vonChristian Ihle 23.04.2021

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Vom Straßenmusiker zum Helmut-Kohl-Bezwinger*, vom Major-Deal zum DIY-Album: der Hamburger Singer/Songwriter – und Wahlberliner – Georg auf Lieder veröffentlicht mit seinem dritten, selbstbetitelten Album eine Platte, die Intimität und Authentizität atmet, aber dabei durchaus rund und radiotauglich produziert ist. Vielleicht ist es diese Kombination aus Echtheit in der Attitude und DIY-Sinn bei gleichzeitigem Sehnen nach Reichweite, dass in meinem Kopf Georg Auf Lieder wie das Singer/Songwriter-Pendant zu Kettcar klingt.

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Bei keinem Song trifft das mehr zu als bei „Die Größten“, einem wehmütigen Rückblick auf seine ersten Schritte in der Musik, in einer Punkband: „Jeder falsche Ton die Wahrheit / Jeder krumme Beat ein Angriff / auf alles, was uns im Wege steht / Jede Probe ein Bekenntnis / zu allem, was wir lieben / was außer uns hier niemand wohl versteht“. „Die Größten“ ist Georg Auf Lieders „Born To Run“.

* Eine schöne Geschichte, die nur Pete Doherty toppen könnte (siehe dessen berüchtigten Frühstücks-Rekord in Margate, wir berichteten!): als Georg vor einigen Jahren im taiwanesischen China-Restaurant Lon Men in der Berliner Kantstraße essen war, brach er den bis dahin von Helmut Kohl gehaltenen Rekord an „meiste vertilgte Speisen“.
Wie er mir erzählt hat, bereut Georg noch immer, aus falscher Bescheidenheit abgelehnt zu haben, mit seinem Foto nun statt Kohl an der Wand des Lon Men zu hängen!
Gerhard Schröder wäre das nicht passiert.

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