino’s 1956 hit „Blue Monday“ conveys the plight of a working man through each day of the week, while „Lady Madonna“ does the same from a female perspective.“

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