vonChristian Ihle 29.06.2020

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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„Kein Wetter“ ist die lange erwartete Rückkehr der Münchener Band Friends Of Gas, die mit „Fatal Schwach“ vor vier Jahren mit einer Sensationsplatte auf den Plan traten.

Auch auf Album Nummer zwei sind Friends Of Gas weiter eine düsterne Groovemaschine, die sich durch Nina Walsers kehlig-gekrächzte Vocals sofort von jeder anderen Band unterschiedet.
Es würde aber zu kurz greifen, Friends Of Gas auf Walsers polarisierende Stimme zu reduzieren, handelt es sich bei den Münchenern doch gerade hinsichtlich des Zusammenspiels von Bass, Gitarre und Schlagzeug um eine phänomenale Band, die den Geist von Faust mit Sonic Youth’schen Lärmorgien zusammenbringen und in Songs wie „Abwasser“ zeigen, dass sie auch den kalten Groove des No Wave spielen können.

„Kein Wetter“ ist erneut ein beeindruckendes Album, das vielleicht keine neuen Konvertierten gewinnen wird, aber der bisherigen Kirche eine ebenso starke Predigt wie bei Album Nummer Eins singt.

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kommentare

  • Ich wurde seinerzeit durch euren Blog auf FATAL SCHWACH mit dem Highlight „Ewiges Haus“ aufmerksam. Hätte ich ohne diesen Blog nicht mitbekommen.
    Früher haben wir Sounds und dann Spex gelesen, damit waren wir am Puls der Zeit. Dann hat sich die ganze Szene irgendwie medial aufgesplittert. Dieser Blog erfüllt tatsächlich, in abgewandelter Form, damalige Medienwirkungsmechanismen.

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