vonChristian Ihle 26.05.2020

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Jerry Seinfeld: 23 Hours To Kill

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Das neue Stand-Up-Special von Jerry Seinfeld auf Netflix ist nach einem sehr zähen Beginn leidlich unterhaltsam und mit ein paar Lachern, aber mit einer längeren Sequenz über SMS und iPhones als wäre 2007 sowie „Szenen einer Ehe“, Seinfeldversion, auch etwas dated.

Wenn Jerry in einen seinfeldtypischen Flow kommt, ist er natürlich immer noch gut, aber „23 Hours To Kill“ ist wohl kaum ein Stand Up, von dem man seinen Enkelkindern noch erzählen wird. Wie immer bei Jerry solo merkt man schmerzlich, dass die andere Hälfte von „Seinfeld“ das Genie von Larry David war, das sich im „George“-Charakter manifestierte – und zumindest für mich das eigentliche Herz von „Seinfeld“ ausgemacht hatte.

Extraction

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Im Grunde ein Straight-to-Video-Actioner, der aufpoliert genug ist, um ordentlich auszusehen. Grundsätzlich ist an diesem strumpfen, ironiefreiem Film erst einmal auf technischer Ebene nichts auszusetzen, aber erstens verschenkt man einen Charismatiker wie Chris Hemsworth in so einer Chuck-Norris-Rolle dann eben doch und ist zweitens der große Schwachpunkt das Drehbuch von Joe „Avengers“ Russo, der wirklich nichts zu erzählen hat, außer seinem Minimal-Plot über den Versuch, eine Kindesentführung zu unterbinden.

Schaut lieber den 2015er „Extraction“ mit Bruce Willis.
(Witz. Der ist natürlich noch schlechter.)

The Plagues Of Breslau

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„Plagues Of Breslau“ beweist einmal mehr, dass „Sieben“ eben nicht durch seine Geschichte eines rituell-mythischen Serienkillers so fantastisch beklemmend war, sondern durch Finchers Umsetzung und das Spiel von Freeman, Pitt und Spacey.

„Plagues“ dagegen ist eine öde Variation dieses Themas, das seine inhaltliche Leere durch unnötigen Gore-Overkill zu verdecken versucht, aber so dermaßen platt gerät, dass ich nur die Hälfte durchgestanden habe. Schwach bis ärgerlich.

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